Werkpolier/Werkpolierin - Hochbau
Auch bekannt als: Finishing foreman (m/f)
Über den Beruf
Werkpoliere und Werkpolierinnen im Hochbau leiten Rohbauarbeiten und packen bei Bedarf selbst mit an. Sie vermessen das Gelände, stecken Gebäudeachsen ab und organisieren Gerüst-, Schalungs- und Bewehrungsarbeiten bis hin zum Versetzen von Fertigteilen. Auf Grundlage von Bauplänen berechnen sie Materialmengen, bestellen Beton, Stahl oder Mauersteine und koordinieren An- und Abtransporte. Während des gesamten Bauablaufs verteilen sie Aufgaben an Kolonnen, prüfen Ausführung und Qualität und achten darauf, dass Termine, Kosten und Arbeitsschutzvorgaben eingehalten werden. Digitale Tools wie 3-D-Laserscanner oder Aufmaß-Apps unterstützen sie dabei, Fortschritte zu dokumentieren und Abrechnungen zu erstellen. Auch kaufmännische Aufgaben gehören dazu: Sie fertigen Leistungsberichte, erstellen Aufmaße und bewerten Mitarbeiter. In Spezialgebieten wie Beton- und Stahlbeton- oder Schornsteinbau kontrollieren sie zum Beispiel den fachgerechten Einbau von Stahlbewehrungen oder organisieren Sanierungsarbeiten an Feuerungsanlagen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen4
- I.d.R. Ausbildung in einem Beruf der Bauwirtschaft
- Oder sonstiger Ausbildungsberuf + entsprechende einschlägige Berufspraxis
- Zusätzlich entsprechende einschlägige Berufspraxis
- Alternativ z.B. mind. 6 Jahre einschlägige Berufserfahrung in der Baubranche
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Werkpolier/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.156 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.167 € und 6.384 €. Wer große Teams leitet oder auf besonders komplexen Baustellen arbeitet, kann am oberen Ende der Spanne landen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Werkpolier/in?
Die Kurse dauern je nach Bildungsanbieter und Unterrichtsform etwa fünf Wochen bis fünf Monate. Vollzeit-Lehrgänge sind deutlich schneller abgeschlossen als berufsbegleitende Varianten.
Ist der Beruf als Werkpolier/in körperlich anstrengend?
Ja, die Tätigkeit erfordert Belastbarkeit von Rücken, Armen und Beinen sowie gute Koordination und Schwindelfreiheit. Du arbeitest häufig mit vibrierenden Geräten, musst schwere Absperrgitter heben und bist bei jedem Wetter auf Gerüsten oder in Rohbauten unterwegs.
Wie sind die Berufsaussichten als Werkpolier/in?
Die Berufsaussichten als Werkpolier/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Langfristig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, was den Markt etwas eintrübt.
Welche digitalen Skills braucht man als Werkpolier/in?
Gefragt ist der souveräne Umgang mit 3-D-Laserscannern für Vermessungen und mit Aufmaß-Apps auf dem Tablet oder Smartphone. Außerdem solltest du Dokumentenmanagementsysteme beherrschen und offener für unterstützende Technik wie Exoskelette sein.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Werkpolier/in?
Die Arbeit wechselt zwischen Baustelle und Baucontainer: draußen in Nässe, Hitze oder Kälte und drinnen am Schreibtisch. Du trägst Schutzkleidung, übernimmst Verantwortung für Teams, bedienst schwere Maschinen und arbeitest häufig auf Gerüsten in größeren Höhen.
Womit arbeitet man als Werkpolier/in?
Zum Einsatz kommen Baugeräte wie Mörtelmischmaschinen, Betonpumpen, Laser-Nivelliergeräte und Steinschneidemaschinen. Hinzu kommen Gerüste, Hebebühnen und digitale Hilfen wie PC, Smartphone und Baupläne in elektronischer Form.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Werkpolier/in?
Du kannst dich gezielt in Bereichen wie Baustellenleitung, Beton- und Stahlbetonbau, Feuerungs- und Schornsteinbau oder Gerüstbau fortbilden. Auch Lehrgänge zu Baumaschinenführung oder energetischer Gebäudedämmung sind beliebt.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Werkpolier/in?
Karriereschritte führen häufig über eine Meisterprüfung als Maurer- und Betonbauermeister/in oder über die Weiterbildung zum/zur Techniker/in für Bautechnik mit Schwerpunkt Hochbau. Mit einem Bachelor- oder Masterstudium im Bauingenieurwesen kannst du später Projektleiter- oder Bauleiterpositionen übernehmen.
