Informatik (Master)
Auch bekannt als: Informatiker/in · Diplom-Ingenieur/Diplom-Ingenieurin (Uni) Fachrichtung Rechnersystemgestaltung und -Betrieb ·
Über den Beruf
Informatiker/innen analysieren Anforderungen an IT-Systeme, modellieren Datenstrukturen und programmieren Anwendungen. Je nach Projekt entwerfen sie Algorithmen, implementieren Datenbanken, entwickeln Bedienoberflächen oder konfigurieren ganze IT-Infrastrukturen. In der technischen Informatik verbinden sie Mikrocontroller mit Sensorik, etwa für Motorsteuerungen oder Fertigungsstraßen. In der angewandten Informatik schreiben sie Text-, Bild- oder ERP-Programme; in der praktischen Informatik optimieren sie Betriebssysteme oder Compiler. Nach der Programmierung testen sie den Code, beheben Fehler und dokumentieren jede Änderung. Sie bewerten Systeme nach Leistung, IT-Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit, passen Standardsoftware an oder bauen Hardware-Prototypen. Oft leiten sie Projekte, koordinieren Teams und beraten Anwender, führen Schulungen durch und unterstützen den Vertrieb. Ihre Arbeit liefert die digitalen Werkzeuge, die Handel, Industrie und Wissenschaft bewegen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen5
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Informatik
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
- Bei dualem Studium i.d.R. Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen (Praxispartner)
- Ggf. Englischkenntnisse
Passende Studiengänge594
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Informatiker/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.478 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Branche und Standort kannst du ab etwa 5.180 € starten; in leitenden Positionen oder mit Spezialwissen ist deutlich mehr drin.
Wie sind die Berufsaussichten als Informatiker/in?
Die Berufsaussichten als Informatiker/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Ein hoher Fachkräftemangel sorgt dafür, dass offene Stellen oft länger unbesetzt bleiben – das spielt Bewerber/innen in die Karten. Zudem sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040. Leicht dämpfend wirkt lediglich, dass es weniger Altersabgänge gibt als in anderen Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Informatiker/in?
Für die Arbeit als Informatiker/in sind fortgeschrittene digitale Kompetenzen unerlässlich. Gefragt sind unter anderem Know-how in Cloud Computing, Blockchain-Technologien, Data-Lake-Architekturen und Augmented-Analytics-Tools. Auch Themen wie Affective Computing, Bilderkennung und Cognitive Computing solltest du auf dem Schirm haben.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Informatiker/in?
Der Berufsalltag spielt sich überwiegend am Bildschirm in Büro- oder Rechenzentrumsumgebungen ab, häufig ergänzt durch Homeoffice-Phasen. Du trägst Verantwortung für Projekte, Sachwerte und manchmal auch für Mitarbeiter/innen oder Studierende. Kundenkontakt, Schulungen und gelegentliche Hardware-Aufbauten gehören ebenfalls dazu.
Womit arbeitet man als Informatiker/in?
Zum Werkzeugkasten gehören Spezifikations- und Schulungsunterlagen ebenso wie Datenverarbeitungsanlagen, Betriebssysteme, Datenbanken, Entwickler-IDEs und Testwerkzeuge. Häufig nutzt du auch KI-Technologien wie Machine Learning oder Deep Learning. Standard-Büroausstattung – PC, Internetzugang und Telefon – ist selbstverständlich.
Kann man sich als Informatiker/in selbständig machen?
Ja. Viele Informatiker/innen arbeiten freiberuflich als IT-Berater/innen oder gründen ein eigenes System- bzw. Softwarehaus oder einen Dienstleistungs- und Handelsbetrieb im IT-Bereich.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Informatiker/in?
Beliebt sind Kurse in Software- und Webentwicklung, Programmierung, Datenbankdesign, Software-Testmanagement oder Netzwerk- und Systemadministration. Du kannst dich außerdem in IT-Anwendungsberatung, Support, IT-Recht oder Forschung und Entwicklung spezialisieren.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Informatiker/in?
Mit einer Promotion kannst du dich für leitende Positionen in Forschung, Entwicklung oder für eine wissenschaftliche Karriere qualifizieren. Eine Habilitation eröffnet die Chance auf eine Professur. In der Wirtschaft führen Promotion oder herausragende Projekterfolge oft zu Abteilungs- oder Projektleitungsfunktionen.
