Staatlich geprüfter Haus- und Familienpfleger/Staatlich geprüfte Haus- und Familienpflegerin/Bachelor Professional in Sozialwesen – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Staatlich geprüfter Haus- und Familienpfleger/Staatlich geprüfte Haus- und Familienpflegerin/Bachelor Professional in Sozialwesen

BerufsfeldSoziales & Pädagogik
Arbeitsortein Privatwohnungen · in Aufenthalts-, Wohn-, Ess- und Schlafräumen von sozialen Einrichtungen · im Freien · in Büroräumen
Dauer2-3,5 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)

Über den Beruf

Haus- und Familienpfleger/innen springen ein, wenn Familien oder Alleinstehende den Alltag vorübergehend nicht allein bewältigen können. Sie organisieren den Haushalt, erledigen Einkäufe, planen das Budget, kochen und reinigen. Gleichzeitig betreuen sie Kinder, spielen, helfen bei Hausaufgaben und beziehen sie altersgerecht in einfache Pflichten ein. Kranke, pflegebedürftige oder behinderte Haushaltsmitglieder versorgen sie mit Grundpflege und übernehmen nach ärztlicher Vorgabe Behandlungspflege wie Verbandswechsel oder Medikamentengabe. Nach einer Geburt unterstützen sie Wöchnerinnen sowie Säuglinge. Jede Einsatzstelle erfordert Einfühlungsvermögen und schnelles Anpassen an neue Abläufe; Beobachtungs- und Betreuungsprotokolle sichern eine verlässliche Dokumentation. Digitale Systeme helfen bei Tourenplanung, Leistungsvermittlung und mobiler Dokumentation.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Bachelor Professional
AusbildungsartWeiterbildung an Fachschulen (landesrechtlich geregelt)
Dauer2-3,5 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)
Zugangsvoraussetzungen6
  • I.d.R. Abschluss in einem für die Familienpflege förderlichen Beruf
  • Oder mehrjährige einschlägige berufliche Tätigkeit
  • Zusätzlich mittlerer Bildungsabschluss
  • Belehrung und Bescheinigung des Gesundheitsamtes beim Umgang mit Lebensmitteln
  • Ggf. Führungszeugnis
  • Ggf. ärztliches Attest über gesundheitliche Eignung

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Haus- und Familienpfleger/in?

Haus- und Familienpfleger/innen verdienen typischerweise 3.404 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Region liegt die Spanne meist zwischen 2.728 € und 4.227 €.

Wie lange dauert die Weiterbildung zur Haus- und Familienpfleger/in?

Die Weiterbildung an der Fachschule dauert in Vollzeit rund 2 Jahre; in Teilzeit kann sie sich auf bis zu 3,5 Jahre strecken. Ob du Voll- oder Teilzeit wählst, hängt vom Bildungsträger, dem Bundesland und deiner persönlichen Situation ab.

Ist der Beruf als Haus- und Familienpfleger/in körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert eine gute körperliche Verfassung. Du hebst und stützt Menschen, stehst viel auf den Beinen und erledigst Hausarbeiten wie Waschen, Bügeln oder Putzen, sodass Rücken, Arme und Hände dauerhaft belastet werden.

Wie sind die Berufsaussichten als Haus- und Familienpfleger/in?

Die Berufsaussichten als Haus- und Familienpfleger/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, was für einen stabilen Arbeitsmarkt spricht. Gleichzeitig besteht nur ein geringer Fachkräftemangel – offene Stellen werden also relativ schnell besetzt und die Konkurrenz unter Bewerbenden ist höher. Zudem sind weniger Altersabgänge zu erwarten als in vielen anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Haus- und Familienpfleger/in?

Digitale Assistenzsysteme im Haushalt (Ambient Assisted Living) gehören inzwischen zum Alltag, ebenso wie das digitale Dokumentenmanagement. Du solltest außerdem Tourenplanungs- und Leistungserfassungssoftware bedienen können, um Einsätze effizient zu organisieren und abzurechnen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Haus- und Familienpfleger/in?

Der Arbeitsalltag ist vielfältig und kann körpernah, emotional fordernd und zeitlich unregelmäßig sein. Du arbeitest im Wechsel zwischen Küche, Wohnräumen und Pflegeeinsätzen, hast Schichten am Wochenende oder abends und kommst dabei mit Kindern, älteren Menschen und Pflegebedürftigen in direkten Kontakt.

Kann man sich als Haus- und Familienpfleger/in selbstständig machen?

Ja, eine Selbstständigkeit ist möglich. Du kannst freiberuflich arbeiten oder ein eigenes Dienstleistungsunternehmen für Haushalts- und Familienpflege gründen; sogar Franchise-Modelle existieren. Fachverbände wie der bpa oder der Deutsche Pflegeverband unterstützen bei der Existenzgründung.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Haus- und Familienpfleger/in?

Spezialisierungen sind von der ambulanten Pflege über Familienberatung bis hin zur Diätküche möglich. Kurse in Hauswirtschaft, Jugendarbeit oder Kranken- und Altenpflege vertiefen dein Profil und eröffnen neue Einsatzfelder.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Haus- und Familienpfleger/in?

Für den Karrieresprung bieten sich Aufstiegsweiterbildungen wie Fachhauswirtschafter/in oder Hauswirtschaftliche/r Betriebsleiter/in an, alternativ die Fachwirt/in-Prüfung im Gesundheits- und Sozialwesen. Mit ausreichend Berufspraxis kannst du auch ein Bachelor- oder Masterstudium etwa in Pflegemanagement oder Gesundheitsförderung anschließen und Leitungsfunktionen übernehmen.