Beratungslehrer/Beratungslehrerin
Auch bekannt als: School counsellor (m/f)
Über den Beruf
Beratungslehrer/innen begleiten Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern in schulischen und persönlichen Fragen. Sie prüfen, welche Schulform oder welcher Bildungsgang passt und geben Orientierung für spätere Berufs- und Bildungswege. Treten Lernschwierigkeiten, Leistungsschwächen oder auffälliges Verhalten auf, beobachten sie den Unterricht, setzen Testverfahren ein, analysieren Ursachen und entwickeln gemeinsam mit den Beteiligten individuelle Förderpläne. Sie moderieren Konflikte zwischen Lernenden, unterstützen bei familiären Problemen und vermitteln Hilfsangebote wie Förderunterricht oder externe Fachstellen. Dazu halten sie Kontakt zu Schulpsychologie, Erziehungsberatung und Berufsberatung. Ihre Arbeit dokumentieren sie sorgfältig und erstellen bei Bedarf pädagogisch-psychologische Gutachten. Neben der Beratung unterrichten sie regelmäßig ihre eigenen Fächer.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Die Berufsausübung und auch das Führen der Berufsbezeichnung sind reglementiert und setzen den Nachweis einer entsprechenden Qualifikation voraus; ausländische Qualifikationen müssen anerkannt werden. Für eine Tätigkeit im Lehramt ist die erfolgreich bestandene Zweite Staatsprüfung erforderlich, die nach dem Vorbereitungsdienst abgelegt wird; für den Zugang dazu wird i.d.R. ein Lehramtsstudium mit Masterabschluss oder Staatsexamen verlangt. Wer als Beratungslehrer bzw. Beratungslehrerin arbeiten möchte, braucht in den meisten Bundesländern zusätzlich zur Lehramtsbefähigung eine 1- bis 2-jährige berufsbegleitende Qualifizierung sowie Berufserfahrung. Ggf. kommen auch Fachlehrer und -lehrerinnen für den Zugang infrage.
Zugangswege
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Häufige Fragen
Was verdient man als Beratungslehrer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.022 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Bundesland und Schulträger kannst du zwischen 4.033 € und 6.292 € verdienen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Beratungslehrer/in?
Die Tätigkeit bringt ein hohes Maß an Verantwortung für Kinder und Jugendliche mit sich. Du befasst dich häufig mit emotional belastenden Situationen, etwa Familienproblemen oder ernsthaften Lernkrisen. Zudem musst du schul- und verwaltungsrechtliche Vorgaben einhalten und verbringst einen Teil der Zeit am Bildschirm, um Gutachten und Dokumentationen zu erstellen. Beratungszeiten sind meist festgelegt, trotzdem wechseln sich Büroarbeit und Gespräche in Unterrichtsräumen ab.
Wie sind die Berufsaussichten als Beratungslehrer/in?
Die Berufsaussichten als Beratungslehrer/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering – offene Stellen werden schnell besetzt. Bis 2040 steigt der Wettbewerb unter Bewerbern weiter, weil Arbeitgeber schneller Kandidaten finden. Zudem gibt es weniger Altersabgänge als in anderen Berufen, sodass nur wenige Stellen durch Ruhestand frei werden.
Womit arbeitet man als Beratungslehrer/in?
Beratungslehrer/innen arbeiten mit Beratungsdokumentationen, pädagogisch-psychologischen Gutachten sowie Unterrichtsmaterialien und Schulbüchern. Im Büro nutzt du PC, Internetzugang und Telefon, oft ergänzt durch Videokonferenztools für Gespräche mit Eltern. Für Unterricht oder Informationsabende kommen Beamer, Whiteboards und interaktive Präsentationsflächen zum Einsatz.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Beratungslehrer/innen?
Weiterbildungen reichen von Schulpädagogik und Fachdidaktik über Eltern- und Erziehungsberatung bis zu Konfliktmanagement und Mediation. Damit vertiefst du etwa Lernpädagogik oder baust psychologisches Fachwissen aus, um noch individueller beraten zu können.
