Wirtschaftsinformatik (Bachelor)
Auch bekannt als: Wirtschaftsinformatiker/in (Hochschule)
Über den Beruf
Wirtschaftsinformatiker/innen entwickeln und optimieren Informations- und Kommunikationssysteme, die betriebswirtschaftliche Abläufe digital abbilden. Sie untersuchen Geschäftsprozesse, führen Gespräche mit Fachabteilungen und fassen Anforderungen in Pflichtenheften zusammen. Auf dieser Basis analysieren sie bestehende IT-Landschaften, berechnen Kosten und Nutzen und bestimmen, ob Standardsoftware angepasst oder neue Programme konzipiert werden. Während der Umsetzung koordinieren sie Entwicklerteams, legen Schnittstellen und Datenflüsse fest und integrieren Maßnahmen zur IT-Sicherheit. Neue Anwendungen prüfen sie gemeinsam mit späteren Nutzer/innen in Testszenarien, schulen das Personal und erstellen Online-Handbücher. Im laufenden Betrieb überwachen sie Datenbanken, aktualisieren Systeme, werten Betriebsdaten etwa in Business-Intelligence-Tools aus und leiten Optimierungen ein. Bei ausreichender Erfahrung übernehmen sie die Leitung kompletter IT-Projekte oder Abteilungen. Das Spektrum reicht von Produktionssteuerung über E-Commerce bis zu Compliance-Management-Systemen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen5
- Hochschulreife oder Fachhochschulreife
- Oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis des Bundeslandes, z.B. vom Kultusministerium
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Bei dualen Studiengängen i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen als Praxispartner
- Ggf. Englischkenntnisse
Passende Studiengänge409
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Wirtschaftsinformatiker/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.506 € brutto im Monat. Je nach Branche, Berufserfahrung und Region kannst du zwischen 4.060 € und 7.249 € verdienen.
Wie lange dauert das Studium in Wirtschaftsinformatik?
Das Bachelorstudium in Wirtschaftsinformatik dauert 3 bis 4 Jahre. An Fachhochschulen sind es meist sechs bis sieben Semester, während Universitäten mit Praxis- oder Auslandssemester eher acht Semester ansetzen.
Welche Schulfächer sind wichtig für das Wirtschaftsinformatik-Studium?
Wichtige Schulfächer sind Mathematik, Informatik, Wirtschaft/Recht und Englisch. Ein gutes Fundament in diesen Bereichen erleichtert dir den Einstieg in Statistik, Programmierung und betriebswirtschaftliche Module an der Hochschule.
Wie sind die Berufsaussichten als Wirtschaftsinformatiker/in?
Die Berufsaussichten als Wirtschaftsinformatiker/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Ein hoher Fachkräftemangel sorgt dafür, dass offene Stellen länger unbesetzt bleiben und deine Chancen steigen. Gleichzeitig nimmt die Konkurrenz unter Bewerber/innen bis 2040 ab, während vergleichsweise wenige Altersabgänge zu erwarten sind.
Welche digitalen Skills braucht man als Wirtschaftsinformatiker/in?
Gefragt sind vor allem Kenntnisse in Business-Intelligence-Systemen und Business-Process-Management-Tools. Du arbeitest außerdem mit Technologien wie Blockchain, API-Banking, Chatbots oder Augmented Analytics und setzt Hyperautomation oder Affective Computing ein, um Prozesse zu optimieren.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Wirtschaftsinformatiker/in?
Der Arbeitsalltag spielt sich überwiegend am Bildschirm in Büro- oder Schulungsräumen ab. Du trägst Verantwortung für Projekte, Sachwerte und mit zunehmender Erfahrung auch für Mitarbeiter/innen. Kundenkontakt gehört dazu, wenn du Anforderungen aufnimmst oder Schulungen durchführst.
Kann man sich als Wirtschaftsinformatiker/in selbständig machen?
Ja, das ist möglich. Viele Wirtschaftsinformatiker/innen gründen eigene IT- oder Beratungsunternehmen, übernehmen Dienstleistungs- oder Handelsbetriebe im Hard- und Softwarebereich oder nutzen Franchise-Konzepte im IT-Service.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Wirtschaftsinformatiker/in?
Du kannst dich fachlich vertiefen, z.B. in IT-Projektmanagement, System- und Netzwerkadministration oder Softwareentwicklung. Kürzere Kurse in Business-Intelligence, IT-Anwendungsberatung oder Programmierung halten dein Know-how aktuell.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Wirtschaftsinformatiker/in?
Aufstiegsmöglichkeiten bieten Masterstudiengänge in Wirtschaftsinformatik, Informatik, Verwaltungsinformatik oder IT-Management. Mit einer anschließenden Promotion kannst du den Weg in Forschung, leitende Positionen oder sogar eine Professur einschlagen.
