Geprüfter Fachhauswirtschafter/Geprüfte Fachhauswirtschafterin – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Geprüfter Fachhauswirtschafter/Geprüfte Fachhauswirtschafterin

Auch bekannt als: Hauswirtschafter/in - Altenbetreuung · Senior housekeeping clerk (m/f)

BerufsfeldSoziales & Pädagogik
Arbeitsortein Wirtschaftsräumen, z.B. Küche, Bad · in Vorrats- und Lagerräumen · in Aufenthaltsräumen und Speisesälen · in Patientenzimmern von Pflegestationen · in Schlaf- und Wohnräumen in Privathaushalten · in Büroräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauerca. 14 Monate (Teilzeit)
Offene Stellen34

Über den Beruf

Fachhauswirtschafter/innen unterstützen ältere oder hilfsbedürftige Menschen im Alltag und übernehmen zugleich die komplette Haushaltsführung. Sie analysieren die häusliche Situation, gestalten Wohnräume barrierearm und kümmern sich um Reinigung, Wäschepflege und Vorratshaltung. Auf Basis ärztlicher Vorgaben stellen sie Speisepläne zusammen, kaufen ein und bereiten auch Diät- oder Sonderkost zu. Bei der Grundpflege helfen sie beim Waschen, Ankleiden und Essen, führen Verbandwechsel sowie Wärme- oder Kälteanwendungen durch und dokumentieren alles oft per mobiler Software. In persönlichen Gesprächen beraten sie Betroffene und Angehörige zu finanziellen Fragen, Rehabilitationsmitteln oder behördlichen Anliegen, organisieren Fahrdienste, Feste und Kontakte zu Nachbarn oder Selbsthilfegruppen. Mit dieser Kombination aus Pflege, Beratung und Organisation ermöglichen sie Menschen, möglichst lange sicher in ihrer vertrauten Umgebung zu leben.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf
AusbildungsartWeiterbildungsprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung.
Dauerca. 14 Monate (Teilzeit)
Zugangsvoraussetzungen4
  • I.d.R. Abschlussprüfung als Hauswirtschafter/in
  • Zusätzlich mind. 2 Jahre Berufspraxis
  • Alternativ z.B. mind. 6 Jahre einschlägige Berufspraxis
  • Beim Umgang mit Lebensmitteln Belehrung und Bescheinigung des Gesundheitsamtes

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Geprüfter Fachhauswirtschafter/Geprüfte FachhauswirtschafterinAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Fachhauswirtschafter/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.349 € brutto im Monat. Mit Erfahrung und je nach Region kannst du zwischen 2.658 € und 4.045 € verdienen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Fachhauswirtschafter/in?

Die Weiterbildung dauert in der Regel rund 14 Monate, wenn du sie in Teilzeit besuchst. Je nach Bildungsanbieter, Lernform und deinem Vorwissen kann sie etwas kürzer oder länger ausfallen.

Ist der Beruf als Fachhauswirtschafter/in körperlich anstrengend?

Der Beruf fordert eine gute körperliche Verfassung. Du hebst oder stützt Pflegebedürftige, trägst Einkäufe, reinigst in gebückter Haltung und hantierst mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln – das belastet Rücken, Arme, Beine und die Haut.

Wie sind die Berufsaussichten als Fachhauswirtschafter/in?

Die Berufsaussichten als Fachhauswirtschafter/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, sodass sich zusätzliche Einsatzfelder ergeben. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch neue Stellen frei werden. Allerdings ist der Fachkräftemangel gering – offene Stellen werden meist schnell besetzt, daher begegnest du etwas mehr Konkurrenz.

Welche digitalen Skills braucht man als Fachhauswirtschafter/in?

Digitale Grundkenntnisse werden immer wichtiger. Du arbeitest mit Ambient-Assisted-Living-Systemen und nutzt Software für vernetzte Tourenplanung sowie Leistungserfassung, um Einsätze zu dokumentieren und abzurechnen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fachhauswirtschafter/in?

Fachhauswirtschafter/innen arbeiten viel im Gehen und Stehen, häufig in Küchen, Schlafzimmern oder Büroräumen. Der Job verbindet Handarbeit wie Kochen oder Reinigen mit dem Umgang mit Küchengeräten, Pflegehilfsmitteln sowie organisatorischer Büroarbeit – Verantwortung für Menschen und enger Körperkontakt gehören immer dazu.

Kann man sich als Fachhauswirtschafter/in selbständig machen?

Ja, eine Selbständigkeit ist möglich. Viele Fachhauswirtschafter/innen gründen einen privaten sozialen Betreuungsdienst oder bieten hauswirtschaftliche Dienstleistungen auf eigene Rechnung an; Beratung zur Existenzgründung erhältst du z.B. beim Berufsverband Hauswirtschaft e.V.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Fachhauswirtschafter/innen?

Du kannst dich in Themen wie Hauswirtschaft, Lebensmittel- und Küchenhygiene, Diätwesen, Ernährung oder Sozialrecht spezialisieren. Auch Trainings in kommunikativen Kompetenzen helfen dir, Angehörige und Klient/innen noch besser zu beraten.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Fachhauswirtschafter/in?

Für den nächsten Karriereschritt eignet sich eine Aufstiegsweiterbildung, etwa zum/zur Fachwirt/in für Organisation und Führung im Schwerpunkt Sozialwesen. Alternativ kannst du ein Bachelor- oder Masterstudium in Ernährungswissenschaft, Ökotrophologie oder Soziale Arbeit aufnehmen, um Leitungsfunktionen zu übernehmen oder in Beratung und Forschung zu wechseln.

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