Fuger, Verfuger / Fugerin, Verfugerin
Über den Beruf
Fuger/innen (auch Verfuger/innen genannt) dichten Fugen an Mauerwerk, Fenstern, Balkonen und Terrassen ab. Sie prüfen den Untergrund, entfernen lose Bestandteile und reinigen die Fläche. Danach wählen sie passende Verfugungsmassen – vom zementhaltigen Mörtel bis zu dauerelastischem Silikon – und pressen diese mit Fugenpistolen oder Spritzgeräten in die Zwischenräume. Risse im Mauerwerk füllen sie auf, komplette Fassaden können sie säubern und mit Imprägnierungen gegen Feuchtigkeit schützen. Nach dem Aushärten kontrollieren sie per Sicht- oder Leckprüfung, ob die Abdichtung dicht ist, und bessern bei Bedarf nach. Sanierungsaufträge an beschädigten Fugen führen sie ebenso aus wie die Erstellung von Aufmaßskizzen zur Dokumentation ihrer Arbeit. So bleibt das Bauwerk langfristig vor Feuchteschäden und Wärmeverlust geschützt.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Zugang ist kein festgelegter Bildungsweg vorgeschrieben. Eine Ausbildung im Bauwesen kann dabei von Vorteil sein.
Zugangswege
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Fuger/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.709 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.144 € und 4.177 €. Mit Spezialkenntnissen oder Verantwortung für größere Bauabschnitte kannst du dein Einkommen zusätzlich erhöhen.
Wie sind die Berufsaussichten als Fuger/in?
Die Berufsaussichten als Fuger/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – ein Pluspunkt für Bewerber/innen. Viele Altersabgänge kommen hinzu, wodurch weitere Jobs frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, was das Wachstum der Branche bremst.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fuger/in?
Du hast täglich mit Staub, Lärm, Feuchtigkeit sowie Hitze oder Kälte zu tun und trägst Schutzhelm, Handschuhe und Sicherheitsschuhe. Schweres Heben von Zement- oder Mörtelsäcken gehört ebenso dazu wie das Arbeiten unter Absturzgefahr.
Womit arbeitet man als Fuger/in?
Zu den Materialien zählen Zement, Mörtel, Silikon, Acryl und Elastomerfugenbänder. Du nutzt Fugenpistolen, Mörtelpressen, Spritzgeräte und bei Dichtheitsprüfungen auch Leckmeldeanlagen. Gerüste, Leitern sowie Bau- und Verlegepläne unterstützen dich beim präzisen Arbeiten an Fassaden, Fenstern oder Terrassen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Fuger/innen?
Kurzlehrgänge in Bauwerksabdichtung, Bauschadensanierung, Beton- und Stahlbetonbau, Trockenbau oder allgemeiner Bautechnik vertiefen dein Fachwissen. Schulungen im Fenster-, Türen- und Treppenbau erweitern dein Einsatzgebiet und können deine Chancen auf besser bezahlte Projekte steigern.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Fuger/innen?
Ein nächster Schritt kann eine Ausbildung zur/zum Bauwerksabdichter/in sein, um komplexere Abdichtungsarbeiten zu übernehmen. Darauf aufbauend qualifiziert dich die Aufstiegsweiterbildung zur/zum Polier/in im Hochbau für die Baustellenleitung. Noch mehr Verantwortung trägst du als staatlich geprüfte/r Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik – egal ob Hochbau, Ausbau oder Bauerneuerung – wo du Planung, Teamführung und Qualitätskontrolle übernimmst.
