Wirtschaftsrecht (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Wirtschaftsrecht (Bachelor)

Auch bekannt als: Wirtschaftsjurist/in · Unternehmensjurist/in · Commercial lawyer (m/f)

BerufsfeldRecht & Verwaltung
Arbeitsortein Büroräumen · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre
Studiengänge79

Über den Beruf

Wirtschaftsjurist/innen prüfen Verträge, beraten Geschäftsleitungen in Rechts- und Steuerfragen und verhandeln Konditionen mit Geschäftspartnern. Sie analysieren Produkte, Projekte oder strategische Vorhaben auf ihre rechtliche Durchsetzbarkeit, erkennen Risiken und entwickeln Lösungsvorschläge. In der Rechtsabteilung entwerfen sie Arbeits-, Liefer- oder Lizenzverträge, formulieren Schriftsätze und erstellen Gutachten. Sie begleiten Steuererklärungen, kontrollieren Bilanzen und führen Wirtschaftlichkeitsanalysen durch. Bei offenen Forderungen leiten sie Mahnverfahren ein, bereiten Prozesse vor und kooperieren mit externen Anwälten. Mittels Dokumentenmanagementsystemen, Compliance-Software und Legal-Tech-Tools überwachen sie interne Abläufe und dokumentieren Entscheidungen. Auch in Marketing, Personal oder Vertrieb gestalten sie Betriebsvereinbarungen, schützen Markenrechte und steuern die rechtliche Seite neuer Produkte bis zur Markteinführung. Damit setzen sie Ansprüche durch und schützen das Unternehmen vor Haftungsrisiken.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität, Fachhochschule
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen4
  • Hochschulreife oder Fachhochschulreife
  • Oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis des Bundeslandes, z.B. vom Kultusministerium
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Bei dualen Studiengängen i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen (Praxispartner)

Passende Studiengänge79

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Wirtschaftsjurist/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.902 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 5.290 € und 6.599 €.

Wie lange dauert das Studium in Wirtschaftsrecht?

Die Regelstudienzeit für den Bachelor beträgt 6 bis 8 Semester, also 3 bis 4 Jahre. Praxis- oder duale Phasen können das Studium auf bis zu vier Jahre strecken, weil Vorlesungen und Unternehmenszeiten sich abwechseln.

Welche Schulfächer sind wichtig für Wirtschaftsrecht?

Ein guter Einstieg gelingt dir mit soliden Kenntnissen in Wirtschaft/Recht, Mathematik, Deutsch und Englisch.

Wie sind die Berufsaussichten als Wirtschaftsjurist/in?

Die Berufsaussichten als Wirtschaftsjurist/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst bis 2040, was zwar zusätzliche Stellen schafft. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel gering – offene Jobs werden schnell besetzt und die Konkurrenz ist schon jetzt hoch. Bis 2040 nimmt dieser Bewerberwettbewerb voraussichtlich weiter zu, weil Arbeitgeber noch leichter qualifizierte Kandidaten finden.

Welche digitalen Skills braucht man als Wirtschaftsjurist/in?

Im Alltag arbeitest du mit Compliance-Management-Systemen, Dokumentenmanagementsystemen und E-Akten. Legal-Tech-Tools, KI-gestütztes Wissensmanagement, Predictive Analytics und Robotic Process Automation helfen dir, Verträge zu prüfen, Daten auszuwerten und Routineprozesse zu automatisieren. Wer diese Anwendungen sicher beherrscht, ist klar im Vorteil.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Wirtschaftsjurist/in?

Die Tätigkeit spielt sich überwiegend am Bildschirm in Büro- oder Homeoffice-Umgebungen ab. Du trägst Verantwortung für sensible Sachwerte wie Verträge, Bilanzen oder Schadensakten und stehst regelmäßig mit Kunden oder Geschäftsleitungen in Kontakt. Gleichzeitig musst du eine Fülle von Vorschriften und Gesetzen einhalten.

Kann man sich als Wirtschaftsjurist/in selbständig machen?

Ja, eine freiberufliche Beratung in wirtschafts- oder arbeitsrechtlichen Fragen ist möglich. Du kannst Unternehmen oder Behörden projektweise unterstützen. Eine eigene Anwaltskanzlei darfst du jedoch erst gründen oder übernehmen, wenn du zusätzlich das Zweite juristische Staatsexamen abgelegt hast.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Wirtschaftsjurist/in?

Kurze Zertifikatskurse in Arbeitsrecht, Europarecht, Internationalem Recht oder Steuerrecht vertiefen dein Profil. Auch Seminare zu Wirtschaftsprüfung, Steuern oder Unternehmensberatung eröffnen dir neue Einsatzfelder.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Wirtschaftsjurist/in?

Für Führungs- oder Spezialistenrollen lohnt sich ein Master in Wirtschaftsrecht oder Rechtswissenschaft. Eine Promotion kann den Weg in Forschung, gehobene Positionen der Privatwirtschaft oder den höheren öffentlichen Dienst ebnen; wer Professor/in werden möchte, braucht meist zusätzlich eine Habilitation.

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