Sozialwissenschaften (Master)
Auch bekannt als: Sozialwissenschaftler/in · Social scientist (m/f)
Über den Beruf
Sozialwissenschaftler und Sozialwissenschaftlerinnen untersuchen gesellschaftliche Strukturen, erheben Daten und interpretieren Trends. Sie konzipieren Befragungen oder Beobachtungsstudien, steuern Interviewteams und werten Ergebnisse mit Statistik- und Data-Mining-Tools aus. In der Markt- und Meinungsforschung ermitteln sie Wählerverhalten oder Kaufabsichten, bereiten Resultate anschaulich auf und beraten Unternehmen sowie öffentliche Auftraggeber. In Redaktionen prüfen sie Manuskripte, recherchieren Fakten und verfassen Reportagen oder Fachbeiträge. In der Öffentlichkeitsarbeit analysieren sie das Image von Organisationen und entwickeln Pressemitteilungen oder Kampagnen. An Hochschulen verbinden sie eigene Forschungsprojekte mit Lehre, halten Vorträge, betreuen Studierende und publizieren in Fachzeitschriften oder Büchern. Digitale Methoden wie Sentiment-Analyse oder Online-Umfragen gewinnen dabei an Bedeutung. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in Unternehmensstrategien, Wahlkampagnen oder Bildungsprogramme ein.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen5
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Sozialwissenschaften
- Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
- Ggf. Englischkenntnisse
Passende Studiengänge2019
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Sozialwissenschaftler/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.414 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Branche und Region kannst du zwischen 4.430 € und 6.546 € verdienen.
Wie sind die Berufsaussichten als Sozialwissenschaftler/in?
Die Berufsaussichten als Sozialwissenschaftler/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, was zusätzliche Stellen schafft. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber schwieriger, Fachkräfte zu finden; die Konkurrenz unter Bewerber/innen sinkt langfristig. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering, offene Stellen werden daher schnell besetzt. Außerdem gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, sodass kurzfristig weniger Positionen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Sozialwissenschaftler/in?
Für die Arbeit als Sozialwissenschaftler/in sind fortgeschrittene Analyse- und Präsentationstools wichtig. Du solltest Data-Mining-Software für große Datensätze beherrschen, Dokumentenmanagementsysteme zur Verwaltung deiner Quellen nutzen und Online-Lernplattformen wie MOOCs oder Blended-Learning-Formate aufsetzen können. Auch Audio-Mining-Systeme und interaktive Digitale Tafeln kommen immer häufiger zum Einsatz.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Sozialwissenschaftler/in?
Der Arbeitsalltag spielt sich meist in Büro-, Seminar- und Unterrichtsräumen ab und ist stark von Bildschirmarbeit geprägt. Du wechselst zwischen Recherche am PC, der Auswertung von Fragebögen, Beratungsgesprächen mit Auftraggebern und Lehrveranstaltungen vor Gruppen. Dabei trägst du häufig Verantwortung für Studierende oder Projektteams und dokumentierst Lehr- bzw. Forschungsziele sorgfältig.
Womit arbeitet man als Sozialwissenschaftler/in?
Sozialwissenschaftler/innen arbeiten mit Fachliteratur, Primärquellen und umfangreichen Datensätzen, die sie etwa per Interview oder Online-Fragebogen erheben. Zur Auswertung dienen Datenbanken und Statistiksoftware auf dem PC; für Präsentationen nutzt du Beamer oder digitale Whiteboards. Klassische Recherchemittel wie Bibliotheks- und Archivbestände ergänzen die digitale Ausstattung.
Kann man sich als Sozialwissenschaftler/in selbständig machen?
Eine Selbständigkeit ist in diesem Beruf gut möglich. Viele Sozialwissenschaftler/innen gründen eine eigene Agentur für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder bieten freiberuflich Personal- und Unternehmensberatung an. Ein solides Netzwerk und betriebswirtschaftliches Know-how erleichtern den Start.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Sozialwissenschaftler/in?
Nach dem Master kannst du dich fachlich breiter aufstellen, zum Beispiel mit Kursen in Marktforschung, Statistikprogrammen, Wahrscheinlichkeitsrechnung oder Public Relations. Seminare zu Personalplanung, betrieblicher Organisation, Journalistik oder Publizistik erweitern zusätzlich dein Einsatzspektrum.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Sozialwissenschaftler/in?
Mit einer Promotion in Sozialwissenschaften, Soziologie, Sozialökonomie oder Gender Studies kannst du leitende Forschungsaufgaben übernehmen oder in der Verwaltung höherrangige Positionen erreichen. Wer eine Professur anstrebt, benötigt meist anschließend eine Habilitation.
