Feuerungs- und Schornsteinbauer/Feuerungs- und Schornsteinbauerin
Auch bekannt als: Furnace and chimney builder (m/f)
Über den Beruf
Feuerungs- und Schornsteinbauer/innen errichten Industrieöfen, mauern Schornsteine und sanieren Abgasleitungen. Vor Beginn der Arbeiten richten sie Gerüste und Arbeitsbühnen ein, prüfen Pläne und vermessen die Baustelle millimetergenau. Mit Schamottesteinen, feuerfesten Mörteln und hitzebeständigem Beton bauen sie mehrschichtige Wandkonstruktionen, ummanteln Dampfkessel oder betonieren Stahlbetonschornsteine. Sie legen Dehnungsfugen an, installieren Halterungen und bringen Dämmstoffe für Wärme-, Kälte- und Brandschutz ein. Auf großen Höhen montieren sie Schornsteinköpfe, Abdeckungen und Blitzschutzanlagen. Bestehende Anlagen inspizieren sie mit Laserscannern oder Drohnen, dokumentieren Risse und ersetzen beschädigte Bauteile. Auch Wartung, Verfugen und Nachverputzen gehören dazu. Damit halten Industrieanlagen und Abgassysteme extreme Temperaturen sowie korrosive Gase zuverlässig aus.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Feuerungs- und Schornsteinbauer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.394 € brutto im Monat. Mit Erfahrung und je nach Region kannst du zwischen 3.588 € und 5.372 € verdienen.
Wie lange dauert die Ausbildung als Feuerungs- und Schornsteinbauer/in?
Die duale Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. Bei sehr guten Leistungen ist in Absprache mit Betrieb und Berufsschule eine Verkürzung möglich.
Ist der Beruf als Feuerungs- und Schornsteinbauer/in körperlich anstrengend?
Der Beruf ist körperlich anspruchsvoll. Du hebst schwere Bauteile, arbeitest häufig in kniender oder gebückter Haltung und musst auf hohen Gerüsten schwindelfrei sein. Lärm, Staub sowie Vibrationen durch Bohr- und Schneidmaschinen fordern zusätzlich Kraft und Ausdauer.
Wie sind die Berufsaussichten als Feuerungs- und Schornsteinbauer/in?
Die Berufsaussichten als Feuerungs- und Schornsteinbauer/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spielt Bewerber/innen in die Karten. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch weitere Jobs frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040 etwas.
Welche digitalen Skills braucht man als Feuerungs- und Schornsteinbauer/in?
Digitale Technik kommt beim Vermessen, Planen und Warten der Anlagen zum Einsatz. Du solltest 3-D-Druck für Schalungen nutzen können, Apps für Aufmaß und Dokumentation bedienen und dich mit Drohnen- oder Laserscans zur Bauwerkskontrolle auskennen. Auch Wartungsroboter in Schornsteinen gewinnen an Bedeutung.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Feuerungs- und Schornsteinbauer/in?
Schutzkleidung ist Pflicht, denn Lärm, Staub, Gase und Absturzgefahr gehören zum Alltag. Häufige Höhenarbeit sowie Vibrationen durch Maschinen erfordern volle Konzentration und umsichtiges Handeln.
Womit arbeitet man als Feuerungs- und Schornsteinbauer/in?
Zum Alltag gehören Baumaschinen wie Mörtelmischer, Betonpumpen und Trennschleifer sowie Messgeräte wie Nivelliergerät und ‑latte. Du verarbeitest Feuerfestmaterialien, Betonfertigteile und Spezialmörtel und nutzt Gerüste, Leitern oder Kräne, um in großen Höhen sicher zu arbeiten. Baupläne und Arbeitsschutzvorschriften begleiten jede Baustelle.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Feuerungs- und Schornsteinbauer/in?
Weiterbildungsmöglichkeiten reichen von fachlichen Kursen in Feuerungs- und Schornsteinbau, Schalungsbau oder baulichem Brandschutz bis hin zu Lehrgängen in Dämmtechnik, Blitzschutz oder Baumaschinenführung. So bleibst du technisch auf dem neuesten Stand und kannst spezialisierte Aufgaben übernehmen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Feuerungs- und Schornsteinbauer/in?
Mit einigen Jahren Berufspraxis bestehen verschiedene Aufstiegspfade. Du kannst die Prüfung zum/zur Maurer- und Betonbauermeister/in, Werkpolier/in Hochbau oder Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik (Schwerpunkt Hochbau) ablegen und damit Bauprojekte leiten. Ein Bachelor- oder Masterstudium im Bauingenieurwesen oder in der Gebäude- und Energietechnik eröffnet zusätzlich Chancen in Planung und Projektmanagement.
