Hochbaufacharbeiter/Hochbaufacharbeiterin Schwerpunkt Feuerungs- und Schornsteinbauarbeiten – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Hochbaufacharbeiter/Hochbaufacharbeiterin Schwerpunkt Feuerungs- und Schornsteinbauarbeiten

Auch bekannt als: Building construction worker (m/f) - specialising in furnace and chimney work

BerufsfeldBau & Architektur
Arbeitsorteim Freien auf Baustellen · in Gebäuden bzw. Rohbauten beim Bau und bei der Montage von Industrieöfen und Feuerungsanlagen
Dauer2 Jahre
Ausbildungsplätze48

Über den Beruf

Hochbaufacharbeiter/innen im Schwerpunkt Feuerungs- und Schornsteinbauarbeiten errichten Schornsteine, Abzugskanäle und industrielle Feuerungsanlagen aus Betonfertigteilen oder feuerfestem Mauerwerk. Noch vor dem ersten Stein richten sie die Baustelle ein, sichern sie mit Absperrungen und legen die Arbeitsschritte nach Plan fest. Sie bauen Schalungen, flechten Bewehrungen, mischen Beton, gießen und verdichten ihn. Entsteht Mauerwerk, setzen sie hitzebeständige Steine mit speziell angerührtem Mörtel, verfugen und verputzen die Oberflächen. Dämmstoffe für Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz werden ebenso eingebracht wie Schornsteinbänder, Kopfabdeckungen und Steigleitern. Digitale Messgeräte oder Drohnen helfen, Maßhaltigkeit und Dichtheit auch in großer Höhe zu kontrollieren. Laufende Eigenkontrollen stellen sicher, dass jedes Bauwerk den extremen Temperaturen und Belastungen eines Dauerbetriebs standhält.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer2 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Hochbaufacharbeiter/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.394 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.588 € und 5.372 € brutto. Zuschläge für Montagetätigkeiten, Arbeiten in großer Höhe oder ungünstige Witterung können den Monatslohn zusätzlich erhöhen.

Wie lange dauert die Ausbildung als Hochbaufacharbeiter/in?

Die duale Ausbildung dauert 2 Jahre. Möchtest du dich weiter spezialisieren, kannst du im Anschluss ein drittes Lehrjahr anhängen und den Abschluss als Feuerungs- und Schornsteinbauer/in erwerben.

Ist der Beruf als Hochbaufacharbeiter/in körperlich anstrengend?

Der Beruf gilt als körperlich fordernd. Beim Mauern, Tragen schwerer Betonfertigteile oder Arbeiten in gebückter Haltung brauchst du Kraft, Ausdauer und eine belastbare Wirbelsäule. Hinzu kommen Einsätze in großer Höhe – Schwindelfreiheit und sichere Koordination sind deshalb Pflicht.

Wie sind die Berufsaussichten als Hochbaufacharbeiter/in?

Die Berufsaussichten als Hochbaufacharbeiter/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen und damit vorteilhaft für Bewerber/innen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Andererseits schrumpft die Beschäftigung bis 2040, was langfristig den Arbeitsmarkt etwas einbremsen kann.

Welche digitalen Skills braucht man als Hochbaufacharbeiter/in?

Hochbaufacharbeiter/innen nutzen inzwischen eine Reihe digitaler Werkzeuge. Für Aufmaß und Planung kommen Apps, 3-D-Laserscans oder Drohnenaufnahmen zum Einsatz, die du auf dem Smartphone oder Tablet bearbeitest. Beim Herstellen von Schalungen hilft 3-D-Druck, während Datenbrillen oder Wearables dir Bewehrungspläne einblenden. Auch Exoskelette und Wartungsroboter gehören zur modernen Baustelle, weshalb du offen für neue Bau-Tech sein solltest.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Hochbaufacharbeiter/in?

Du trägst Schutzhelm, Sicherheitsschuhe und oft Gehörschutz, arbeitest mit Steinschneidemaschinen, Betonpumpen oder Hebebühnen. Hitze, Kälte, Nässe, Staub und hoher Lärmpegel gehören ebenso zum Alltag wie Tätigkeiten auf Gerüsten oder Schornsteinen in großer Höhe.

Womit arbeitet man als Hochbaufacharbeiter/in?

Zum Arbeitsalltag gehören sowohl Baumaterialien als auch Maschinen. Du verarbeitest feuerfeste Steine, Betonfertigteile und Bewehrungsstahl und setzt dafür Steinschneider, Mörtelmischer, Betonpumpen, Kellen oder Wasserwaagen ein. Gerüste, Leitern, Absperrungen und Baupläne dienen als Hilfsmittel, um die Arbeiten sicher und maßgenau auszuführen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Hochbaufacharbeiter/in?

Nach der Ausbildung stehen dir zahlreiche fachliche Weiterbildungen offen. Kurse in Feuerungs- und Schornsteinbau, Schalungs- oder Bewehrungstechnik, baulichem Brandschutz oder Beton- und Stahlbetonbau vertiefen dein Know-how. Auch Lehrgänge zur Baumaschinenführung oder Dämmtechnik können deinen Arbeitsplatz sichern und neue Einsatzfelder eröffnen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Hochbaufacharbeiter/in?

Für den beruflichen Aufstieg bieten sich mehrere Wege an. Ein erster Schritt ist die ergänzende Prüfung als Feuerungs- und Schornsteinbauer/in, danach kannst du dich etwa zum/zur Maurer- und Betonbauermeister/in oder Werkpolier/in im Hochbau weiterqualifizieren. Mit Berufspraxis kommt zudem die Weiterbildung zum/zur Techniker/in für Bautechnik (Schwerpunkt Hochbau) infrage. Wer das Baugeschehen später planen möchte, kann nach entsprechender Zugangsprüfung einen Bachelor in Bauingenieurwesen anschließen.

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