Algesiologe/Algesiologin – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Algesiologe/Algesiologin

Auch bekannt als: Schmerztherapeut/in · Pain management specialist (m/f)

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Untersuchungs- und Behandlungsräumen · in Sprech- und Patientenzimmern · in Labors · in Hörsälen oder Unterrichtsräumen (bei Lehrtätigkeit)
Dauer280 Unterrichtsstunden (Teilzeit) bzw. 1 Jahr (Vollzeit)
Offene Stellen12

Über den Beruf

Algesiologen und Algesiologinnen analysieren chronische Schmerzen, stellen Diagnosen und entwickeln individuelle Therapiekonzepte. Dazu befragen sie Patient/innen mit standardisierten Fragebögen, werten Vorbefunde aus und führen körperliche Untersuchungen durch. Auf Basis der Ergebnisse kombinieren sie medikamentöse Behandlungen mit Verfahren wie Wärmetherapie, elektrischer Stimulation oder Akupunktur. Sie legen gemeinsam mit den Betroffenen erreichbare Therapieziele fest, passen den Plan regelmäßig an und betreuen auch palliativmedizinische Fälle. Neben der praktischen Behandlung schulen sie Patient/innen im Umgang mit Schmerzen, erstellen Gutachten und halten die gesamte Dokumentation für Abrechnung und Qualitätssicherung aktuell. In Schmerzpraxen oder Kliniken arbeiten sie eng mit Ärzteteams, Pflege und Psychologie zusammen; an Universitätskliniken beteiligen sie sich zudem an Forschung und Lehre.

Ausbildung & Zugang

BerufstypStudienberuf (plus Weiterbildung)
AusbildungsartWeiterbildung nach Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V.
Dauer280 Unterrichtsstunden (Teilzeit) bzw. 1 Jahr (Vollzeit)
Zugangsvoraussetzungen2
  • Facharztanerkennung
  • Zugang für klinisch tätige Ärzte und Ärztinnen

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Algesiologe/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 88.848 € und 114.108 € pro Jahr. In Privatkliniken oder einer eigenen Praxis kann dein Einkommen je nach Honorarvereinbarung, Patientenzahl und Region darüber oder darunter liegen.

Wie lange dauert die Weiterbildung als Algesiologe/in?

Die Zusatzqualifikation umfasst 280 Unterrichtsstunden in Teilzeit oder etwa ein Jahr in Vollzeit. Viele Ärztinnen und Ärzte absolvieren sie berufsbegleitend, wodurch sich der Zeitraum je nach Kursformat verlängern kann.

Ist der Beruf als Algesiologe/in körperlich anstrengend?

Der Beruf stellt moderate körperliche Anforderungen, etwa robuste Gesundheit, funktionstüchtige Hände und einen intakten Tastsinn. Beim Abtasten schmerzender Körperstellen oder Legen von Infusionen brauchst du Fingerspitzengefühl, und Desinfektionsmittel können die Haut belasten – Schutzkleidung ist daher Pflicht.

Wie sind die Berufsaussichten als Algesiologe/in?

Die Berufsaussichten als Algesiologe/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was dir die Jobsuche erleichtert. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Algesiologe/in?

Digitale Kompetenzen spielen in der Schmerztherapie eine wachsende Rolle. Du solltest mit elektronischen Patientenakten, Krankenhausinformationssystemen, Telemedizin sowie KI-basierten Tools wie Affective Computing und Predictive Analytics umgehen können.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Algesiologe/in?

Die Arbeit findet vor allem in Kliniken oder spezialisierten Schmerzpraxen statt und ist von engem Patientenkontakt geprägt. Du arbeitest im interdisziplinären Team, erstellst umfangreiche Dokumentation am Bildschirm, trägst regelmäßig Schutzkleidung und musst in emotional belastenden Situationen Ruhe bewahren.

Womit arbeitet man als Algesiologe/in?

Zum Arbeitsalltag gehören Medikamente, Infusions- und Injektionssysteme, Akupunkturnadeln sowie detaillierte Patientenunterlagen. Außerdem nutzt du PCs, Telefon und Patientendatenbanken, um Schmerztagebücher, Befunde und Gutachten zu dokumentieren.

Kann man sich als Algesiologe/in selbständig machen?

Algesiologen/innen können sich mit einer eigenen Praxis oder Privatklinik selbständig machen, auch als Teilhaber/innen. Als Inhaber/in trägst du zwar das wirtschaftliche Risiko, profitierst aber von freier Gestaltung des Therapieangebots und flexiblen Arbeitszeiten.

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