Ingenieurinformatik, Computational Engineering (Bachelor)
Auch bekannt als: Ingenieurinformatiker/in · IT-Ingenieur/in · Informatikingenieur/in
Über den Beruf
Ingenieurinformatiker/innen entwerfen Steuerungssoftware, konzipieren Hardwarekomponenten und vernetzen beides zu maßgeschneiderten IT-Systemen. Sie entwickeln Firmware für Digitalkameras, Bordcomputer oder mobile Roboter, programmieren Mikroprozessoren und richten Computer-Leitsysteme in Fertigungsstraßen ein. In Unternehmen bauen sie Serverlandschaften sowie kabelgebundene oder drahtlose Datennetze auf, administrieren Betriebssysteme, überwachen Lastspitzen und schließen Sicherheitslücken mit passenden Schutzkonzepten. Bei Störungen analysieren sie Mess- und Logdaten, simulieren Abläufe und optimieren Parameter, damit Produktionsprozesse stabil und energieeffizient laufen. Häufig erweitern sie bestehende Anlagen um KI-gestützte Module, Edge-Geräte oder Cobots, um Qualitätssicherung und Materialfluss weiter zu automatisieren. Im Kundenkontakt wählen sie geeignete Hard- und Software, passen sie an spezielle Produktionsbedingungen an, installieren die Lösungen vor Ort und schulen Anwender/innen im sicheren Umgang.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen4
- Hochschulreife oder ggf. fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife
- Oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis der zuständigen Stelle des Bundeslandes, z.B. Kultusministerium
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Bei dualen Studiengängen i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen (Praxispartner)
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Ingenieurinformatiker/in?
Das Gehalt liegt typischerweise 4.598 € brutto im Monat. Je nach Branche, Erfahrung und Region kannst du zwischen 3.470 € und 6.153 € verdienen.
Wie lange dauert das Ingenieurinformatik-Studium?
Das Bachelorstudium in Ingenieurinformatik dauert in der Regel 3 bis 4 Jahre. Manche Hochschulen strecken das Studium durch Praxis- oder Auslandssemester auf die volle Vierjahresdauer.
Welche Schulfächer sind wichtig für Ingenieurinformatik?
Wichtig sind vor allem Mathematik, Physik, Informatik und Englisch. Gute Mathekenntnisse erleichtern dir das Verständnis von Algorithmen und Signalverarbeitung, und Englisch hilft dir, internationale Fachliteratur sowie Quellcodes zu lesen.
Wie sind die Berufsaussichten als Ingenieurinformatiker/in?
Die Berufsaussichten als Ingenieurinformatiker/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – ein Pluspunkt für Bewerber/innen. Zudem sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Einziger Wermutstropfen: Es gibt weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, sodass hier nur wenige Stellen durch Ruhestand frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Ingenieurinformatiker/in?
Gefragt sind Skills rund um 3-D-Simulation, Augmented-Reality-gestützte Anlagensteuerung und den Einsatz von autonomen Transportsystemen. Auch Erfahrungen mit Blockchain-Anwendungen, Business-Process-Management-Systemen oder kollaborativen Robotern (Cobots) verschaffen dir Vorteile. Wer AIOps-Plattformen oder Edge-Computing-Konzepte beherrscht, kann Produktionsprozesse noch effizienter automatisieren.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ingenieurinformatiker/in?
Der Arbeitsalltag spielt sich überwiegend am Bildschirm in Büro-, Labor- oder Produktionsumgebungen ab. Du trägst Verantwortung für Projekte und oft auch für Mitarbeitende, hast Kundenkontakt und bist bei Wartungen oder Schulungen gelegentlich unterwegs. Unregelmäßige Arbeitszeiten und Schichtdienste können anfallen, etwa wenn Störungen in Fertigungsstraßen schnell behoben werden müssen.
Womit arbeitet man als Ingenieurinformatiker/in?
Im Einsatz sind Hardwarekomponenten wie Sensoren, Mikrocontroller und vernetzte Telekommunikationssysteme sowie Datenbanken und Betriebssysteme. Du nutzt CAD- und CAE-Software, Programmier- und Testumgebungen, aber auch KI-Tools für Machine Learning oder Deep Learning. Schaltpläne, Konstruktions- und Terminpläne gehören ebenso zu deinen täglichen Unterlagen.
Kann man sich als Ingenieurinformatiker/in selbständig machen?
Ja, eine Selbständigkeit ist möglich, zum Beispiel mit einem eigenen System- oder Softwarehaus, im Hard- und Softwarevertrieb oder im IT-Anwenderservice. Häufig bieten Gründer/innen auch Schulungen an, etwa für Unternehmen, die neue Systeme einführen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ingenieurinformatiker/in?
Weiterbildungen reichen von Softwareentwicklung und Datenbankadministration bis zu Robotik, Automatisierungs- oder Messtechnik. Du kannst dich auch in IT-Anwendungsberatung, Netzwerk- oder Systemadministration sowie CAM/CIM-Technik spezialisieren, um dein Profil zu schärfen.
