Geprüfter Berufsspezialist für Ladeinfrastruktursysteme der Elektromobilität/Geprüfte Berufsspezialistin für Ladeinfrastruktursysteme der Elektromobilität – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Geprüfter Berufsspezialist für Ladeinfrastruktursysteme der Elektromobilität/Geprüfte Berufsspezialistin für Ladeinfrastruktursysteme der Elektromobilität

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortebeim Kunden (innerhalb und außerhalb von Gebäuden) · auf Baustellen · in Werkstätten und Werkhallen · in Büroräumen
DauerCa. 9 Monate (Teilzeit)
Offene Stellen820

Über den Beruf

Berufsspezialisten und Berufsspezialistinnen für Ladeinfrastruktursysteme der Elektromobilität planen, installieren und vernetzen Ladepunkte für Elektrofahrzeuge. Sie ermitteln den Leistungsbedarf, prüfen, ob zusätzliche Zählerplätze oder sogar eine Trafostation nötig sind, und binden Blitz-, Überspannungs- sowie Brandschutz ein. In Wohngebäuden integrieren sie Wallboxen in die vorhandene elektrische Infrastruktur und nutzen dabei häufig Photovoltaikanlagen. Bei Schnellladeparks konfigurieren sie DC-Stationen so, dass alle Säulen untereinander kommunizieren und der Netzanschluss nicht überlastet wird. Nach der Montage nehmen sie die Anlagen in Betrieb, parametrieren Energiemanagement- und Abrechnungssysteme und prüfen die Effizienz. Auf Baustellen koordinieren sie beteiligte Gewerke, stimmen Termine mit Netzbetreibern ab und dokumentieren jede Prüfung lückenlos.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Berufsspezialist/in
AusbildungsartWeiterbildungsprüfung nach Regelungen der Handwerkskammern.
DauerCa. 9 Monate (Teilzeit)
Zugangsvoraussetzungen1
  • I.d.R. Abschluss- oder Gesellenprüfung in einem mind. 3-jährigen einschlägigen Elektroberuf

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Berufsspezialist/in für Ladeinfrastruktursysteme?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.448 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.709 € und 5.199 €. Leitest du große Projekte oder spezialisierst dich auf DC-Schnellladeparks, kann dein Einkommen weiter steigen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Berufsspezialist/in für Ladeinfrastruktursysteme?

Die Weiterbildung dauert in Teilzeit etwa 9 Monate. Manche Bildungsträger bieten blockweisen Unterricht an, andere organisieren Abend- und Wochenendkurse, sodass du parallel weiterarbeiten kannst.

Ist der Beruf körperlich anstrengend?

Der Beruf stellt moderate körperliche Anforderungen: funktionstüchtige Arme und Hände sowie eine gute Feinmotorik sind wichtig, um Wallboxen oder kleine Platinen exakt zu montieren. Außerdem brauchst du Farbsicherheit, Nahsehvermögen und klares Sprech- und Hörvermögen, weil du auf Baustellen Kabelkennfarben erkennen und Abläufe mit Teams abstimmen musst.

Welche digitalen Skills braucht man als Berufsspezialist/in für Ladeinfrastruktursysteme?

Digitale Vernetzung gehört zum Alltag. Du solltest mit IoT-Plattformen, Embedded-Systems-Software und Home-Energy-Management-Systemen umgehen können. In der Praxis nutzt du Augmented-Reality-Tools bei Wartungen, setzt 3-D-Druck für Ersatzteile ein und wertest Sensordaten aus, um per Predictive Maintenance Ausfälle zu vermeiden.

Wie sind die Arbeitsbedingungen?

Die Arbeit bringt viel Verantwortung, weil die Ladeanlagen sicher und normgerecht funktionieren müssen. Du wechselst häufig den Einsatzort, bist oft auf Baustellen unterwegs und musst dabei Vorschriften exakt einhalten. Der Alltag mischt Handarbeit an Geräten, Einsätze mit Mess- und Prüfgeräten und Phasen vor dem Bildschirm, in denen Konzepte oder Schaltpläne erstellt werden.

Womit arbeitet man als Berufsspezialist/in für Ladeinfrastruktursysteme?

Zum Arbeitsalltag gehören Wallboxen, AC- und DC-Ladesäulen, Trafostationen und Smart-Home-Systeme. Du nutzt Universalmessgeräte, Spannungsprüfer, Bohrmaschinen, Zangen oder speicherprogrammierbare Steuerungen und setzt Diagnose- oder Visualisierungssoftware ein, um Ladesysteme einzurichten und zu testen.

Wie sind die Berufsaussichten als Berufsspezialist/in für Ladeinfrastruktursysteme?

Die Berufsaussichten als Berufsspezialist/in für Ladeinfrastruktursysteme sind ausgeglichen. Aktuell besteht hoher Fachkräftemangel, offene Stellen sind schwer zu besetzen – ein Vorteil für Jobsuchende. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, sodass zusätzliche Positionen frei werden. Bis 2040 schrumpft die Beschäftigung jedoch, was mittelfristig weniger Arbeitsplätze bedeuten kann.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Nach der Weiterbildung kannst du dich zum/zur Elektrotechnikermeister/in, Industriemeister/in Elektrotechnik oder Techniker/in Elektromobilität hocharbeiten. Mit einer kaufmännischen Ausrichtung ist auch der Schritt zum/zur Technischen Fachwirt/in möglich. Langfristig bietet sich ein Bachelor Professional in Energieeffizienz, digitalem Bauprojektmanagement oder Elektrotechnik an.

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