EDV-Fachkraft
Auch bekannt als: IT-Anwendungsspezialist/in · IT-System-Fachkraft
Über den Beruf
EDV-Fachkräfte richten Rechnernetze ein, betreuen kaufmännische Software und unterstützen Fachabteilungen bei digitalen Arbeitsabläufen. Sie wählen Hardware aus, installieren Betriebssysteme und Anwendungen und sorgen mit Updates, Back-ups und Zugriffsrechten für IT-Sicherheit. Im Finanz- und Rechnungswesen übernehmen sie Datenimporte, passen Programme für Lohn- und Gehaltsabrechnung oder Controlling an und begleiten Monats- und Jahresabschlüsse technisch. Treten Fehler auf, analysieren sie Logs, beheben Störungen und dokumentieren die Schritte. Häufig konfigurieren sie cloudbasierte Lösungen oder Dokumentenmanagementsysteme, damit Angebote, Aufträge und Rechnungen automatisiert verarbeitet werden. Sie schulen Anwender/innen, erstellen Handbücher und beraten bei der Auswahl neuer Software. Wenn alte Geräte viel Strom verbrauchen, bewerten sie Alternativen und koordinieren die Umrüstung.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- I.d.R. Gesellen- oder Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als EDV-Fachkraft?
EDV-Fachkräfte verdienen typischerweise 6.059 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.871 € und 7.257 €.
Wie lange dauert die Weiterbildung zur EDV-Fachkraft?
Die Dauer variiert stark, weil Bildungsanbieter unterschiedliche Vollzeit-, Teilzeit- und Fernlernmodelle anbieten. Je nach Kursformat kann sie von wenigen Monaten bis hin zu mehreren Semestern reichen.
Wie sind die Berufsaussichten als EDV-Fachkraft?
Die Berufsaussichten als EDV-Fachkraft sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040, wodurch neue Stellen entstehen. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel, und die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, weil Arbeitgeber länger suchen müssen. Weniger Altersabgänge als in anderen Berufen sorgen allerdings dafür, dass etwas weniger Stellen durch Ruhestand frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als EDV-Fachkraft?
Gefragt sind Kenntnisse in Cloud Computing, Low-Code-/No-Code-Plattformen sowie Dokumentenmanagement- und Lizenz-Management-Systemen. Zusätzlich punkten EDV-Fachkräfte, die Process Mining, Edge-Computing-Konzepte, Colocation oder blockchainbasierte Lösungen umsetzen können.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als EDV-Fachkraft?
Die Tätigkeit ist bildschirmorientiert und spielt sich meist in Büroräumen oder Schulungsräumen ab. Wer Trainings gibt, steht regelmäßig vor Gruppen; viele Routineaufgaben lassen sich aber auch im Homeoffice erledigen.
Womit arbeitet man als EDV-Fachkraft?
Zum Einsatz kommen Rechner, Netzwerktechnik und Fachsoftware ebenso wie Hard- und Software-Dokumentationen, Projektunterlagen oder Testprotokolle. Für Schulungen nutzt du Präsentationstechnik wie Beamer, Flipcharts und Handbücher.
Kann man sich als EDV-Fachkraft selbständig machen?
Ja, möglich ist etwa die Gründung eines eigenen EDV-, Software- oder Beratungsunternehmens. Unterstützung bei der Planung erhältst du zum Beispiel über den Bundesverband IT-Mittelstand.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für EDV-Fachkräfte?
Du kannst dich in IT-Sicherheit und Datenschutz, Netzwerk- und Systemadministration oder Datenbankmanagement spezialisieren. Auch Kurse in IT-Anwendungsberatung sowie kaufmännischen Softwarelösungen vertiefen dein Know-how.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als EDV-Fachkraft?
Ein anschließendes Studium wie Informatik, Softwaretechnik oder Wirtschaftsinformatik eröffnet Chancen auf Projektleitung oder strategische IT-Management-Positionen.
