Elektroniker/Elektronikerin für Informations- und Systemtechnik
Auch bekannt als: Elektroniker/in · Elektroniker/in - Informations- und Telekommunikationstechnik · Electronics technician (m/f) for information and system technology
Über den Beruf
Elektroniker/innen für Informations- und Systemtechnik entwickeln industrielle Automatisierungs-, Signal- und Kommunikationssysteme, montieren die Hardware und nehmen die Anlagen in Betrieb. Sie analysieren Kundenanforderungen, wählen Prozessorboards, Sensoren und Aktoren aus und passen Standardsoftware an. Betriebssysteme, Netzwerke und Sicherheitsfunktionen konfigurieren sie, programmieren Schnittstellen sowie Bedienoberflächen und vernetzen die Komponenten zu einem Gesamtsystem. Für Systemtests richten sie Messgeräte und Diagnosesoftware ein, simulieren Betriebsbedingungen und werten Signale aus. Treten Störungen auf, lokalisiert das Fachpersonal die Fehler, spielt Software-Updates ein oder tauscht Bauteile und gibt dem Kunden Support. Auch bestehende Anlagen optimieren sie, z.B. durch energiesparende Elektronik oder Embedded-Controller mit 5G-Anbindung. So bleiben Produktionslinien, Funknetze und Sicherheitseinrichtungen technisch aktuell und betriebsbereit.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik?
Elektroniker/innen für Informations- und Systemtechnik verdienen typischerweise 4.350 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.519 € und 5.410 €. Mit wachsender Verantwortung oder Spezialisierung kann das Gehalt weiter steigen.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik?
Im ersten Ausbildungsjahr erhältst du 1.231 € brutto im Monat, im zweiten 1.292 € und im dritten 1.385 €. Im vierten Jahr steigt die Vergütung auf 1.480 €, durchschnittlich liegen Azubis bei rund 1.324 €.
Wie lange dauert die Ausbildung zur Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik?
Die duale Ausbildung dauert regulär dreieinhalb Jahre. Bei sehr guten Leistungen oder einschlägiger Vorbildung kannst du sie mit Zustimmung von Betrieb und Berufsschule verkürzen.
Welche Schulfächer sind wichtig für Elektroniker/innen für Informations- und Systemtechnik?
Mathematik, Physik, Werken/Technik, Informatik und Englisch sind besonders relevant. Gute Kenntnisse darin erleichtern dir den Einstieg in Themen wie Messtechnik, Programmierung und das Lesen englischer Datenblätter.
Ist der Beruf als Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik körperlich anstrengend?
Der Beruf verlangt feinmotorische Arbeit mit funktionstüchtigen Armen und Händen sowie sicheres Farbsehen, etwa beim Löten oder Konfektionieren farbiger Kabel. Schweres Heben steht selten im Vordergrund, dennoch solltest du konzentriert und ausdauernd arbeiten können.
Wie sind die Berufsaussichten als Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik?
Die Berufsaussichten als Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik sind gut. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Bewerber/innen in eine starke Position bringt. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, weil Unternehmen länger nach Personal suchen müssen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, daher bleibt kontinuierliche Weiterbildung wichtig.
Welche digitalen Skills braucht man als Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik?
Moderne Projekte verlangen den sicheren Umgang mit Technologien wie 3-D-Druck, 5G-Vernetzung und Embedded Systems. Du arbeitest außerdem mit Echtzeitdatensystemen, konfigurierst intelligente Aktoren und nutzt Augmented-Reality-Tools für Wartungseinsätze. Kenntnisse im 3-D-Laserscanning oder in Connected-Buildings-Lösungen verschaffen dir zusätzliche Einsatzfelder.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik?
Der Arbeitsalltag wechselt zwischen Werkstatt, Produktionshalle, Büro und Kundenstandort. Du bedienst Mess- und Diagnosesysteme, trägst bei Montageeinsätzen Schutzkleidung und musst Sicherheitsvorschriften strikt einhalten. Präzisionsarbeit an Kleinstbauteilen gehört ebenso dazu wie Bereitschafts- oder Rufdienste, sodass sich die Anforderungen je nach Einsatzort schnell ändern können.
Womit arbeitet man als Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik?
Zum Werkzeug gehören Multimeter, Netzwerktester, Lötstationen und Elektronikzangen ebenso wie Mikrocomputer-Boards, Aktoren und Automatisierungskomponenten. Du verlegst Kabel, Klemmen und Steckverbindungen, dokumentierst alles in Schalt- oder Installationsplänen und nutzt Computertechnik mit Diagnosesoftware, um Programme aufzuspielen oder Prüfprotokolle zu erstellen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten habe ich als Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik?
Aufstiegschancen bieten Weiterbildungen zum/zur Industriemeister/in - Elektrotechnik oder zum/zur Techniker/in - Informatik, die für Team- und Projektleitungen qualifizieren. Entscheidest du dich für ein Bachelorstudium in Informations- und Kommunikationstechnik, Elektrotechnik oder IT-Sicherheit, kannst du Entwicklungsabteilungen führen oder ins technische Management aufsteigen. Ein anschließender Master in Softwaretechnik oder Informatik ebnet dir den Weg zu Aufgaben als Systemarchitekt/in oder Consultant/in mit internationaler Verantwortung.
