Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Auch bekannt als: Facharzt/-ärztin für Psychosomatik · Ärztliche/r Psychotherapeut/in · Facharzt/-ärztin für Psychotherapeutische Medizin

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Untersuchungs- und Behandlungsräumen · in Patientenzimmern · in Büroräumen
Dauer5 Jahre
Offene Stellen2.077

Über den Beruf

Fachärzte und Fachärztinnen für psychosomatische Medizin und Psychotherapie ermitteln seelische Auslöser körperlicher Beschwerden, stellen Diagnosen und leiten Therapien ein. Sie erheben eine tiefenpsychologisch-biografische Anamnese, untersuchen Patient/innen und werten Befunddaten aus. Angst- und Essstörungen, chronische Schmerzen oder posttraumatische Belastungen behandeln sie mit Einzel-, Gruppen- oder Familientherapien und verabreichen bei Bedarf Medikamente. Sie intervenieren in akuten Krisen, beraten zu Suizid- und Suchtprophylaxe und planen Rehabilitationsmaßnahmen. Ihre Gutachten bewerten Leistungsfähigkeit, dienen Gerichten oder Krankenkassen und werden zusammen mit allen Therapieschritten in der elektronischen Patientenakte dokumentiert. Videosprechstunden, telemedizinische Tools und KI-gestützte Diagnosesysteme unterstützen dabei die tägliche Arbeit. In Kliniken koordinieren sie Visiten und leiten Stationen, in Praxen übernehmen sie zusätzlich Abrechnung und Praxismanagement. Nach abgeschlossener Therapie bleiben viele Patient/innen weiter unter Beobachtung, um Rückfälle früh zu erkennen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypStudienberuf (nach Weiterbildung): Facharzt/Fachärztin
AusbildungsartWeiterbildung nach Regelungen der Landesärztekammern
Dauer5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Approbation als Arzt/Ärztin oder Erlaubnis zur Berufsausübung

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Facharzt/Fachärztin für psychosomatische Medizin?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 88.848 € und 114.108 € pro Jahr. Dein tatsächliches Einkommen variiert je nach Tarifvertrag, Bundesland und ob du in einer Klinik, einer Praxis oder in eigener Niederlassung arbeitest.

Wie lange dauert die Facharzt-Weiterbildung in psychosomatischer Medizin?

Die Weiterbildung zur Fachärztin bzw. zum Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie dauert 5 Jahre. Nach erfolgreichem Abschluss darfst du die Facharztbezeichnung offiziell führen.

Wie sind die Berufsaussichten als Facharzt/Fachärztin für psychosomatische Medizin?

Die Berufsaussichten als Facharzt/Fachärztin für psychosomatische Medizin und Psychotherapie sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Bewerber/innen in eine starke Verhandlungsposition bringt. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Positionen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Facharzt/Fachärztin für psychosomatische Medizin?

Fachärzte/innen für psychosomatische Medizin und Psychotherapie arbeiten zunehmend digital. Du solltest Praxisverwaltungssysteme sicher beherrschen, KI-Agenten zur strukturierten Erfassung von Patientendaten einsetzen können und mit Affective-Computing-Tools umgehen, die Emotionen automatisiert analysieren. Game-Based-Learning-Konzepte oder Therapie-Roboter erweitern außerdem dein Instrumentarium in der Patientenarbeit.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Facharzt/Fachärztin für psychosomatische Medizin?

Der Arbeitsalltag ist geprägt von hoher Verantwortung und häufig emotional belastenden Situationen. Du arbeitest eng im Team, hast direkten Patientenkontakt und verbringst einen Teil der Zeit mit Dokumentation am Bildschirm. Bereitschafts-, Ruf- und Schichtdienste können je nach Einrichtung hinzukommen.

Womit arbeitet man als Facharzt/Fachärztin für psychosomatische Medizin?

Zum Einsatz kommen sowohl klassische Instrumente wie Reflexhämmer als auch Spezialgeräte zur Augenbewegungs-Stimulation in der Traumatherapie. Kreative Materialien – etwa Musikinstrumente, Malutensilien oder Massagebälle – unterstützen bestimmte Therapieformen. Für Befunde, Rezepte und Abrechnungen nutzt du digitale Patientendatenbanken und Bürosoftware.

Kann man sich als Facharzt/Fachärztin für psychosomatische Medizin selbständig machen?

Ja, das ist möglich. Viele Fachärztinnen und Fachärzte eröffnen eine eigene Praxis, schließen sich einer Gemeinschaftspraxis an oder gründen eine Privatklinik.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Facharzt/Fachärztin für psychosomatische Medizin?

Du kannst dich z.B. in speziellen Psychotherapie-Verfahren, Psychiatrie oder Case-Management fortbilden. Weitere Optionen sind Kurse in Gesundheitsmanagement, sozialer Beratungsarbeit oder Forschung und Entwicklung, um dein Profil zu erweitern.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Facharzt/Fachärztin für psychosomatische Medizin?

Aufstiegschancen ergeben sich über Zusatzbezeichnungen wie Psychoanalytiker/in oder Algesiologe/Algesiologin, mit denen du leitende Therapieaufgaben übernehmen kannst. Ein Master in Gesundheitsmanagement, Public Health oder Psychosozialer Beratung und Therapie erleichtert den Sprung in die Klinik- oder Praxisleitung. Wer wissenschaftlich vorankommen will, strebt eine Promotion und später eine Habilitation an, um sich für Professuren oder Chefarztposten zu qualifizieren.

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