Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Elektromobilität/Bachelor Professional in Technik
Über den Beruf
Techniker/innen für Elektromobilität entwickeln Antriebs- und Energiesysteme für Elektro- und Hybridfahrzeuge. Sie berechnen Motoren, wählen passende Batterien oder Brennstoffzellen aus und integrieren alle Komponenten mithilfe von CAD in das Fahrzeugkonzept. Im Labor prüfen sie Steuer- und Regeltechnik, optimieren Lade- und Signalwege und dokumentieren ihre Ergebnisse. Für Kunden oder Kommunen dimensionieren sie Ladeinfrastrukturen, planen Smart-Grid-Anbindungen und begleiten den Bau von Stromtankstellen. In der Produktion richten sie Mess- und Prüfgeräte ein, überwachen Fertigungsschritte und gewährleisten Hochvolt-Sicherheit. Entstehen Störungen, analysieren sie Daten, tauschen Baugruppen und spielen Software-Updates ein. Neben der Technik steuern sie Projekte, kalkulieren Kosten und leiten Fachkräfte sowie Auszubildende an.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- I.d.R. Abschluss in einem einschlägigen anerkannten Ausbildungsberuf
- Zusätzlich Berufspraxis
- Je nach Bundesland Hauptschulabschluss oder mittlerer Bildungsabschluss
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Techniker/in für Elektromobilität?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 47.748 € und 55.656 € pro Jahr. Je nach Branche, Region und Verantwortung können die Beträge etwas darüber oder darunter liegen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Techniker/in für Elektromobilität?
Die Weiterbildung dauert in Vollzeit etwa zwei Jahre. In Teilzeit solltest du drei bis vier Jahre einplanen.
Ist der Beruf als Techniker/in für Elektromobilität körperlich anstrengend?
Ganz ohne Handarbeit geht es nicht: Du brauchst funktionstüchtige Arme und Hände, um Baugruppen zu montieren. Außerdem sind gutes Farbsehen und räumliches Vorstellungsvermögen wichtig, damit du Kabelkennfarben und Schaltpläne sicher erkennst.
Wie sind die Berufsaussichten als Techniker/in für Elektromobilität?
Die Berufsaussichten als Techniker/in für Elektromobilität sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind daher schwer zu besetzen – ein Pluspunkt für Jobsuchende. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040 leicht.
Welche digitalen Skills braucht man als Techniker/in für Elektromobilität?
Digitale Technik ist Alltag: Du solltest 3-D-Laserscanner, CAM-Software und Apps zur Prozessüberwachung sicher beherrschen. Pluspunkte sammelst du mit Erfahrung in Augmented-Reality-Tools, Auto-ID-Systemen, Cobots oder autonomen Transportsystemen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Techniker/in für Elektromobilität?
Der Job wechselt zwischen Bildschirmarbeit im Büro und praktischen Einsätzen in Werkhalle oder Prüfstand. Du trägst Personalverantwortung, arbeitest präzise an Kleinteilen, stehst im Kundenkontakt und bist für Projekte gelegentlich länger außer Haus oder in Zwangshaltungen an Maschinen.
Kann man sich als Techniker/in für Elektromobilität selbständig machen?
Ja. Nach Eintragung in die Handwerksrolle kannst du einen eigenen Kfz-Techniker-Betrieb gründen oder als Franchisenehmer ein Autohaus beziehungsweise Servicenetzwerk übernehmen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Techniker/in für Elektromobilität?
Fachspezifische Lehrgänge zu Elektromobilität, elektrischer Mess- und Regeltechnik, Energie- und Anlagentechnik oder CAD halten dein Know-how aktuell. Auch Kurse in Produktions- und Fertigungstechnik sind beliebt.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Techniker/in für Elektromobilität?
Mit der Prüfung zum/zur Technischen Betriebswirt/in oder dem Abschluss „Master Professional – Elektromobilität und nachhaltige Energiesysteme“ kannst du Führungsaufgaben übernehmen.
