Gleichstellungsbeauftragter/Gleichstellungsbeauftragte
Über den Beruf
Gleichstellungsbeauftragte beraten Mitarbeitende zu Gleichberechtigung, Diskriminierung und Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Sie überwachen, dass das Gleichstellungsgesetz im Betrieb eingehalten wird, und wirken bei Personalentscheidungen mit, damit niemand benachteiligt wird. Dazu erstellen sie Frauenförder- und Gleichstellungspläne, verhandeln deren Umsetzung und prüfen den Fortschritt. Bei Beschwerden begleiten sie Betroffene, nutzen Deeskalationstechniken und vermitteln an externe Stellen wie Frauenhäuser oder Gewerkschaften. Für Führungskräfte und Teams organisieren sie Schulungen zu Gender Mainstreaming und Chancengleichheit, entwickeln Informationsmaterialien und beantworten Fragen zum beruflichen Fortkommen. Öffentlichkeitsarbeit gehört ebenfalls dazu: Sie pflegen Netzwerke zu Behörden, Verbänden und Wissenschaft, bereiten Pressemitteilungen vor und präsentieren Statistiken. Häufig leiten sie zudem die Gleichstellungsstelle, planen Budget und Personal und werten Rechtsänderungen aus, um Maßnahmen anzupassen.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Oft wird ein abgeschlossenes Studium der Rechtswissenschaften, des Wirtschaftsrechts oder eines Studienfachs mit Bezug zum jeweiligen Verbandsbereich vorausgesetzt.
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Gleichstellungsbeauftragte/r?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.999 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.895 € und 7.257 €. In der öffentlichen Verwaltung richtet sich die Bezahlung meist nach Tarifgruppen, während in freien Trägern oder Unternehmen individuelle Verträge üblich sind.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Gleichstellungsbeauftragte/r?
Die Arbeit als Gleichstellungsbeauftragte/r findet überwiegend in Büroräumen statt und beinhaltet viel Bildschirmarbeit. Du stehst dabei ständig in Kontakt mit Mitarbeitenden und Führungskräften, sodass Kundenkontakt ein fester Bestandteil des Jobs ist. Wer vor allem draußen oder handwerklich arbeiten möchte, wird hier eher nicht fündig.
Womit arbeitet man als Gleichstellungsbeauftragte/r?
Zum Alltag gehören PC, Internetzugang, Telefon und Videokonferenztools. Außerdem nutzt du Rechtsvorschriften, Frauenförder- und Gleichstellungspläne sowie eigene Schulungs- und Informationsunterlagen. Diese Unterlagen brauchst du, um Beratungen vorzubereiten und Maßnahmen zu dokumentieren.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Gleichstellungsbeauftragte/r?
Weiterbildungen drehen sich häufig um Arbeitsrecht, Gesprächsführung oder Konfliktmanagement. Beliebt sind auch Seminare in Mediation, betriebliches Sozialwesen oder speziellen Rechtsgebieten wie Sozial- und Antidiskriminierungsrecht. Mit solchen Kursen vertiefst du deine Beratungskompetenz und bleibst fachlich auf dem neuesten Stand.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Gleichstellungsbeauftragte/r?
Aufstiegschancen ergeben sich vor allem über einen Master oder eine Promotion, etwa in Rechtswissenschaft, Wirtschaftsrecht, Sozialwissenschaften, Soziologie, Soziale Arbeit oder Gender Studies. Ein Master in Gender Studies oder Wirtschaftsrecht qualifiziert dich für leitende Funktionen in Verwaltung oder Verbänden. Mit Promotion kannst du in Forschung oder Hochschullehre wechseln und langfristig eine Professur anstreben.
