Beamter/Beamtin in der Wehrverwaltung des Bundes (gehobener technischer Dienst) – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Beamter/Beamtin in der Wehrverwaltung des Bundes (gehobener technischer Dienst)

Auch bekannt als: Technische/r Regierungsoberinspektor/in

BerufsfeldIT & Digitales
Arbeitsortein Büroräumen · in Prüflabors und Prüfständen · im Freien · in Werkhallen · im Homeoffice bzw. mobil
Ausbildungsplätze8

Über den Beruf

Beamte und Beamtinnen im gehobenen technischen Dienst der Wehrverwaltung entwickeln und prüfen Wehrtechnik für die Bundeswehr. Sie übersetzen taktische Anforderungen in Lastenhefte, beauftragen Industriepartner mit Prototypen und begleiten jede Projektphase. Dabei analysieren sie Messdaten, bewerten Leistung und Wirtschaftlichkeit und entscheiden über die Serienfertigung. Während der Produktion wachen sie über Qualitätsstandards, nehmen fertige Systeme ab und organisieren die Auslieferung. Nach der Einführung veranlassen sie Instandsetzungen und halten Fahrzeuge, Funknetze oder IT-Systeme technisch aktuell. Zusätzlich konzipieren sie Informations- und Kommunikationslösungen wie Führungsinformations- oder Funkkommunikationssysteme und betreuen deren Umsetzung. Projektmanagement, Beschaffung und Patentfragen gehören ebenso zu ihrem Alltag wie die Zusammenarbeit mit Ingenieurteams aus Industrie und Forschung.

Ausbildung & Zugang

BerufstypBeamtenausbildung
AusbildungsartVorbereitungsdienst, geregelt durch Verordnungen des Bundes
Zugangsvoraussetzungen6
  • I.d.R. abgeschlossenes Bachelorstudium oder gleichwertiger Hochschulabschluss in einem wehrtechnischen Fachgebiet
  • Oder Zugangsberechtigung für eine kooperierende Hochschule + Vorpraktikum für ein ingenieurwissenschaftliches Bachelorstudium mit integrierter Laufbahnausbildung
  • Deutsche Staatsangehörigkeit gemäß Art. 116 Grundgesetz
  • Uneingeschränkte Versetzungsbereitschaft
  • Bereitschaft, ggf. an Auslandseinsätzen der Bundeswehr teilzunehmen
  • Höchstalter i.d.R. 49 Jahre

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Beamter/Beamtin in der Wehrverwaltung?

Das Gehalt liegt im Mittel bei 7.174 € brutto im Monat.

Welche Schulfächer sind wichtig?

Wichtige Schulfächer sind Technik, Management/Organisation und Englisch/Französisch. Mit soliden Grundlagen in diesen Bereichen fällt dir das Studium wehrtechnischer Inhalte und die internationale Zusammenarbeit leichter.

Welche digitalen Skills braucht man als Beamter/Beamtin in der Wehrverwaltung?

Gefragt sind sichere Fähigkeiten im Umgang mit 3-D-Laserscanning, Simulationen und Dokumentenmanagementsystemen. Du solltest außerdem Drohnentechnik, Geoinformationssysteme und Predictive-Maintenance-Ansätze verstehen, um moderne Wehrtechnik beurteilen zu können.

Wie sind die Arbeitsbedingungen?

Die Arbeit erfordert die genaue Einhaltung zahlreicher technischer Vorschriften und Gesetze. Du übernimmst Verantwortung für Mitarbeiter/innen und hohe Sachwerte, hast regelmäßig Kontakt zu Herstellerfirmen und verbringst viel Zeit an Bildschirm und Messgeräten. Je nach Projekt arbeitest du auch im Labor, im Freien oder in Werkhallen.

Wie sind die Berufsaussichten als Beamter/Beamtin in der Wehrverwaltung?

Die Berufsaussichten als Beamter/Beamtin in der Wehrverwaltung sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch — offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spricht für Jobsuchende. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, Arbeitgeber suchen länger. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Es gibt genug Nachwuchs, aber die Gesamtzahl der Fachkräfte ist rückläufig.

Womit arbeitet man als Beamter/Beamtin in der Wehrverwaltung?

Im Alltag arbeitest du mit technischen Fachunterlagen, Beschaffungsverträgen und Prüfergebnisberichten. Zum Einsatz kommen außerdem militärische Fahrzeuge, Fluggeräte, Schiffe, elektronische Prüfgeräte und PC-Arbeitsplätze mit Internetzugang.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Mit Erfahrung kannst du in den höheren technischen Dienst aufsteigen und dort Leitungsfunktionen übernehmen. Fachlich sind Vertiefungen in Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Luft- und Raumfahrttechnik, Schiffbau oder Elektrotechnik möglich.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Du kannst dich in Feldern wie elektrische Energie- und Anlagentechnik, Projektmanagement oder Verwaltungsrecht weiterqualifizieren. Spezialisierungen in Informations- und Kommunikationstechnik, Luft- und Raumfahrttechnik oder Schiffbau helfen dir, anspruchsvollere Projekte zu übernehmen.

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