Bauwerksabdichter/Bauwerksabdichterin
Auch bekannt als: Abdichter/in · Bauwerksabdichtungstechniker/in · Masonry waterproofer (m/f)
Über den Beruf
Bauwerksabdichter/innen schützen Fundamente, Dächer und Verkehrsflächen vor Feuchtigkeit. Sie prüfen den Untergrund, bessern Risse aus und wählen passende Abdichtungsstoffe. Bitumen- und Kunststoffbahnen verschweißen sie mit Gasbrennern oder Schweißautomaten, flüssige Kunststoffe spachteln sie auf, Dämmstoffe legen sie ein. Im Tiefbau sichern sie Tunnel, Brücken und Deponien, im Hochbau dichten sie Flachdächer, Terrassen und Nassräume ab. Auch Industrieanlagen erhalten von ihnen Sperrschichten, damit keine Schadstoffe ins Grundwasser gelangen. Nach der Verlegung kontrollieren sie jede Naht, führen Lecktests durch und installieren automatische Meldesysteme. So verlängern sie die Lebensdauer von Bauwerken und halten Innenräume trocken.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Bauwerksabdichter/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.828 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 3.221 € und 4.551 € verdienen.
Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Bauwerksabdichter/in?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Du verbringst abwechselnd Zeit im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.
Welche Schulfächer sind wichtig?
Wichtige Schulfächer sind Mathematik, Werken/Technik, Chemie und Physik. Mathe hilft dir, Flächen aufzuteilen und den Materialbedarf zu berechnen, Technik und Chemie unterstützen beim Umgang mit Abdichtungsstoffen, Physik erleichtert das Verständnis von Belastungen an Bauwerksfugen.
Ist der Beruf körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert eine robuste Gesundheit und viel Kraft. Du hebst schwere Dämmplatten, arbeitest oft kniend oder über Kopf in Schächten und stehst bei Wind und Wetter auf Dächern oder Gerüsten.
Welche digitalen Skills braucht man als Bauwerksabdichter/in?
Digitale Werkzeuge spielen auch in diesem Beruf eine Rolle. Du solltest 3-D-Laserscanner bedienen können, Aufmaß-Apps für die Planung nutzen und bei Bedarf Datenbrillen verwenden, um Verlegepläne als AR-Ansicht einzublenden. Automatische Leckmeldeanlagen melden via Predictive-Maintenance-System frühzeitig, wenn eine Abdichtung instand gesetzt werden muss.
Wie sind die Arbeitsbedingungen?
Bauwerksabdichter/innen arbeiten überwiegend auf Baustellen und häufig im Freien oder in großer Höhe. Du trägst Schutzkleidung, bist Maschinenlärm, Staub, Dämpfen sowie Hitze oder Kälte ausgesetzt und nutzt Geräte wie Gasbrenner, Bitumenschmelzkocher oder Schweißautomaten.
Kann man sich als Bauwerksabdichter/in selbständig machen?
Eine Selbständigkeit ist möglich. Du kannst einen Betrieb für Bauisolierungen und Abdichtungen gründen, einen bestehenden übernehmen oder als Franchisenehmer/in arbeiten.
Wie sind die Berufsaussichten als Bauwerksabdichter/in?
Die Berufsaussichten als Bauwerksabdichter/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist aktuell hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Bauwerksabdichter/in?
Für Bauwerksabdichter/innen führen vor allem Weiterbildungen zum/zur Industriemeister/in Isolierung, Techniker/in Bautechnik oder Polier/in Hochbau in höhere Positionen. Mit solchen Abschlüssen kannst du Kolonnen anleiten, Baustellen organisieren und die Qualitätskontrolle übernehmen. Entscheidest du dich anschließend für ein Bachelorstudium im Bauingenieurwesen, öffnet sich dir sogar der Weg in Projektleitung und Bauleitung großer Vorhaben.
