Hochbaufacharbeiter/Hochbaufacharbeiterin Schwerpunkt Abbruch- und Betontrenntechnikarbeiten
Auch bekannt als: Building Construction Worker (m/f)
Über den Beruf
Hochbaufacharbeiter/innen mit dem Schwerpunkt Abbruch- und Betontrenntechnikarbeiten bereiten Rückbau- und Umbauprojekte vor, richten die Baustelle ein und sichern angrenzende Bauteile. Sie stellen Absperrungen und Transportwege auf, fordern Bagger, Sägen oder Diamantbohranlagen an und lesen Ausführungspläne. Anschließend entkernen sie Gebäude, entfernen Dämmstoffe und demontieren Holz- oder Trockenbauteile. Mit Abbruchhämmern, Sägen oder Kernbohrern legen sie Öffnungen in Wänden, Decken und Böden an, stützen Durchbrüche ab und unterfangen Fundamente. Entstehende Materialien sortieren sie in wiederverwertbare Stoffe, Gefahrgut und Restabfälle und organisieren die fachgerechte Entsorgung. Bei Bedarf stellen sie Mauerwerk her, dichten es ab, fertigen Schalungen, flechten Bewehrungen und verarbeiten Frischbeton. Digitale Messgeräte, ferngesteuerte Abbruchroboter und tragbare Exoskelette erleichtern präzises Arbeiten und schonen den Körper. So sorgen die Fachkräfte dafür, dass Gebäude sicher umgebaut oder vollständig rückgebaut werden und wertvolle Ressourcen in den Kreislauf zurückkehren.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Hochbaufacharbeiter/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.284 € brutto im Monat. Mit Erfahrung und je nach Region kannst du zwischen 2.830 € und 3.807 € verdienen.
Wie lange dauert die Ausbildung als Hochbaufacharbeiter/in?
Die Ausbildung zum/zur Hochbaufacharbeiter/in mit Schwerpunkt Abbruch- und Betontrenntechnikarbeiten dauert regulär 2 Jahre. Einige Betriebe ermöglichen danach ein optionales drittes Lehrjahr, in dem du den Abschluss Bauwerksmechaniker/in für Abbruch und Betontrenntechnik erwerben kannst.
Welche Schulfächer sind wichtig für Hochbaufacharbeiter/innen?
Mathematik, Physik sowie Werken/Technik sind besonders hilfreich. Sie erleichtern dir das Berechnen von Materialmengen, das Verstehen bauphysikalischer Zusammenhänge und das fachgerechte Montieren von Gerüsten oder Schalungen.
Ist der Beruf als Hochbaufacharbeiter/in körperlich anstrengend?
Der Beruf ist körperlich fordernd. Du arbeitest oft kniend oder über Kopf mit vibrierenden Geräten, musst schwere Trümmerteile heben und bewegst dich regelmäßig auf Leitern oder Gerüsten. Eine robuste Gesundheit, Kraft und Schwindelfreiheit sind daher wichtig.
Wie sind die Berufsaussichten als Hochbaufacharbeiter/in?
Die Berufsaussichten als Hochbaufacharbeiter/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Langfristig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, sodass sich der Markt danach etwas entspannen könnte.
Welche digitalen Skills braucht man als Hochbaufacharbeiter/in?
Im Berufsalltag kommen immer mehr digitale Hilfsmittel zum Einsatz. Du arbeitest beispielsweise mit ferngesteuerten Baurobotern, nutzt Exoskelette für schwere Hebearbeiten und trägst Datenbrillen, um Pläne direkt im Sichtfeld zu haben. Diese Technologien erlauben präziseres und ergonomischeres Arbeiten.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Hochbaufacharbeiter/in?
Die Arbeitsbedingungen gelten als anspruchsvoll. Auf den Baustellen bist du Lärm, Staub und wechselnder Witterung ausgesetzt, setzt vibrierende Maschinen ein und trägst permanent Helm, Gehörschutz sowie Atemmaske. Arbeiten in größeren Höhen auf Gerüsten oder Leitern gehören ebenfalls zum Alltag.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Hochbaufacharbeiter/in?
Nach der Ausbildung stehen dir zahlreiche Lehrgänge offen. Beliebt sind Kurse zur Baumaschinenführung, zum fachgerechten Umgang mit Gefahrstoffen oder zu Recycling- und Sanierungstechniken. Mit solchen Zusatzqualifikationen kannst du verantwortungsvollere Aufgaben übernehmen und dein Einkommen steigern.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Hochbaufacharbeiter/in?
Aufstiegschancen gibt es in mehreren Richtungen. Du kannst die Prüfung als Bauwerksmechaniker/in für Abbruch und Betontrenntechnik ablegen oder dich zum/zur Werkpolier/in im Hochbau qualifizieren. Eine Meisterprüfung als Maurer- und Betonbauermeister/in oder eine Technikerausbildung in Bautechnik (Hochbau) eröffnet dir Leitungsfunktionen.
