Softwaretechnik (Bachelor)
Auch bekannt als: Softwareentwickler/in · Anwendungsentwickler/in · Applikationsentwickler/in
Über den Beruf
Softwareentwickler/innen analysieren Anforderungen, entwerfen Architekturen und programmieren neue Anwendungen sowie Datenbanken. Sie passen Standardsoftware über Customizing an betriebliche Abläufe an und konzipieren wiederverwendbare Softwarebausteine. Sie prüfen Konzepte auf Sicherheit, Performance und Wirtschaftlichkeit. Dabei definieren sie Datenstrukturen, entwickeln Algorithmen und legen Schnittstellen zu anderen Systemen fest. Grafische Benutzeroberflächen gestalten sie ebenso wie Installations- und Integrationsroutinen. Vor dem Roll-out erstellen sie Testfälle, führen Unit-Tests durch und dokumentieren Code, Abläufe und Ergebnisse. Nach der Einführung warten sie die Programme, beheben Fehler und erweitern Funktionen in enger Abstimmung mit Projekt- und Anwenderteams.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen4
- Hochschulreife, ggf. fachgebundene Hochschulreife, oder Fachhochschulreife
- Oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis der zuständigen Stelle des Bundeslandes, z.B. Kultusministerium
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Bei dualen Studiengängen i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen (Praxispartner)
Passende Studiengänge71
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Softwareentwickler/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.528 € brutto im Monat. Einsteiger/innen starten häufig um die 5.104 €, mit wachsender Projekterfahrung oder Spezialwissen kann das Einkommen deutlich darüber liegen.
Wie lange dauert das Studium in Softwaretechnik?
Das Bachelorstudium dauert je nach Hochschule 3 bis 4 Jahre. Duale Varianten mit längeren Praxisphasen liegen meist am oberen Ende dieser Spanne.
Welche Schulfächer sind wichtig für Softwaretechnik?
Informatik, Mathematik, Physik und Englisch sind die Schlüsselfächer. Gute Grundlagen darin erleichtern dir den Einstieg in Programmierlogik, Algorithmen und das Lesen englischsprachiger Fachtexte.
Wie sind die Berufsaussichten als Softwareentwickler/in?
Die Berufsaussichten als Softwareentwickler/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen bleiben länger unbesetzt, was deine Chancen verbessert. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040. Allerdings fallen die Altersabgänge geringer aus als in vielen anderen Berufen, sodass etwas weniger Stellen durch Ruhestand frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Softwareentwickler/in?
Gefragt sind Kenntnisse in Cloud Computing, DevOps-Tools und Data-Lake-Architekturen. Auch Blockchain- und Distributed-Ledger-Technologien, Bilderkennung, Cognitive Computing sowie verteilte Dateisysteme bringen Pluspunkte.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Softwareentwickler/in?
Der Job ist geprägt von intensiver Bildschirmarbeit in Büro- oder Homeoffice-Umgebungen. Regelmäßiger Kundenkontakt und Projektmeetings können zu gelegentlichen Dienstreisen führen, Teamarbeit und längere Konzentrationsphasen an der Tastatur gehören zum Alltag.
Kann man sich als Softwareentwickler/in selbständig machen?
Ja, viele Entwickler/innen arbeiten freiberuflich für IT-Dienstleister, gründen ein eigenes Software- oder Systemhaus oder beraten Unternehmen als externe Expert/innen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Softwareentwickler/in?
Sinnvolle Aufbaukurse decken Themen wie Software- und Webentwicklung, Datenbankprogrammierung, Software-Testmanagement oder IT-Service-Management (ITIL) ab. Ergänzend lohnen sich Zertifikate in IT-Sicherheit, Datenschutz oder Anwender-Support, um dein Profil zu schärfen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Softwareentwickler/in?
Mit einem Master in Softwaretechnik, Informatik oder Künstlicher Intelligenz kannst du Projekt- oder Teamleitungen übernehmen. Wer in Forschung und Entwicklung oder an die Hochschule möchte, schließt eine Promotion an; für eine Professur ist anschließend meist eine Habilitation erforderlich.
