Elektromobilität (Bachelor)
Auch bekannt als: Ingenieur/in - Elektromobilität · Engineer (m/f) - electric machines
Über den Beruf
Ingenieur/innen für Elektromobilität entwickeln elektrische Antriebe, konstruieren Batteriesysteme und gestalten Ladeinfrastruktur. Aus Lastenheften leiten sie Systemanforderungen ab, erstellen CAD-Modelle und simulieren Leistungselektronik, Kühlung und Fahrdynamik. Auf Prüfständen planen sie Versuche, werten Messdaten aus und optimieren Komponenten für Effizienz, Sicherheit und Lebensdauer. Sie programmieren Steuergeräte, integrieren Software in Antriebsstränge und stimmen elektrische, mechanische und thermische Systeme miteinander ab. Für neue Fahrzeugplattformen koordinieren sie Produktionstests, definieren Fertigungsprozesse und überwachen Qualitätskennzahlen. In Projektteams stimmen sie Konzepte mit Zulieferern und Kundschaft ab, kalkulieren Budgets und steuern Termine. Auch Machbarkeitsstudien zu Brennstoffzellen, Recyclingstrategien oder autonomen Ladefunktionen gehören zum Alltag. So begleiten sie Elektro- und Hybridfahrzeuge von der ersten Idee bis zur Serienfertigung.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen5
- Hochschulreife, ggf. fachgebundene Hochschulreife, oder Fachhochschulreife
- Oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis der zuständigen Stelle des Bundeslandes, z.B. Kultusministerium
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Bei dualen Studiengängen i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen als Praxispartner
- Ggf. Vorpraktikum
Passende Studiengänge28
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Ingenieur/in für Elektromobilität?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 61.236 € und 77.400 € pro Jahr. Mit wachsender Berufserfahrung, zusätzlichen Qualifikationen oder Leitungsaufgaben kannst du ein deutlich höheres Einkommen erzielen, vor allem in forschungsintensiven oder internationalen Unternehmen.
Wie lange dauert das Elektromobilitätsstudium?
Das Bachelorstudium Elektromobilität erstreckt sich in der Regel über 3 bis 4 Jahre. Je nach Hochschule kommen Praxissemester oder ein Auslandsprojekt hinzu, wodurch sich die Studiendauer geringfügig verlängern kann.
Welche Schulfächer sind wichtig für Elektromobilität?
Für die Zulassung und den späteren Studienerfolg sind vor allem Physik, Mathematik, Informatik und Englisch wichtig. Starke Leistungen in diesen Fächern erleichtern dir das Verständnis komplexer Berechnungen, Programmieraufgaben und englischsprachiger Fachliteratur.
Ist der Beruf als Ingenieur/in für Elektromobilität körperlich anstrengend?
Im Vergleich zu handwerklichen Berufen ist die körperliche Belastung gering; entscheidend ist jedoch ein zuverlässiges Farbsehvermögen, um elektrische Leitungen und Bauteile sicher zu unterscheiden. Längere Phasen am Bildschirm oder im Labor verlangen dennoch Konzentration und Sorgfalt.
Wie sind die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Elektromobilität?
Die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Elektromobilität sind gut. Aktuell besteht ein hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was dir die Jobsuche erleichtert. Bis 2040 sinkt zudem die Konkurrenz unter Bewerber/innen, weil Arbeitgeber länger nach passenden Kräften suchen. Viele Altersabgänge schaffen zusätzliche Einstiegsmöglichkeiten, auch wenn die Gesamtbeschäftigung in diesem Feld bis 2040 voraussichtlich schrumpft.
Welche digitalen Skills braucht man als Ingenieur/in für Elektromobilität?
Gefragt sind vor allem Fähigkeiten in 3-D-Simulation und 3-D-Laserscanning, um virtuelle Modelle von Fahrzeugteilen zu erstellen und zu testen. Zusätzlich solltest du dich mit Auto-ID-Techniken, vernetzten Fahrzeugen, Cobots sowie Apps zur Produktionsüberwachung auskennen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ingenieur/in für Elektromobilität?
Die Tätigkeit wechselt zwischen Bildschirmarbeit, Laborversuchen und Terminen mit Kundschaft oder Zulieferern. Häufig übernimmst du Verantwortung für Teams, präsentierst neue Lösungen und bist für Projektabstimmungen auch einmal mehrere Tage außer Haus.
Womit arbeitet man als Ingenieur/in für Elektromobilität?
Zum Arbeitsalltag gehören Hochvolt-Batteriemodule, Hochstrom-Umrichter und präzise Mess- sowie Diagnosegeräte. Außerdem nutzt du Normenblätter nach DIN, technische Zeichnungen und spezialisierte CAM-Software, um Bauteile in die Fertigung zu bringen.
Kann man sich als Ingenieur/in für Elektromobilität selbständig machen?
Ja, eine Selbständigkeit ist möglich, etwa mit einem eigenen Ingenieurbüro für Entwicklung, Service oder Beratung. Auch freiberufliche Tätigkeiten als Gutachter/in oder Sachverständige/r sind verbreitet, sofern du ausreichende Berufserfahrung und ein gutes Netzwerk mitbringst.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten haben Ingenieur/innen für Elektromobilität?
Nach dem Bachelor eröffnen sich vor allem mit einem Masterstudium in Elektromobilität, Fahrzeugtechnik oder Fahrzeuginformatik neue Entwicklungs- und Führungspositionen. Ergänzend qualifizierst du dich mit der Weiterbildung zur REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering, um Projekte effizienter zu steuern. Mit einer anschließenden Promotion kannst du zudem Leitungsaufgaben in der industriellen Forschung oder in Entwicklungsabteilungen von Fahrzeugherstellern übernehmen.
