Informatik (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Informatik (Bachelor)

Auch bekannt als: Informatiker/in · Diplom-Ingenieur/Diplom-Ingenieurin (Uni) Fachrichtung Rechnersystemgestaltung und -BetriebDiplom-Ingenieur/Diplom-Ingenieurin (Uni) Fachrichtung SystemsoftwareComputer scientist (m/f)IT consultant (m/f) ·

BerufsfeldIT & Digitales
Arbeitsortein Büroräumen · in Rechenzentren · in IT-Labors · in Besprechungs- und Schulungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre
Studiengänge595

Über den Beruf

Informatiker/innen analysieren Anforderungen an IT-Systeme, modellieren Datenstrukturen und programmieren Anwendungen. Je nach Projekt entwerfen sie Algorithmen, implementieren Datenbanken, entwickeln Bedienoberflächen oder konfigurieren ganze IT-Infrastrukturen. In der technischen Informatik verbinden sie Mikrocontroller mit Sensorik, etwa für Motorsteuerungen oder Fertigungsstraßen. In der angewandten Informatik schreiben sie Text-, Bild- oder ERP-Programme; in der praktischen Informatik optimieren sie Betriebssysteme oder Compiler. Nach der Programmierung testen sie den Code, beheben Fehler und dokumentieren jede Änderung. Sie bewerten Systeme nach Leistung, IT-Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit, passen Standardsoftware an oder bauen Hardware-Prototypen. Oft leiten sie Projekte, koordinieren Teams und beraten Anwender, führen Schulungen durch und unterstützen den Vertrieb. Ihre Arbeit liefert die digitalen Werkzeuge, die Handel, Industrie und Wissenschaft bewegen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität, Fachhochschule, Berufsakademie
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen5
  • Hochschulreife oder Fachhochschulreife
  • Oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis des Bundeslands, z.B. vom Kultusministerium
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Bei dualen Studiengängen i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen als Praxispartner
  • Ggf. Englischkenntnisse oder Kenntnisse in einer anderen Fremdsprache

Passende Studiengänge595

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Informatiker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.913 € brutto im Monat. In Einstiegspositionen sind rund 5.559 € möglich; mit wachsender Erfahrung kann die Summe deutlich darüber liegen.

Wie lange dauert das Informatik-Studium?

Das Bachelorstudium dauert meist 3 bis 4 Jahre. Praxissemester oder Auslandsaufenthalte können die Studienzeit verlängern.

Welche Schulfächer sind wichtig für das Informatik-Studium?

Informatik, Mathematik und Englisch. Gute Leistungen darin erleichtern dir den Einstieg in Programmierlogik, Algorithmik und englischsprachige Fachliteratur.

Wie sind die Berufsaussichten als Informatiker/in?

Die Berufsaussichten als Informatiker/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Bis 2040 sinkt zudem die Konkurrenz unter Bewerbern, Arbeitgeber suchen länger. Nur die Zahl der Altersabgänge ist geringer als in vielen anderen Berufen, sodass etwas weniger Ruhestands­wechsel freie Stellen schaffen.

Welche digitalen Skills braucht man als Informatiker/in?

Gefragt sind Kenntnisse in Cloud Computing, Data-Lake-Architekturen und Blockchain-Technologien. Wer sich zusätzlich mit Affective Computing, Augmented Analytics oder Cognitive Computing auskennt, kann KI-gestützte Systeme entwickeln und sich von der Konkurrenz abheben.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Informatiker/in?

Der Arbeitsalltag ist stark von Bildschirmarbeit in Büro- oder Homeoffice-Umgebungen geprägt. Du übernimmst Verantwortung für Mitarbeitende, betreust Kundinnen und Kunden und führst Anwenderschulungen in Besprechungs- oder Unterrichtsräumen durch. Bei Hardware-nahen Projekten richtest du zudem Server auf oder arbeitest direkt im Rechenzentrum.

Womit arbeitet man als Informatiker/in?

Hauptarbeitsmittel sind Rechner, Betriebssysteme, Datenbanken und Entwicklungswerkzeuge. Daneben nutzt du Sollkonzepte, Leistungsbeschreibungen und umfangreiche Dokumentationen. Für KI-Projekte kommen Spezialtools für Machine- oder Deep-Learning-Verfahren hinzu.

Kann man sich als Informatiker/in selbständig machen?

Ja, viele Informatiker/innen gründen ein eigenes System- oder Softwarehaus, bieten IT-Dienstleistungen an oder arbeiten freiberuflich als Unternehmensberater/innen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Informatiker/innen?

Nach dem Bachelor kannst du mit einem Master in Informatik, Medieninformatik, Softwaretechnik oder Technischer Informatik in höhere Fach- oder Projektleitungsrollen aufsteigen. Eine Promotion ebnet dir den Weg in Forschung und Entwicklung oder an Hochschulen; für eine Professur ist meist zusätzlich eine Habilitation erforderlich.

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