Psychotherapie (Bachelor)
Über den Beruf
Psychotherapeut/innen setzen psychologische Diagnostik ein, um das Erleben und Verhalten von Menschen wissenschaftlich zu erfassen. Sie verknüpfen Erkenntnisse aus Psychologie, Pädagogik, Medizin und Pharmakologie und planen damit angemessene Interventionen bei seelischen Belastungen. Biologische Faktoren, Lern- und Entwicklungsprozesse sowie mögliche pharmakologische Wirkungen beziehen sie gleichermaßen in ihre Arbeit ein. Während der Behandlung beobachten sie Veränderungen und passen ihr Vorgehen an aktuelle Forschungsergebnisse an. Auch Präventionskonzepte, die psychische Gesundheit fördern, entwickeln sie aus den genannten Fachgebieten. Ihre Tätigkeit ist durch die bundesweit gültige Approbationsordnung klar geregelt und garantiert wissenschaftliche Qualität sowie hohe ethische Standards. Interdisziplinäre Fallbesprechungen sichern dabei den Austausch mit Fachärzt/innen und Pädagog/innen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen4
- Allgemeine oder ggf. fachgebundene Hochschulreife oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Nachweis über Masernschutz für Praxisphasen in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen
- Ggf. weitere Schutzimpfungen oder Immunitätsnachweise, z.B. gegen Hepatitis A und B
Passende Studiengänge84
Studienangebote
Häufige Fragen
Was verdient man als Psychotherapeut/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.594 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.201 € und 5.972 €. Private Praxen, kommunale Kliniken oder spezialisierte Zentren zahlen unterschiedlich, daher lohnt sich ein Gehaltsvergleich.
Wie lange dauert das Studium in Psychotherapie?
Das Bachelorstudium ist auf sechs Semester beziehungsweise 3 Jahre ausgelegt. Praktika und klinische Einsätze sind darin bereits enthalten und können das Studium geringfügig verlängern, wenn sie nicht im Semesterplan untergebracht werden.
Welche Schulfächer sind wichtig für Psychotherapeut/innen?
Mathematik, Biologie, Chemie und Englisch gelten als besonders hilfreich. Gute Noten erleichtern dir zum Beispiel das Verständnis von Statistik, neurobiologischen Grundlagen und internationaler Fachliteratur.
Wie sind die Berufsaussichten als Psychotherapeut/in?
Die Berufsaussichten als Psychotherapeut/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist aktuell hoch – offene Stellen lassen sich schwer besetzen, was deine Chancen erhöht. Zusätzlich werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Positionen frei werden. Langfristig finden Arbeitgeber jedoch schneller Personal, sodass die Konkurrenz unter Bewerber/innen bis 2040 etwas zunimmt.
