Informations-, Kommunikationstechnik (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Informations-, Kommunikationstechnik (Bachelor)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Informations-, Kommunikationstechnik · Ingenieur/in Nachrichtentechnik · Systemingenieur/in Informations- und Kommunikationstechnik

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · in Produktions- und Fertigungsstätten · im Prüflabor · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre

Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen für Informations- und Kommunikationstechnik konzipieren elektronische Geräte, Datennetze und Softwarelösungen für Mobilfunk, Fahrzeug- oder Industrietechnik. Sie entwerfen mit CAD- und CAE-Tools Leiterplatten, Antennen oder komplette Systemarchitekturen, erstellen logische Schaltpläne und programmieren hardwarenahe Steuerungen sowie Echtzeitanwendungen. Simulationen prüfen Baugruppen und Prozesse, bevor Prototypen gebaut und in Betrieb genommen werden. Während des Projekts kalkulieren sie Kosten, koordinieren Teams, überwachen Termine und sichern die Produktqualität. Für bestehende Anlagen passen sie Firmware oder Netzwerkkonfigurationen an, planen IT-Sicherheitsmaßnahmen und organisieren Wartung und Reparatur. Im Vertrieb und Einkauf erstellen sie Angebote, beschaffen Bauelemente, beraten Unternehmen und schulen Anwender bei der Einführung neuer Systeme. Ihre Arbeit stellt stabile und sichere Funk-, Daten- und Steuerungswege bereit.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität, Fachhochschule
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen5
  • Hochschulreife, ggf. fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife
  • Oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis der zuständigen Stelle des Bundeslandes, z.B. Kultusministerium
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Bei dualen Studiengängen i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen (Praxispartner)
  • Ggf. Englischkenntnisse

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Ingenieur/in für Informations- und Kommunikationstechnik?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.616 € brutto im Monat. Mit wachsender Erfahrung und Verantwortung kannst du zwischen 4.407 € und 6.918 € verdienen.

Wie lange dauert das Bachelorstudium in Informations- und Kommunikationstechnik?

Die Regelstudienzeit liegt bei 3–4 Jahren. Duale oder stark praxisorientierte Studienmodelle können sich je nach Umfang der Praxisphasen leicht verlängern.

Welche Schulfächer sind wichtig für Informations- und Kommunikationstechnik?

Informatik, Mathematik, Physik und Englisch zählen zu den Kernfächern. Gute Vorkenntnisse erleichtern dir das Verständnis von Programmiersprachen, Formeln und englischsprachiger Fachliteratur.

Wie sind die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Informations- und Kommunikationstechnik?

Die Berufsaussichten sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen erhöht. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger nach passendem Personal suchen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings wird die Beschäftigung insgesamt bis 2040 leicht schrumpfen.

Welche digitalen Skills braucht man in der Informations- und Kommunikationstechnik?

Gefragt sind Kenntnisse in 3-D-Simulation, 5G- und 6G-Netztechnik, Cloud- und Edge-Computing sowie der Arbeit mit DevOps-Tools. Pluspunkte sammelst du außerdem mit Know-how in Affective Computing oder der Programmierung kollaborativer Roboter.

Kann man sich als Ingenieur/in für Informations- und Kommunikationstechnik selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist in diesem Beruf gut möglich. Du kannst ein eigenes Informationstechnik-, Elektrotechnik- oder Elektromaschinenbauerhandwerk anmelden, ein Ingenieurbüro gründen oder als beratende/r Ingenieur/in sowie Gutachter/in auftreten.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Informations- und Kommunikationstechnik?

Fachkurse in Informations- und Kommunikationstechnik, Automatisierungssystemen, Mikro- und Nanotechnik, Halbleitertechnologie oder IT-Sicherheit halten dein Wissen aktuell. Auch Schulungen in Softwareentwicklung, CAD oder Forschung und Entwicklung können dein Profil schärfen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Informations- und Kommunikationstechnik?

Ein Masterstudium in Informations- und Kommunikationstechnik, Mikroelektronik oder Medien- und Multimediatechnik öffnet dir den Weg zu Projekt- und Teamleitungen. Mit der Zusatzqualifikation zum/zur REFA-Ingenieur/in vertiefst du Management- und Prozesswissen. Für Führungsaufgaben in Forschung oder Hochschule bieten sich Promotion und gegebenenfalls eine spätere Habilitation an.

Gibt es ein duales Studium für Informations- und Kommunikationstechnik?

Ja, das Fach wird auch dual angeboten. In ausbildungs- oder praxisintegrierenden Modellen wechselst du zwischen Hochschulsemestern und betrieblichen Phasen und kombinierst so Theorie mit wertvoller Berufserfahrung.