Staatlich geprüfter Wirtschafter/Staatlich geprüfte Wirtschafterin Fachrichtung Hauswirtschaft/Bachelor Professional in Agrarwirtschaft
Auch bekannt als: Ländliche/r Wirtschafter/in · Städtische/r Wirtschafter/in
Über den Beruf
Wirtschafter/innen im Bereich Hauswirtschaft organisieren alle Abläufe in Haushalten oder landwirtschaftlichen Betrieben. Sie entwickeln ausgewogene Speisepläne, bestellen Lebensmittel, kochen und servieren Mahlzeiten. Gleichzeitig kontrollieren sie Lagerbestände, pflegen Wäsche sowie Räume und achten streng auf Hygienevorschriften. Digitale Tools helfen dabei, Kosten zu kalkulieren, Reinigungspläne zu erstellen oder Warenbewegungen zu dokumentieren. In privaten Haushalten betreuen sie Kinder, ältere oder pflegebedürftige Menschen und versorgen Haustiere. In ländlichen Betrieben bearbeiten sie Gemüsegärten, versorgen Kleintiere, konservieren Erzeugnisse zu Marmeladen, Wurst- oder Käsewaren und bereiten diese für den Verkauf vor. Sie erstellen Arbeitspläne, setzen Reinigungs- oder Serviceroboter gezielt ein und leiten Küchen- sowie Reinigungspersonal an. So sichern sie eine lückenlose Versorgung, wirtschaftliche Haushaltsführung und ein gepflegtes Wohn- oder Arbeitsumfeld.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen4
- I.d.R. Abschluss in einem einschlägigen anerkannten Ausbildungsberuf
- Zusätzlich Berufspraxis
- Je nach Bundesland Hauptschulabschluss oder mittlerer Bildungsabschluss
- Beim Umgang mit Lebensmitteln Belehrung und Bescheinigung des Gesundheitsamtes
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Wirtschafter/in?
Das Gehalt als Wirtschafter/in in der Hauswirtschaft liegt typischerweise bei 3.349 € brutto im Monat. Je nach Region, Arbeitgeber und Verantwortungsbereich kannst du zwischen 2.658 € und 4.045 € verdienen. Leitungsaufgaben oder Zusatzqualifikationen wirken sich oft positiv auf das Einkommen aus.
Wie lange dauert die Weiterbildung zur Wirtschafter/in?
Die Weiterbildung zum/zur staatlich geprüften Wirtschafter/in Fachrichtung Hauswirtschaft dauert in Vollzeit meist ein bis zwei Jahre. Entscheidest du dich für eine Teilzeitform, verlängert sich die Dauer entsprechend, lässt sich dafür aber besser mit einer laufenden Beschäftigung kombinieren.
Ist der Beruf als Wirtschafter/in körperlich anstrengend?
Der Beruf als Wirtschafter/in ist durchaus körperlich fordernd. Rücken, Beine, Arme und Hände werden beim Heben, Servieren, Putzen oder langen Stehphasen stark beansprucht. Eine gute Grundfitness und Ausdauer helfen dir, den Arbeitsalltag ohne Beschwerden zu meistern.
Wie sind die Berufsaussichten als Wirtschafter/in?
Die Berufsaussichten als Wirtschafter/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch Stellen frei werden. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel gering, offene Stellen werden daher meist schnell besetzt und die Konkurrenz unter Bewerber/innen etwas größer.
Welche digitalen Skills braucht man als Wirtschafter/in?
Im hauswirtschaftlichen Management sind heute vielfältige digitale Fähigkeiten gefragt. Du solltest Dokumentenmanagementsysteme für Speise- oder Dienstpläne beherrschen, Reinigungs- und Serviceroboter programmieren können, Leistungsnachweise per vernetzter Tourenplanung erfassen und Assistenzsysteme im Haushalt (Ambient Assisted Living) sicher bedienen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Wirtschafter/in?
Die Arbeitsbedingungen als Wirtschafter/in sind facettenreich, bringen aber auch einige Belastungen mit sich. Du übernimmst Verantwortung für Kinder, ältere oder pflegebedürftige Menschen, beachtest Lebensmittel- und Hygieneregeln und wechselst häufig zwischen Küche, Lager, Büro, Garten oder Stall. Dabei arbeitest du teils bei Hitze am Herd, bei Kälte oder Nässe im Freien und kommst mit Dämpfen oder Reinigungsmitteln in Kontakt.
Kann man sich als Wirtschafter/in selbständig machen?
Ja, das ist möglich. Viele Wirtschafter/innen gründen einen eigenen Dienstleistungsbetrieb und bieten hauswirtschaftliche Versorgung, Menüservice oder Betreuung in Privathaushalten an. Für den Schritt in die Selbständigkeit brauchst du neben Fachwissen auch betriebswirtschaftliches Know-how sowie Beratung zu Hygienevorschriften und Versicherungen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Wirtschafter/innen?
Für Wirtschafter/innen stehen vielfältige fachliche und kaufmännische Fortbildungen offen. Du kannst dich in Hauswirtschaft, Diätwesen, Ernährung, Küchen- und Lebensmittelhygiene spezialisieren oder dein Wissen in Finanz- und Rechnungswesen sowie Betriebswirtschaftslehre vertiefen, um Führungsaufgaben zu übernehmen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Wirtschafter/in?
Karrierechancen bieten vor allem Leitungsfunktionen, etwa als Team- oder Bereichsleitung in Großküchen, Pflegeeinrichtungen oder Dienstleistungsbetrieben. Mit Erfahrung kannst du auch Ausbilder/in oder Lehrgangsleiter/in werden oder dich auf Qualitäts- und Hygienemanagement spezialisieren.
