Luft-, Raumfahrttechnik (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Luft-, Raumfahrttechnik (Master)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Luft- und Raumfahrttechnik · Luft- und Raumfahrtingenieur/inAeronautical engineer (m/f)Aerospace engineer (m/f)Spacecraft systems engineer (m/f) ·

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Testlabors, auf Prüf- und Versuchsständen · in Fluggeräten und Flugsimulationsanlagen · in Kontrollzentren und Projektsteuerungseinrichtungen · in Werkstätten und Produktionshallen · beim Kunden · in Büro- und Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil

Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen für Luft- und Raumfahrttechnik entwickeln Flugzeuge, Helikopter, Raumsonden und Satelliten. Am Computer konstruieren sie Bauteile mit CAD, berechnen Festigkeit und Aerodynamik per CAE und prüfen in virtuellen Flugsimulatoren, wie sich das System bei Windböen oder Systemausfällen verhält. Im Windkanal oder während Testflügen messen sie Betriebsparameter, werten Daten aus und verfeinern das Design. In der Fertigung planen sie Abläufe, überwachen Montage und sorgen mit rechnergestützter Qualitätssicherung dafür, dass jedes Teil die Normen der Flugsicherheit erfüllt. Sie koordinieren die termingerechte Beschaffung von Werkstoffen, arbeiten in interdisziplinären Teams mit Antriebstechnik, Avionik und Leichtbau zusammen und erstellen Gutachten für Behörden oder Kunden. Forschungsteams beschäftigen sich zudem mit Wasserstoffantrieben, 3-D-gedruckten Komponenten und intelligenten Werkstoffen, um künftige Fluggeräte leichter, leiser und klimaneutral zu machen.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen6
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Luft-, Raumfahrttechnik
  • Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
  • Bei dualen Studiengängen i.d.R. Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen (Praxispartner)
  • Ggf. Englischkenntnisse

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Luft- und Raumfahrtingenieur/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 61.236 € und 77.400 € pro Jahr. Faktoren wie Branche, Verantwortung und Region können das Einkommen zusätzlich beeinflussen.

Ist der Beruf als Luft- und Raumfahrtingenieur/in körperlich anstrengend?

Körperliche Schwerarbeit spielt meist keine Rolle, doch bestimmte Fähigkeiten sind Pflicht. Schwindelfreiheit für Arbeiten in größerer Höhe, präzise Motorik der Arme und Hände beim Aufbau von Versuchsteilen sowie ein gutes Farb- und räumliches Sehvermögen für Kabelcodes und 3-D-Modelle sind unerlässlich.

Wie sind die Berufsaussichten als Luft- und Raumfahrtingenieur/in?

Die Berufsaussichten sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch, Stellen sind schwer zu besetzen — gut für Bewerber/innen. Zusätzlich werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Positionen frei werden. Gleichzeitig soll die Beschäftigung bis 2040 schrumpfen, was langfristig zu mehr Konkurrenz führen kann.

Welche digitalen Skills braucht man als Luft- und Raumfahrtingenieur/in?

3-D- und 4-D-Druck, 3-D-Simulationen sowie dynamische Systemsimulation gehören zum Alltag. Du solltest außerdem Apps zur Produktionsüberwachung, automatische optische Inspektionssysteme und kollaborative Roboter (Cobots) bedienen können, um vernetzte Fertigungsprozesse effizient zu steuern.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Luft- und Raumfahrtingenieur/in?

Die Tätigkeit ist stark sicherheitsrelevant und unterliegt strengen Vorschriften, weil jede Fehlkonstruktion die Flugsicherheit gefährdet. Längere Phasen vor dem Bildschirm wechseln sich mit Einsätzen in Werkhallen, Laboren und gelegentlichen Dienstreisen ab, teils bei erheblichem Lärm durch Triebwerktests.

Womit arbeitet man als Luft- und Raumfahrtingenieur/in?

In der Praxis kommen Wind- und Strömungskanäle, Thermal-Vakuum-Kammern, Messgeräte sowie spezialisierte Roboter zum Einsatz. CAD-, CAM- und rechnergestützte Qualitätssicherungsprogramme unterstützen dich anschließend bei Konstruktion, Fertigung und Datenanalyse.

Kann man sich als Luft- und Raumfahrtingenieur/in selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist gut realisierbar, zum Beispiel über ein eigenes Ingenieurbüro für Entwicklungs-, Planungs- oder Konstruktionsdienstleistungen. Alternativ kannst du dich in die Handwerksrolle eintragen lassen und einen Betrieb etwa im Feinwerkmechaniker- oder Elektrotechnikerhandwerk führen oder als freie/r Sachverständige/r im Vertrieb tätig sein.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Luft- und Raumfahrtingenieur/in?

Berufsbegleitende Lehrgänge decken Themen wie Luft- und Raumfahrttechnik, Konstruktion, CAD, Produktions- und Fertigungstechnik, Mechatronik oder Projektmanagement ab. Damit hältst du dein Fachwissen aktuell und kannst dich gezielt für Entwicklungs-, Wartungs- oder Führungsaufgaben qualifizieren.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Luft- und Raumfahrtingenieur/in?

Für höhere Positionen kommen vor allem fachliche Spezialisierungen und wissenschaftliche Abschlüsse infrage. Weiterbildungen wie Schweißfachingenieur/in oder REFA-Ingenieur/in qualifizieren dich für leitende Aufgaben in Produktion und Qualitätssicherung. Möchtest du in Forschung oder Lehre wechseln, ebnet eine Promotion – und später gegebenenfalls eine Habilitation – den Weg zur Professur.