Pflegemanagement, -wissenschaft (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Pflegemanagement, -wissenschaft (Master)

Auch bekannt als: Pflegewissenschaftler/in · Care manager (m/f)

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Büroräumen · in Besprechungsräumen · in Schulungs- und Unterrichtsräumen, in Hörsälen · in Patientenzimmern oder Untersuchungs- und Behandlungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil

Über den Beruf

Pflegewissenschaftler/innen organisieren und steuern pflegerische Versorgungsprozesse. Sie planen Dienstpläne, legen Versorgungsstandards fest und kontrollieren, ob Dokumentation und Qualität stimmen. Auf Basis von Kostenanalysen kalkulieren sie Budgets, führen Pflegesatzverhandlungen und rechnen Leistungen mit Krankenkassen ab. Im Case-Management ermitteln sie den individuellen Hilfebedarf und koordinieren die Zusammenarbeit von Pflegekräften, Ärzt/innen und Sozialdiensten. Als Sachverständige begutachten sie Pflegegrade oder bewerten die Qualität ganzer Einrichtungen. Neben Managementaufgaben betreiben sie Pflegeforschung: Sie untersuchen neue Konzepte, werten große Datensätze aus und entwickeln evidenzbasierte Leitlinien. Die Ergebnisse veröffentlichen sie in Fachjournalen und bringen sie in Lehrveranstaltungen ein. Digitale Werkzeuge wie elektronische Pflegedokumentation oder Telecare-Systeme nutzen sie, um Abläufe zu verbessern und neue Technologien zu testen.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen6
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Pflegemanagement oder Pflegewissenschaft
  • Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
  • Für Praxisphasen in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen Nachweis über Masernschutz
  • Einrichtungen verlangen ggf. weitere Schutzimpfungen oder Immunitätsnachweise, z.B. gegen Hepatitis A und B

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Pflegewissenschaftler/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.232 € brutto im Monat. Mit wachsender Berufserfahrung und je nach Region kannst du zwischen 4.553 € und 6.141 € verdienen.

Ist der Beruf als Pflegewissenschaftler/in körperlich anstrengend?

Der Arbeitsalltag ist meist nicht körperlich schwer, trotzdem erfordert er eine robuste Gesundheit. Du hast häufig Kontakt zu kranken oder infizierten Menschen und musst strenge Hygieneregeln einhalten, um dich zu schützen.

Wie sind die Berufsaussichten als Pflegewissenschaftler/in?

Die Berufsaussichten als Pflegewissenschaftler/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040, wodurch zusätzliche Stellen entstehen. Ein hoher Fachkräftemangel macht es Arbeitgebern schwer, offene Positionen zu besetzen, was deine Chancen erhöht. Die Konkurrenz unter Bewerber/innen sinkt bis 2040, und viele Altersabgänge schaffen weitere freie Stellen.

Welche digitalen Skills braucht man als Pflegewissenschaftler/in?

Digitalkompetenz gehört fest zum Berufsprofil. Du solltest sicher mit Dokumentenmanagementsystemen, elektronischer Pflegedokumentation und E-Invoicing umgehen können, um Dienstpläne zu erstellen oder Pflegesätze abzurechnen. In Entwicklungs- und Forschungsprojekten ist Know-how zu Telecare, Exoskeletten, Therapie- und Pflegerobotern sowie der Auswertung von Open-Data-Quellen gefragt.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Pflegewissenschaftler/in?

Die Arbeit kombiniert Verantwortung für Personal und Budget mit viel Bildschirmarbeit. Du wechselst zwischen Büro, Besprechungsräumen, Unterrichtsräumen und medizinischen Einrichtungen und hast regelmäßigen Kontakt zu älteren oder kranken Menschen.

Womit arbeitet man als Pflegewissenschaftler/in?

Im Alltag nutzt du Unterlagen wie Pflege- und Qualitätskonzepte, Dienstpläne, Abrechnungsunterlagen oder Gutachten. Für Besprechungen und Schulungen kommen PC, Internetzugang, Telefon, Beamer oder Flipchart zum Einsatz.

Kann man sich als Pflegewissenschaftler/in selbständig machen?

Ja, das ist möglich. Viele Pflegewissenschaftler/innen gründen einen ambulanten Pflege- und Sozialdienst und übernehmen dort sowohl die fachliche als auch die betriebswirtschaftliche Leitung.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Pflegewissenschaftler/in?

Nach dem Master kannst du dein Profil durch zertifizierte Kurse erweitern. Gefragt sind vor allem Weiterbildungen in Gesundheitsmanagement, Case Management, Pflegedokumentation oder Fachpflege für Kranken- und Altenpflege. Auch Schulungen für Leitungs- und Lehrtätigkeiten sowie für Forschung und Entwicklung eröffnen neue Einsatzfelder.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Pflegewissenschaftler/in?

Mit Berufserfahrung kannst du in leitende Funktionen wie Qualitätsbeauftragte/r im Gesundheits- und Sozialwesen aufsteigen. Wer eine wissenschaftliche Laufbahn anstrebt, ergänzt den Master häufig durch eine Promotion in Pflegewissenschaft oder Gesundheitsmanagement; für eine Professur ist später oft eine Habilitation nötig.