Ausbaufacharbeiter/Ausbaufacharbeiterin Schwerpunkt Stuckateurarbeiten
Auch bekannt als: Construction finishing worker (m/f) - specialising in decorative plaster works
Über den Beruf
Ausbaufacharbeiter/innen mit dem Schwerpunkt Stuckateurarbeiten verputzen Innenräume und Fassaden, ziehen schmückende Stuckprofile und montieren Trockenbauteile ein. Vor jedem Arbeitsschritt prüfen sie den Untergrund, spachteln Unebenheiten aus und befestigen bei Bedarf Putzträger oder Armierungsgewebe. Anschließend mischen sie passende Mörtelsorten, tragen den Putz von Hand oder mit Maschinen auf und glätten die Fläche. Für Drahtputzwände errichten sie zunächst eine stabile Unterkonstruktion, bevor sie den Putz aufbringen. Neben klassischen Kalk- und Gipsmörteln setzen sie Dämmputze ein, um Wärme-, Kälte- oder Schallschutz zu verbessern. Im Trockenbau stellen sie Leichtbauwände aus Gipskartonplatten auf, verspachteln Fugen und integrieren vorgefertigte Elemente wie Türzargen. Bei Restaurierungen fertigen sie Modelle, ziehen Stuckprofile am Ziehtisch und versetzen diese präzise an Decken oder Fassaden.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Ausbaufacharbeiter/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.352 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.954 € und 3.781 €. Tarifverträge im Baugewerbe und zusätzliche Qualifikationen können das Einkommen weiter steigern.
Wie lange dauert die Ausbildung zur/zum Ausbaufacharbeiter/in?
Die duale Ausbildung zur/zum Ausbaufacharbeiter/in Schwerpunkt Stuckateurarbeiten dauert 2 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen kann sie verkürzt oder verlängert werden, etwa bei einschlägiger Vorbildung oder schulischen Defiziten.
Ist der Beruf als Ausbaufacharbeiter/in körperlich anstrengend?
Der Beruf ist körperlich fordernd, weil häufig schwere Zementsäcke und Trockenputzplatten gehoben und über Kopf verarbeitet werden. Du brauchst Ausdauer für längere Tätigkeiten im Knien, robuste Gesundheit gegen Staub, Feuchtigkeit und extreme Temperaturen sowie Schwindelfreiheit für Arbeiten auf Leitern und Gerüsten.
Wie sind die Berufsaussichten als Ausbaufacharbeiter/in?
Die Berufsaussichten als Ausbaufacharbeiter/in sind ausgeglichen. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Viele Altersabgänge werden erwartet, sodass zusätzliche Jobs frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, weshalb langfristige Flexibilität wichtig bleibt.
Welche digitalen Skills braucht man als Ausbaufacharbeiter/in?
Im Berufsalltag kommen zunehmend digitale Werkzeuge zum Einsatz, etwa 3-D-Drucker für maßgefertigte Zierprofile oder Apps, mit denen Wandflächen vermessen und Aufträge direkt versendet werden. Auch Color-Reader zur Farbauswahl und AR-Datenbrillen zur präzisen Platzierung von Verzierungen erleichtern deine Arbeit.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ausbaufacharbeiter/in?
Die Arbeitsbedingungen sind handwerklich geprägt und oft rau. Häufig kommst du auf Leitern oder Gerüsten in größeren Höhen zum Einsatz und bedienst Putz- sowie Mischmaschinen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ausbaufacharbeiter/in?
Nach der Ausbildung kannst du dich in Bereichen wie Putz- und Stuckarbeiten, Trockenbau oder Isolierung und Dämmung spezialisieren. Lehrgänge zu Bauschäden und ‑sanierung erweitern dein Fachwissen und verbessern deine Karrierechancen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Ausbaufacharbeiter/in?
Mit Berufserfahrung stehen dir verschiedene Aufstiegspfade offen. Du kannst etwa den Abschluss Stuckateurmeister/in oder Techniker/in Bautechnik (Ausbau) anstreben oder dich in Berufen wie Estrichleger/in, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in oder Zimmerer/Zimmerin spezialisieren.
