Vertriebsingenieur/Vertriebsingenieurin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Vertriebsingenieur/Vertriebsingenieurin

Auch bekannt als: Verkaufsingenieur/in · Sales engineer (m/f) · Technical sales manager (m/f)

BerufsfeldWirtschaft & Finanzen
Arbeitsortein Büroräumen · in Testlabors und an Prüfständen · in Produktionshallen · in Besprechungsräumen · beim Kunden, ggf. auch im Freien · auf Fachmessen · im Homeoffice bzw. mobil
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Über den Beruf

Vertriebsingenieur/innen vermarkten komplexe Technik und führen Kunden durch den gesamten Verkaufsprozess. Sie analysieren Absatzmärkte, legen digitale und klassische Vertriebsstrategien fest und gewinnen neue Geschäftspartner per Videokonferenz oder Messeauftritt. Für jede Anfrage entwickeln sie zusammen mit Entwicklung und Produktion passgenaue Lösungen – vom vernetzten Fertigungssystem bis zur 3-D-Druckanlage – kalkulieren Preise, erstellen Angebote und verhandeln Verträge. Nach der Unterschrift steuern sie die interne Auftragsabwicklung, überwachen Termine, prüfen die Anlage beim Kunden und schulen dessen Mitarbeitende. Reklamationen nehmen sie auf, leiten Optimierungen ein und bleiben zentrale Ansprechperson für technische Fragen. Mithilfe von ERP-Systemen und ausgewerteten Kundendaten beurteilen sie den Erfolg ihrer Kampagnen und justieren Marketing und Forecasts laufend.

Ausbildung & Zugang

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Vertriebsingenieur/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.932 € brutto im Monat. Je nach Berufserfahrung, Branche und Region kannst du schon bei rund 5.171 € einsteigen; mit zunehmender Verantwortung sind spürbar höhere Einkommen realistisch.

Wie sind die Berufsaussichten als Vertriebsingenieur/in?

Die Berufsaussichten als Vertriebsingenieur/in sind ausgeglichen. Ein hoher Fachkräftemangel macht es Arbeitgebern schwer, Stellen zu besetzen – das spielt Bewerber/innen in die Karten. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern weiter, weil Unternehmen länger nach passenden Kräften suchen. Gleichzeitig wird die Gesamtbeschäftigung bis 2040 voraussichtlich schrumpfen, und es gibt weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Vertriebsingenieur/in?

Vertriebsingenieur/innen arbeiten stark datengetrieben. Du solltest ERP-Systeme und Dokumentenmanagement­software sicher bedienen, Kundendaten auf Customer-Data-Plattformen auswerten und Demand-Sensing- oder Data-Driven-Marketing-Strategien daraus ableiten. Zusätzlich gewinnen Tools wie Chatbots, maschinelle Übersetzung und 3-D-Druck in Beratung und Kundenservice an Bedeutung.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Vertriebsingenieur/in?

Die Tätigkeit verbindet viel Bildschirmarbeit mit Außendiensteinsätzen und Messebesuchen. Häufige Reisen, unregelmäßige Arbeitszeiten und Verantwortung für Kund/innen sowie Mitarbeiter/innen gehören zum Alltag. Wer internationale Projekte betreut, ist zudem öfter länger vom Wohnort weg.

Womit arbeitet man als Vertriebsingenieur/in?

Zum Arbeitsalltag gehören Mess- und Prüfgeräte, technische Produkte aus dem eigenen Portfolio, Marktanalysen sowie Angebots- und Vertragsunterlagen. Du nutzt Software wie ERP-Systeme, Kalkulations- und CAD-Programme und greifst mobil auf Laptop, Smartphone oder Tablet zu, um Präsentationen oder Online-Demos beim Kunden zu steuern.

Kann man sich als Vertriebsingenieur/in selbständig machen?

Ja, viele Vertriebsingenieur/innen arbeiten als freiberufliche Beratende Ingenieur/innen. Vor einer Gründung lohnt sich eine Beratung, etwa über den Verein Deutscher Ingenieure (VDI), um Businessplan, Versicherungspflichten und Honorarstrukturen sauber aufzusetzen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Vertriebsingenieur/in?

Gefragt sind Schulungen in technischem Vertrieb, Projekt- und Vertriebsmanagement, Markt- und Kundenbearbeitung oder Verkaufstechniken. Ergänzend kannst du dich in Marketing, Controlling oder Fahrzeugtechnik spezialisieren, um dein Profil gezielt an neue Produkte oder Märkte anzupassen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Vertriebsingenieur/in?

Mit einem Bachelorabschluss öffnet ein Masterstudium in Technischem Vertrieb, Wirtschaftsingenieurwesen oder Betriebswirtschaftslehre zusätzliche Türen zu leitenden Funktionen. Wer in Forschung oder Hochschullehre aufsteigen will, benötigt meist eine Promotion, für Professuren oft sogar eine Habilitation. In der Industrie führen Erfahrung und Erfolge zudem häufig in Positionen wie Vertriebsleitung oder Key-Account-Management.

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