Technische Informatik (Bachelor)
Auch bekannt als: Ingenieur/in - technische Informatik
Über den Beruf
Ingenieure und Ingenieurinnen für technische Informatik entwerfen Rechnerarchitekturen, programmieren Mikrocontroller und entwickeln Steuerungen, die Maschinen oder Roboter präzise arbeiten lassen. Sie kombinieren Mess-, Regel- und Kommunikationstechnik mit Mikroelektronik, um Produktionslinien, Fahrzeugbordnetze oder vernetzte Sensoren automatisch zu steuern. Dabei gestalten sie Analog- und Digitalschaltungen, schreiben Firmware und passen Betriebssysteme an besondere Kundenanforderungen an. In Projekten richten sie Firmennetzwerke sowie Datenfernübertragung per Kabel, Funk oder 5G ein, überwachen Server und beurteilen die Leistungsfähigkeit der Netzinfrastruktur. Für Betriebe simulieren sie physikalisch-technische Abläufe am digitalen Zwilling, analysieren große Datenmengen und optimieren Energieverbrauch und Prozessqualität. Treten Fehler auf, lokalisieren sie Störungen mithilfe von AIOps- oder Edge-Computing-Lösungen und spielen Updates ein. Abschließend schulen sie Anwender/innen und beraten bei der Auswahl neuer Hard- und Software.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen5
- Hochschulreife oder Fachhochschulreife
- Oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis des Bundeslandes, z.B. vom Kultusministerium
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Bei dualem Studium i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen als Praxispartner
- Ggf. Englischkenntnisse
Passende Studiengänge143
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Technische/r Informatiker/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.598 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.470 € und 6.153 €. Mit Führungsverantwortung oder Spezialwissen in gefragten Nischen kann dein Einkommen weiter steigen.
Wie lange dauert das Bachelorstudium in Technischer Informatik?
Das Bachelorstudium in Technischer Informatik dauert 3 bis 4 Jahre. Einige Hochschulen planen dafür sechs Semester, andere integrieren Praxis- oder Auslandssemester, sodass du auf sieben oder acht Semester kommst.
Welche Schulfächer sind für Technische Informatiker/innen wichtig?
Mathematik, Informatik, Physik und Englisch spielen eine zentrale Rolle. Gute Vorkenntnisse erleichtern dir den Umgang mit Formeln, Algorithmen, Schaltungsanalysen und englischsprachiger Fachliteratur.
Wie sind die Berufsaussichten als Technische/r Informatiker/in?
Die Berufsaussichten als Technische/r Informatiker/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Lediglich der Anteil an Altersabgängen fällt etwas geringer aus als in vielen anderen Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Technische/r Informatiker/in?
Gefragt sind vor allem Kenntnisse in 3-D-Simulation, 5G-Kommunikation und DevOps-Tools. Du solltest außerdem virtuelle Anlagenabbilder (digitale Zwillinge), CAM-Automatisierung sowie die Programmierung von Cobots und Augmented-Reality-Anwendungen beherrschen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Technische/r Informatiker/in?
Technische Informatiker/innen arbeiten überwiegend an Computerarbeitsplätzen in Büros oder Elektroniklabors, aber auch gelegentlich in Produktionshallen. Projektphasen können unregelmäßige Arbeitszeiten, Bereitschaftsdienste oder Dienstreisen beinhalten, besonders wenn bei Kundenanlagen Störungen zu beheben sind.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Technische Informatiker/innen?
Beliebte Fortbildungen vertiefen Themen wie Softwareentwicklung, System- und Netzwerkadministration, Robotik oder Automatisierungstechnik. Damit kannst du dich zum Beispiel Richtung Mechatronik, Datenbankmanagement oder CAM/CIM-Technik spezialisieren und deinen Marktwert steigern.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Technische/r Informatiker/in?
Aufstiegschancen eröffnen dir vor allem ein weiterführendes Studium, etwa ein Master in Technischer Informatik, Softwaretechnik, Ingenieurinformatik oder Computational Engineering. Für leitende Positionen in Forschung oder Lehre kannst du anschließend promovieren; eine Habilitation ist meist Voraussetzung, um Professor/in zu werden. Eine praxisnahe Alternative ist die Zusatzqualifikation zum/zur REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering, mit der du Produktionsprozesse optimierst und Führungsverantwortung übernimmst.
Gibt es ein duales Studium in Technischer Informatik?
Ja. Einige Hochschulen bieten ausbildungs- oder praxisintegrierende Bachelorprogramme an, bei denen du abwechselnd Vorlesungen besuchst und im Unternehmen praktische Projekte umsetzt.
