Pflegepraxis (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Pflegepraxis (Bachelor)

Auch bekannt als: Pflegefachmann/-frau (Hochschule) · Pflegefachmann/-frauGesundheits- und Krankenpfleger/-schwesterRegistered general nurse (m/f)Registered nurse (m/f) ·

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Patientenzimmern von Krankenstationen · in Untersuchungs-, Behandlungs- und Pflegeräumen · in Patientenwohnungen (bei ambulanter Pflege) · in Büroräumen oder Stationszimmern · in Seminarräumen und Hörsälen
Dauer3-4 Jahre
Studiengänge1

Über den Beruf

Pflegefachleute beurteilen Gesundheitszustand und Unterstützungsbedarf von Menschen jeden Alters, planen den Pflegeprozess und setzen ihn um. Sie helfen bei Körperpflege und Mahlzeiten, leiten Bewegungs- und Atemübungen an und begleiten Sterbende würdevoll. In der Behandlungspflege messen sie Vitalwerte, versorgen Wunden, geben Medikamente und bereiten Patient/innen auf Operationen oder Röntgenuntersuchungen vor. Ergebnisse dokumentieren sie in elektronischen Patientenakten, besprechen sie mit Ärztinnen und Ärzten und passen Maßnahmen laufend an. Sie beraten Angehörige zu Prävention, Rehabilitation oder häuslicher Versorgung, evaluieren die Pflegequalität und entwickeln Leitfäden nach neuesten Forschungsergebnissen. Erkenntnisse aus Studien übertragen sie in konkrete Handlungsanweisungen für das Stationsteam.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität, Fachhochschule
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen7
  • Hochschulreife oder Fachhochschulreife
  • Oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis der zuständigen Landesstelle, z.B. Kultusministerium
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Bei dualen Studiengängen i.d.R. Vertrag mit einem geeigneten Unternehmen als Praxispartner
  • Ggf. Gesundheitszeugnis
  • Nachweis über Masernschutz für Praxisphasen in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen
  • Einrichtungen können ggf. weitere Schutzimpfungen oder Immunitätsnachweise verlangen, z.B. gegen Hepatitis A und B

Passende Studiengänge1

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Pflegefachmann/-frau?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.788 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 4.123 € und 5.480 € verdienen.

Wie lange dauert das Studium Pflegepraxis?

Das Bachelorstudium Pflegepraxis dauert je nach Hochschule 3 bis 4 Jahre. Häufig sind Theorie- und Praxiseinheiten miteinander verzahnt, sodass du schon während des Studiums praktische Erfahrung sammelst.

Welche Schulfächer sind wichtig für Pflegefachleute?

Wichtige Fächer sind Biologie, Chemie, Mathematik, Politik/Sozialkunde, Wirtschaft/Recht, Englisch sowie Ethik oder Religionslehre. Stärke in diesen Bereichen erleichtert dir das Verständnis medizinischer Inhalte und rechtlicher Rahmenbedingungen.

Ist der Beruf als Pflegefachmann/-frau körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert eine hohe körperliche Belastbarkeit. Du hebst und lagerst Patient/innen, arbeitest oft im Stehen oder in gebückter Haltung und brauchst daher Kraft, Ausdauer und eine robuste Gesundheit.

Wie sind die Berufsaussichten als Pflegefachmann/-frau?

Die Berufsaussichten als Pflegefachmann/-frau sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen erhöht. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger suchen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Pflegefachmann/-frau?

Pflegefachleute sollten routiniert mit elektronischen Patientenakten und Krankenhausinformationssystemen arbeiten können. Weitere wichtige Tools sind Telecare-Lösungen, Therapie- und Pflegeroboter, Exoskelette sowie Kenntnisse zu intelligenten Implantaten.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Pflegefachmann/-frau?

Du kannst dich in Fachgebieten wie Intensiv-, Onkologie- oder ambulante Pflege spezialisieren, dich im Case Management oder in der Pflegedokumentation fortbilden oder Kurse zu Gesundheitsmanagement sowie Leitungs- und Lehrtätigkeiten belegen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Pflegefachmann/-frau?

Mit Berufserfahrung sind Leitungsfunktionen wie Pflegedienstleiter/in, Praxisanleiter/in oder Pflegesachverständige/r erreichbar. Ein Master in Pflegemanagement, Pflegewissenschaft, Gesundheitsmanagement oder Public Health öffnet dir Türen zu strategischen Positionen oder Forschungsprojekten; eine anschließende Promotion qualifiziert für wissenschaftliche Laufbahnen bis hin zur Professur.

Gibt es ein duales Studium Pflegepraxis?

Ja, viele Hochschulen bieten praxisintegrierende Studiengänge an. Dabei kombinierst du Vorlesungen mit längeren Praxiseinsätzen in Kliniken oder Pflegeeinrichtungen und erwirbst zusätzlich den Berufsabschluss Pflegefachmann bzw. Pflegefachfrau.

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