Venture-Capitalist
Über den Beruf
Venture-Capitalists prüfen Businesspläne junger Unternehmen, kalkulieren Marktchancen und bewerten das Risiko geplanter Beteiligungen. Auf Basis von Finanzmodellen ermitteln sie den aktuellen und künftigen Unternehmenswert und entscheiden, ob sich ein Engagement lohnt. Fällt der Entscheid positiv aus, strukturieren sie die Finanzierung: Sie werben Kapital bei Privatanlegern oder institutionellen Investoren ein, bündeln es in Fonds und schließen Beteiligungsverträge. Während der Laufzeit von meist zwei bis fünf Jahren begleiten sie die Start-ups eng, beraten beim Aufbau von Controllingstrukturen, steuern Liquidität und beobachten Konkurrenzentwicklungen. Verändert sich der Markt oder das Geschäftsmodell, passen sie ihre Strategie an. Läuft der Investmentzyklus ab, veräußern sie die Anteile oder koordinieren einen Börsengang und sichern so die Rendite der Geldgeber.
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Häufige Fragen
Was verdient man als Venture-Capitalist/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.566 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Standort kannst du mit mindestens 5.154 € rechnen; Spitzengehälter liegen oft deutlich darüber.
Wie sind die Berufsaussichten als Venture-Capitalist/in?
Die Berufsaussichten als Venture-Capitalist/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist derzeit hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – ein Plus für Bewerber/innen. Viele Altersabgänge stehen bevor, wodurch zusätzlich Positionen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040. In dieser längeren Perspektive finden Arbeitgeber schneller geeignetes Personal, sodass die Konkurrenz unter Bewerber/innen steigt.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Venture-Capitalist/in?
Die Arbeit spielt sich überwiegend am Schreibtisch in Büroräumen oder auch im Homeoffice ab. Du hast viel direkten Kontakt zu Gründer/innen und Kapitalgeber/innen und trägst eine hohe Verantwortung für Geldanlagen. Längere Phasen vor dem Bildschirm gehören ebenso dazu wie Verhandlungen, in denen es um große Summen geht.
Womit arbeitet man als Venture-Capitalist/in?
Zum täglichen Handwerkszeug gehören Analysesoftware, Kennzahlen-Modelle und umfangreiche Markt- und Unternehmensdaten. Außerdem arbeitest du mit Kapitalportfolios sowie Tabellen- und Controllingprogrammen, um Chancen und Risiken zu kalkulieren. Klassische Büroausstattung wie PC, Smartphone und Videokonferenzsysteme runden die Ausstattung ab.
Kann man sich als Venture-Capitalist/in selbständig machen?
Ja, eine Selbständigkeit ist möglich. Viele Venture-Capitalists gründen dafür eine eigene Beteiligungsgesellschaft oder positionieren sich als unabhängige Beratungsfirma für Wagniskapital. Entscheidend sind dafür ein belastbares Netzwerk und ausreichendes Startkapital.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Venture-Capitalist/in?
Nach dem Einstieg kannst du dich durch Fachseminare in Controlling, Finanz- und Rechnungswesen oder Bank- und Versicherungsrecht auf dem Laufenden halten. Beliebt sind außerdem Kurse zu Kennzahlenanalyse, Revision und Immobilienwirtschaft. Solche Weiterbildungen vertiefen dein Fachwissen und erhöhen deine Chancen auf verantwortungsvollere Aufgaben.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Venture-Capitalist/in?
Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über akademische Vertiefungen und Leitungsfunktionen. Ein Master oder eine Promotion in Bank- und Finanzdienstleistungen, Unternehmensberatung, Wirtschaftsrecht oder Wirtschaftswissenschaften kann dir den Weg zur Fonds- oder Bereichsleitung ebnen. Mit abgeschlossener Promotion ist auch der Wechsel in die Hochschullehre bis hin zur Professur denkbar. Innerhalb größerer Venture-Capital-Gesellschaften kannst du zudem in die Geschäftsführung aufrücken.
