Verwaltungsinformatik (Master)
Auch bekannt als: Verwaltungsinformatiker/in · Beamt(er/in) - Informationstechnikzentrum Bund (geh. t. D.) ·
Über den Beruf
Verwaltungsinformatiker/innen entwickeln, betreuen und optimieren IT-Systeme für die Bundesverwaltung. Sie analysieren Verwaltungsabläufe, klären Schnittstellen und wählen Hard- sowie Software aus, die sie installieren, konfigurieren oder als Individualanwendung programmieren. Dabei behalten sie IT-Sicherheit, Datenschutz und Vergaberecht im Blick. Ein Schwerpunkt ist E-Government: Sie digitalisieren Behördenvorgänge, gestalten Intranets und sorgen für barrierefreie Bedienoberflächen. Für Datenbanken legen sie Strukturen fest, programmieren Schnittstellen und richten Sicherungen ein. In Projekten erstellen sie Pflichtenhefte, steuern externe Dienstleister und koordinieren Entwicklerteams. Ist eine Lösung einsatzbereit, schulen sie Beschäftigte, verfassen Online-Handbücher und organisieren den Support. So halten sie die digitale Infrastruktur der Bundesbehörden leistungsfähig und aktuell.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen4
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Verwaltungsinformatik
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
- Ggf. Englischkenntnisse
Passende Studiengänge15
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Verwaltungsinformatiker/in?
Verwaltungsinformatiker/innen kommen typischerweise auf etwa 5.961 € brutto im Monat. Mit wachsender Erfahrung und je nach Behörde bewegt sich das Gehalt zwischen 4.654 € und 7.341 €.
Wie sind die Berufsaussichten als Verwaltungsinformatiker/in?
Die Berufsaussichten als Verwaltungsinformatiker/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Es herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen bleiben länger unbesetzt, das verbessert deine Chancen. Bis 2040 sinkt zudem die Konkurrenz unter Bewerbern, während vergleichsweise wenige Altersabgänge anstehen.
Welche digitalen Skills braucht man als Verwaltungsinformatiker/in?
Gefragt ist der sichere Umgang mit modernen Analyse- und Automatisierungstools. Dazu zählen Augmented-Analytics-Plattformen, DevOps-Werkzeuge, Data-Lake- und Data-Warehouse-Architekturen sowie Chatbots für den Bürgerservice. Auch verteilte Dateisysteme (DFS), E-Akte-Lösungen und digitale Tafeln für Präsentationen solltest du beherrschen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Verwaltungsinformatiker/in?
Dein Arbeitsalltag findet überwiegend vor Bildschirmen in Büro- oder Computerräumen statt. Du leitest Mitarbeitende, berätst Auftraggebende und führst Anwender- sowie Kundenschulungen durch. Dabei gilt es, vielfältige Verwaltungsvorschriften einzuhalten, etwa wenn neue Datenbanken eingeführt oder Software angepasst wird. Lehr- und Trainingseinheiten laufen häufig in Seminar- oder Schulungsräumen.
Womit arbeitet man als Verwaltungsinformatiker/in?
Zum Equipment gehören PC, Telefon und Internetzugang ebenso wie Datenverarbeitungsanlagen, Netzwerk- und Betriebssysteme. Du nutzt Datenbankkonzepte, Anforderungslisten und weitere Projektunterlagen sowie Entwicklersoftware und Informationssysteme. Damit planst, testest und dokumentierst du neue IT-Lösungen für die Verwaltung.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Verwaltungsinformatiker/in?
Nach dem Master kannst du dein Know-how in gezielten Fachkursen ausbauen. Beliebt sind Zertifikate in IT-Projektmanagement, IT-Service-Management (z.B. ITIL), Softwareentwicklung oder Verwaltungsrecht. Schulungen zu System-, Netzwerk- und Datenbankadministration oder zur IT-Anwendungsberatung halten dich technisch auf dem neuesten Stand.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Verwaltungsinformatiker/in?
Für höhere wissenschaftliche oder leitende Positionen bietet sich eine Promotion in Verwaltungsinformatik, internetbasierten Systemen oder E-Services an. Wer eine Professur anstrebt, benötigt anschließend meist eine Habilitation. Ein Doktortitel erleichtert außerdem den Weg in Führungsfunktionen in Forschung, öffentlicher Verwaltung oder IT-Firmen.
