Technische Informatik (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Technische Informatik (Master)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - technische Informatik

BerufsfeldIT & Digitales
Arbeitsortein Büroräumen · in Rechenzentren · in IT-Labors · in Produktionshallen · in Besprechungs- und Schulungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge143

Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen für technische Informatik entwerfen Rechnerarchitekturen, programmieren Mikrocontroller und entwickeln Steuerungen, die Maschinen oder Roboter präzise arbeiten lassen. Sie kombinieren Mess-, Regel- und Kommunikationstechnik mit Mikroelektronik, um Produktionslinien, Fahrzeugbordnetze oder vernetzte Sensoren automatisch zu steuern. Dabei gestalten sie Analog- und Digitalschaltungen, schreiben Firmware und passen Betriebssysteme an besondere Kundenanforderungen an. In Projekten richten sie Firmennetzwerke sowie Datenfernübertragung per Kabel, Funk oder 5G ein, überwachen Server und beurteilen die Leistungsfähigkeit der Netzinfrastruktur. Für Betriebe simulieren sie physikalisch-technische Abläufe am digitalen Zwilling, analysieren große Datenmengen und optimieren Energieverbrauch und Prozessqualität. Treten Fehler auf, lokalisieren sie Störungen mithilfe von AIOps- oder Edge-Computing-Lösungen und spielen Updates ein. Abschließend schulen sie Anwender/innen und beraten bei der Auswahl neuer Hard- und Software.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen6
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Technischer Informatik
  • Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
  • Bei dualen Studiengängen i.d.R. Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen (Praxispartner)
  • Ggf. Englischkenntnisse

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Ingenieur/in für technische Informatik?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.651 € brutto im Monat. Einstiegsgehälter beginnen häufig bei rund 5.336 €, bei Projektverantwortung oder Leitungsaufgaben sind deutlich höhere Einkommen möglich.

Wie sind die Berufsaussichten als Ingenieur/in für technische Informatik?

Die Berufsaussichten als Ingenieur/in für technische Informatik sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040. Allerdings gibt es weniger Altersabgänge als in anderen Berufen, wodurch etwas weniger Stellen altersbedingt freiwerden.

Welche digitalen Skills braucht man als Ingenieur/in für technische Informatik?

Gefragt sind Kenntnisse in 3-D-Simulation, Digitalem Zwilling und DevOps-Tools. Du solltest außerdem mit 5G-Technologien, Augmented-Reality-Anwendungen, der Programmierung von Cobots sowie CAM-Systemen umgehen können.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ingenieur/in für technische Informatik?

Die Tätigkeit ist meist bildschirm- und laborbasiert, kann aber auch Schichtarbeit und unregelmäßige Einsätze bei Störungen umfassen. Du hast Kundenkontakt, übernimmst Verantwortung für Teams und bist bei Außendienstterminen oder Schulungen gelegentlich länger von zu Hause weg.

Womit arbeitet man als Ingenieur/in für technische Informatik?

Zum Alltag gehören Hardwarekomponenten, vernetzte IT-Systeme und KI-Technologien ebenso wie CAD-, CAM- und andere CAE-Programme. Du nutzt Schalt- und Materialpläne, programmierst Steuerungen und wertest Daten mit spezialisierten Software-Tools aus.

Kann man sich als Ingenieur/in für technische Informatik selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist möglich, etwa mit einem eigenen System- und Softwarehaus oder einem Betrieb im Informationstechniker- bzw. Elektrotechnikerhandwerk. Auch freiberufliche Angebote wie IT-Beratung, Anwenderschulungen oder Support-Dienstleistungen sind gängige Wege.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für technische Informatik?

Fachspezifische Kurse in Softwareentwicklung, Automatisierungstechnik oder Robotik halten dein Wissen aktuell. Du kannst dich zudem in Bereichen wie System- und Netzwerkadministration, Datenbankmanagement, Mikrotechnik oder CAM/CIM-Technik spezialisieren.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für technische Informatik?

Aufstiegschancen eröffnen eine Promotion in Technischer Informatik, Ingenieurinformatik oder Computational Engineering. In der Industrie kannst du dich zum/zur REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering weiterbilden und damit Projekt- oder Teamleitungen übernehmen. Eine Habilitation schafft die Basis für eine Professur an Hochschulen.

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