Wirtschaftsrecht (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Wirtschaftsrecht (Master)

Auch bekannt als: Wirtschaftsjurist/in · Unternehmensjurist/in · Commercial lawyer (m/f)

BerufsfeldRecht & Verwaltung
Arbeitsortein Büroräumen · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge79

Über den Beruf

Wirtschaftsjurist/innen prüfen Verträge, beraten Geschäftsleitungen in Rechts- und Steuerfragen und verhandeln Konditionen mit Geschäftspartnern. Sie analysieren Produkte, Projekte oder strategische Vorhaben auf ihre rechtliche Durchsetzbarkeit, erkennen Risiken und entwickeln Lösungsvorschläge. In der Rechtsabteilung entwerfen sie Arbeits-, Liefer- oder Lizenzverträge, formulieren Schriftsätze und erstellen Gutachten. Sie begleiten Steuererklärungen, kontrollieren Bilanzen und führen Wirtschaftlichkeitsanalysen durch. Bei offenen Forderungen leiten sie Mahnverfahren ein, bereiten Prozesse vor und kooperieren mit externen Anwälten. Mittels Dokumentenmanagementsystemen, Compliance-Software und Legal-Tech-Tools überwachen sie interne Abläufe und dokumentieren Entscheidungen. Auch in Marketing, Personal oder Vertrieb gestalten sie Betriebsvereinbarungen, schützen Markenrechte und steuern die rechtliche Seite neuer Produkte bis zur Markteinführung. Damit setzen sie Ansprüche durch und schützen das Unternehmen vor Haftungsrisiken.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen6
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Wirtschaftsrecht
  • Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
  • Bei dualen Studiengängen i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen (Praxispartner)
  • Ggf. Englischkenntnisse

Passende Studiengänge79

Karriere & Weiterbildung

Wirtschaftsrecht (Master)Aktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Wirtschaftsjurist/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.886 € brutto im Monat. Je nach Branche, Erfahrung und Standort kannst du ab etwa 5.328 € verdienen; mit Leitungsaufgaben oder Spezialwissen ist auch deutlich mehr drin.

Wie sind die Berufsaussichten als Wirtschaftsjurist/in?

Die Berufsaussichten als Wirtschaftsjurist/in sind eher schwierig. Zwar wächst die Beschäftigung bis 2040, doch der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen werden meist schnell besetzt, was den Wettbewerb verschärft. Zusätzlich steigt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Unternehmen leichter qualifiziertes Personal finden. Wer sich auf gefragte Rechtsgebiete spezialisiert oder Legal-Tech-Know-how mitbringt, verbessert seine Chancen.

Welche digitalen Skills braucht man als Wirtschaftsjurist/in?

Gefragt ist der souveräne Umgang mit Legal-Tech-Tools, etwa Dokumentenmanagement-Systemen, Compliance-Software und elektronischen Akten. Du solltest außerdem KI-gestützte Recherche- und Wissensmanagement-Systeme, Predictive-Analytics-Lösungen oder Robotic-Process-Automation verstehen, um Routineprozesse zu automatisieren und Daten rechtssicher auszuwerten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Wirtschaftsjurist/in?

Du arbeitest überwiegend in Büro- und Besprechungsräumen und verbringst viel Zeit vor dem Bildschirm. Regelmäßiger Kundenkontakt, strenge Fristen und die Einhaltung zahlreicher gesetzlicher Vorgaben prägen den Alltag. Gleichzeitig trägst du Verantwortung für Vermögenswerte und kannst oft flexibel im Homeoffice arbeiten.

Womit arbeitet man als Wirtschaftsjurist/in?

Zum Handwerkszeug gehören Gesetzestexte, Kommentare, Vertragsentwürfe und Statistiken genauso wie juristische Datenbanken, PC, Internetzugang und Telefon. Für Analysen nutzt du Betriebs- und Wirtschaftlichkeitsberichte, Buchhaltungsunterlagen sowie digitale Archiv- und Recherche-systeme.

Kann man sich als Wirtschaftsjurist/in selbständig machen?

Ja, du kannst dich freiberuflich als Berater/in für wirtschafts- oder arbeitsrechtliche Fragen selbständig machen oder Aufträge für öffentliche Einrichtungen übernehmen. Eine eigene Anwaltskanzlei darfst du jedoch erst nach dem Zweiten juristischen Staatsexamen gründen oder übernehmen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Wirtschaftsjurist/in?

Fachspezifische Seminare in Wirtschafts-, Arbeits- oder Europarecht, Steuerrecht oder Wirtschaftsprüfung halten dein Wissen aktuell. Daneben öffnen Zertifikatskurse in Unternehmensberatung oder Compliance neue Tätigkeitsfelder.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Wirtschaftsjurist/in?

Mit einer Promotion in Wirtschaftsrecht oder Rechtswissenschaft kannst du Führungspositionen in Forschung, Verwaltung oder Unternehmensjuristerei anstreben. Wer eine Hochschulkarriere plant, benötigt anschließend meist eine Habilitation. In Unternehmen führt Berufserfahrung häufig zur Leitung der Rechtsabteilung oder zum Posten als Chief Compliance Officer.

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