Hauswirtschafter/Hauswirtschafterin
Auch bekannt als: Fachmann/-frau Hauswirtschaft · Betriebsdienstleister/in · Housekeeper (m/f)
Über den Beruf
Hauswirtschafter/innen planen Speisepläne, kaufen Lebensmittel ein, bereiten Mahlzeiten zu und reinigen Wohn- sowie Funktionsräume. Sie steuern den gesamten Haushaltsablauf: prüfen Wareneingang, lagern Vorräte fachgerecht und setzen Warenwirtschaftssysteme ein. Auch die Textilpflege gehört dazu; Bettwäsche, Tischwäsche oder Berufsbekleidung werden gewaschen, gebügelt und bei Bedarf ausgebessert. Treffen sie auf Menschen mit besonderen Bedürfnissen, passen sie Kostformen an, leisten Grundpflege und unterstützen im Alltag. Bei allen Aufgaben achten sie auf Hygienevorschriften, Nachhaltigkeit und Kosten. In größeren Einrichtungen kalkulieren sie Budgets, erstellen Dienst- und Reinigungspläne und koordinieren Kolleginnen und Kollegen. Häufig dekorieren sie Räume oder richten Feste aus, um ein angenehmes Umfeld zu schaffen. Abschließend trennen sie Abfälle fachgerecht und entsorgen Gefahrstoffe vorschriftsgemäß.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
- Beim Umgang mit Lebensmitteln Belehrung und Bescheinigung des Gesundheitsamtes
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Hauswirtschafter/in?
Hauswirtschafter/innen verdienen typischerweise 2.706 € brutto im Monat. Mit Berufserfahrung und je nach Region liegt die Spanne meist zwischen 2.247 € und 3.330 €.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Hauswirtschafter/in?
Im ersten Jahr verdienst du 1.225 € brutto im Monat, im zweiten Jahr 1.285 € und im dritten 1.377 €. Das entspricht einem Durchschnitt von rund 1.295 € pro Monat während der gesamten Ausbildung.
Wie lange dauert die Ausbildung als Hauswirtschafter/in?
Die duale Ausbildung zum/zur Hauswirtschafter/in dauert regulär 3 Jahre. In dieser Zeit wechselst du zwischen Betriebspraxis und Unterricht an der Berufsschule.
Welche Schulfächer sind wichtig für Hauswirtschafter/innen?
Hilfreiche Schulfächer sind Hauswirtschaftslehre, Deutsch und Mathematik. Damit lernst du schon früh, Versorgungsaufgaben zu planen, Kosten zu kalkulieren und deine Angebote verständlich zu präsentieren.
Ist der Beruf als Hauswirtschafter/in körperlich anstrengend?
Der Beruf ist durchaus körperlich fordernd: Regelmäßiges Heben, langes Stehen sowie Arbeiten in gebückter Haltung gehören zum Alltag. Du brauchst kräftige Arme und einen belastbaren Rücken, widerstandsfähige Haut und gute Feinmotorik, etwa beim Kochen oder Reinigen.
Wie sind die Berufsaussichten als Hauswirtschafter/in?
Die Berufsaussichten als Hauswirtschafter/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, sodass mehr Arbeitsplätze entstehen. Gleichzeitig werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Der Fachkräftemangel ist jedoch gering, offene Stellen werden daher meist schnell besetzt – das erhöht die Konkurrenz unter Bewerber/innen.
Welche digitalen Skills braucht man als Hauswirtschafter/in?
Digitale Kompetenzen werden immer wichtiger. Du solltest Dokumentenmanagementsysteme und vernetzte Tourenplanung sicher bedienen, Reinigungs- oder Küchenroboter einsetzen und Assistenzsysteme im Haushalt (Ambient Assisted Living) verstehen. So organisierst du Abläufe effizient und kannst deine Leistungen transparent dokumentieren.
Kann man sich als Hauswirtschafter/in selbständig machen?
Ja, eine Selbstständigkeit ist gut möglich. Viele Hauswirtschafter/innen gründen einen eigenen Dienstleistungsbetrieb in der Hauswirtschaft, der Pflege oder im ländlich-agrarischen Bereich; auch Franchise-Modelle sind verbreitet. Für Beratung zur Existenzgründung kannst du dich an den Berufsverband Hauswirtschaft e.V. wenden.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Hauswirtschafter/in?
Mit Berufserfahrung kannst du den Meistertitel in Hauswirtschaft erwerben und damit Leitungsaufgaben übernehmen. Weitere Aufstiegspfade sind Fortbildungen zum/zur Wirtschafter/in oder Betriebswirt/in in Agrarwirtschaft sowie zum/zur Fachhauswirtschafter/in. Spezialisierungen wie Haus- und Familienpflege oder Dorfhelfer/in öffnen zusätzlich Karrierewege in sozialen oder landwirtschaftlichen Einrichtungen.
