Soziologie (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Soziologie (Master)

Auch bekannt als: Soziologe/Soziologin · Sociologist (m/f)

BerufsfeldSprachen, Kultur & Gesellschaft
Arbeitsortein Büroräumen · in Besprechungs- und Unterrichtsräumen · in Bibliotheks- und Archivräumen (für Recherchetätigkeiten) · in Seminarräumen sowie Hörsälen · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge410

Über den Beruf

Soziolog/innen erforschen mit theoretischen Modellen und empirischen Studien, wie Menschen zusammenleben, arbeiten und konsumieren. Sie entwickeln Fragestellungen, entwerfen Interviews oder Online-Umfragen, sammeln große Datenmengen und prüfen sie mit Statistik- und Data-Mining-Tools. Die Ergebnisse interpretieren sie, schreiben Fachartikel, Gutachten oder Medienbeiträge und präsentieren ihre Befunde vor Auftraggebern oder Fachpublikum. In Markt- und Meinungsforschung bewerten sie etwa das Potenzial neuer Produkte, in Technikfolgenabschätzungen untersuchen sie gesellschaftliche Auswirkungen neuer Technologien. Redaktionen nutzen ihre Zielgruppenanalysen; im Personalwesen planen sie Assessment-Center und beraten bei Organisationsentwicklung. In der Öffentlichkeitsarbeit formulieren sie Pressemitteilungen und entwickeln Kommunikationsstrategien. Wer an Hochschulen arbeitet, konzipiert Vorlesungen, setzt digitale Tafeln oder MOOCs ein und betreut Studierende. Manche arbeiten freiberuflich, beispielsweise als Berater/innen für PR oder Unternehmensstrategie.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen4
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Soziologie
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule Auswahl nach Leistungen im ersten Hochschulstudium
  • Ggf. Englischkenntnisse

Passende Studiengänge410

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Soziologe/in?

Soziolog/innen verdienen typischerweise 5.414 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.430 € und 6.546 €. Tarifverträge sind in diesem Beruf eher selten, daher wirken sich Branche, Verantwortungsbereich und Arbeitgebergröße spürbar auf dein Einkommen aus.

Wie sind die Berufsaussichten als Soziologe/in?

Die Berufsaussichten als Soziologe/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung soll bis 2040 wachsen. Gleichzeitig wird es für Arbeitgeber immer schwieriger, passende Fachkräfte zu finden – für dich sinkt die Konkurrenz langfristig. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering und offene Stellen werden schnell besetzt. Zudem stehen weniger Altersabgänge an als in vielen anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Soziologe/in?

Wichtig sind Werkzeuge zur Datenanalyse wie Data-Mining- oder Audio-Mining-Software, um große Mengen an Text- und Audio­daten auszuwerten. Du solltest Dokumenten- und Formularmanagementsysteme beherrschen, Forschungsergebnisse über Open-Access-Plattformen veröffentlichen können und in der Lehre mit digitalen Tafeln, MOOCs oder Blended-Learning-Formaten arbeiten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Soziologe/in?

Der Berufsalltag spielt sich überwiegend am Bildschirm und in Büros, Seminar- oder Besprechungsräumen ab. Du trägst Verantwortung für Personen, etwa wenn du Studierende betreust oder Firmen berätst, und hast dabei permanent Kunden- bzw. Auftraggeberkontakt. Präsenzlehre, Internetrecherchen und das Auswerten von Fragebögen wechseln sich dabei ab.

Womit arbeitet man als Soziologe/in?

Zum Handwerkszeug gehören Fachliteratur, Erhebungsinstrumente wie Fragebögen, Interview-Leitfäden und Aufnahmetechnik für Beobachtungen. Am Schreibtisch nutzt du Datenbanken, Statistik-Programme, PC, Internetzugang, Telefon und Beamer, um Daten zu analysieren und Ergebnisse zu präsentieren.

Kann man sich als Soziologe/in selbständig machen?

Ja, viele Soziolog/innen arbeiten freiberuflich, z.B. in einer eigenen Agentur für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder in der Personal- und Unternehmensberatung. Dabei verkaufst du deine Expertise projektbezogen an Firmen, Organisationen oder öffentliche Auftraggeber.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Soziologe/in?

Fachspezifische Kurse in Soziologie, Politik oder Statistik vertiefen dein Methodenwissen. Seminare zu Statistikprogrammen, Marktforschung, Public Relations, Journalistik oder Personalentwicklung erweitern dein Profil für unterschiedliche Einsatzfelder.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Soziologe/in?

Ein wesentlicher Karriereschritt ist die Promotion, die dir den Weg in leitende Forschungs- oder Beratungstätigkeiten öffnet. Wer an einer Hochschule bleiben will, qualifiziert sich danach über eine Habilitation für Professuren. Auch in Unternehmen oder Verwaltungen verbessert eine Doktorarbeit deine Chancen auf Führungspositionen.

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