Familientherapeut und Paartherapeut/Familientherapeutin und Paartherapeutin
Auch bekannt als: Couple and family therapist (m/f) · Marriage and family therapist (m/f)
Über den Beruf
Familientherapeut/innen und Paartherapeut/innen helfen Einzelnen, Paaren und Familien, festgefahrene Konflikte zu verstehen und konstruktiv zu lösen. Nach einer ausführlichen Anamnese setzen sie Tests und Beobachtungen ein, stellen eine psychologische Diagnose und definieren gemeinsam erreichbare Therapieziele. Auf dieser Basis entwickeln sie einen Behandlungsplan und wählen passende Methoden wie systemische Beratung, Gesprächstherapie, Gestalt- oder Gruppentherapie. In den Sitzungen trainieren sie Kommunikation, verändern belastende Verhaltensmuster und stärken Ressourcen der Beteiligten. Den Verlauf halten sie schriftlich fest, werten Zwischenergebnisse aus und passen ihre Strategien an. Nach Abschluss der Therapie führen sie Follow-up-Gespräche, um Fortschritte zu sichern. Zusätzlich erledigen sie Organisationsaufgaben, dokumentieren Leistungen und rechnen ihre Arbeit mit Krankenkassen oder Jugendämtern ab.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Zugang wird häufig ein passendes Studium vorausgesetzt.
Zugangswege
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Familientherapeut/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.594 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Träger und Region kannst du zwischen 3.201 € und 5.972 € verdienen.
Wie sind die Berufsaussichten als Familientherapeut/in?
Die Berufsaussichten als Familientherapeut/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Aktuell ist der Fachkräftemangel hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das ist vorteilhaft für Jobsuchende. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Positionen frei werden. Langfristig finden Arbeitgeber allerdings schneller Personal, sodass die Konkurrenz etwas zunimmt.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Familientherapeut/in?
Die Tätigkeit spielt sich meist in Beratungs- oder Therapieräumen ab und geht mit hoher Verantwortung für Klient/innen einher. Du hältst dich an vielfältige gesetzliche Vorgaben, dokumentierst Therapieverläufe digital und rechnest Leistungen korrekt ab. Häufig kommst du mit belastenden Geschichten in Kontakt, weswegen emotionale Stabilität wichtig ist.
Womit arbeitet man als Familientherapeut/in?
Zum Arbeitsalltag gehören Unterlagen wie Therapiekonzepte, Fragebögen und Behandlungsprotokolle. Außerdem nutzt du PC, Telefon und Videokonferenz-Tools, um Sitzungen zu organisieren, Dokumentationen zu erstellen und mit Klient/innen in Kontakt zu bleiben.
Kann man sich als Familientherapeut/in selbständig machen?
Ja, eine Selbständigkeit ist möglich, meist über die Eröffnung einer eigenen Beratungs- oder Therapiepraxis. In diesem Fall kümmerst du dich selbst um Akquise, Terminplanung und Abrechnung mit Kostenträgern.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Familientherapeut/in?
Du kannst dich z.B. in Psychotherapie, Familien- oder Elternberatung fortbilden. Auch Spezialisierungen in Jugendarbeit, Familienhilfe oder sozialer Beratung für bestimmte Zielgruppen erweitern dein Profil.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Familientherapeut/in?
Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über fachliche Spezialisierungen und höhere akademische Abschlüsse. Du kannst dich etwa zur/zum Fachpsychotherapeut/in für Erwachsene, Kinder und Jugendliche oder für neuropsychologische Psychotherapie qualifizieren. Ein Master- oder Promotionsstudium in Psychologie, Klinischer Psychologie oder Coaching & Supervision bereitet dich auf leitende Positionen in Forschung, Lehre oder großen Einrichtungen vor.
