Rechtswissenschaft (Erste juristische Prüfung) – Arbeitsumfeld
Studium

Rechtswissenschaft (Erste juristische Prüfung)

Auch bekannt als: Jurist/in · Rechtswissenschaftler/in

BerufsfeldRecht & Verwaltung
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · bei der Mandantschaft bzw. in Gerichtssälen · im Homeoffice bzw. mobil · in Seminarräumen sowie Hörsälen (bei Lehrtätigkeit)
Dauer5 Jahre
Studiengänge64

Über den Beruf

Jurist/innen prüfen Sachverhalte, recherchieren Gesetze und leiten rechtliche Lösungen ab. Sie entwerfen Verträge, Gutachten und Satzungen, verhandeln Vergleichsvorschläge oder vertreten Mandanten vor Gericht und Schiedsstellen. In Unternehmen sichern sie Liefer-, Lizenz- oder Arbeitsverhältnisse vertraglich ab, analysieren steuer- oder zollrechtliche Risiken und begleiten M&A-Projekte. In Verwaltungen entscheiden sie über Anträge, gestalten Verordnungen oder bereiten Gesetzesentwürfe vor. Banken, Versicherer und Verbände binden sie als Compliance-Beauftragte ein, um interne Prozesse mit Kartell- oder Datenschutzrecht in Einklang zu bringen. Jurist/innen nutzen hierfür Fachliteratur, elektronische Akten, Dokumentenmanagementsysteme und zunehmend Legal-Tech-Tools, die Standardfälle automatisieren oder Präzedenzfälle per Text-Mining finden. Bei Bedarf vermitteln sie zwischen Streitparteien, damit teure Verfahren vermieden werden. Ihre Analysen bilden die Basis für rechtssichere Entscheidungen – vom privaten Mietvertrag bis zur internationalen Fusion.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität
Dauer5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen2
  • Allgemeine oder ggf. fachgebundene Hochschulreife oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren

Passende Studiengänge64

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Jurist/in?

Das Gehalt liegt typischerweise 6.480 € brutto im Monat. Einstiegsgehälter beginnen bei rund 4.829 €, steigen jedoch mit Erfahrung, Verantwortungsbereich und Standort deutlich an.

Wie lange dauert das Studium der Rechtswissenschaft?

Die Regelstudienzeit bis zur Ersten juristischen Prüfung beträgt fünf Jahre. In dieser Zeit belegst du Pflicht- und Schwerpunktfächer und schließt mit der staatlichen Prüfung ab.

Welche Schulfächer sind wichtig für Rechtswissenschaft?

Wirtschaft/Recht, Politik/Sozialkunde, Geschichte, Deutsch, Englisch und Latein geben dir ein solides Fundament für das Jurastudium.

Wie sind die Berufsaussichten als Jurist/in?

Die Berufsaussichten als Jurist/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel gering – offene Stellen werden schnell besetzt. Zudem steigt die Bewerberkonkurrenz bis 2040, weil Arbeitgeber voraussichtlich leichter Personal finden.

Welche digitalen Skills braucht man als Jurist/in?

Im juristischen Alltag werden immer mehr digitale Werkzeuge eingesetzt. Du solltest sicher mit E-Akte-Systemen, Dokumentenmanagement und Compliance-Plattformen umgehen können und einfache Abläufe mithilfe von Robotic Process Automation oder KI-Agenten unterstützen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Jurist/in?

Die Arbeit bringt hohe Verantwortung für Personen und Sachwerte mit sich – etwa bei Urteilen oder millionenschweren Verträgen. Kundenkontakt, der Umgang mit problembelasteten Menschen und gefühlsintensive Strafverfahren können emotional fordernd sein. Zugleich fällt viel Bildschirmarbeit an, wenn Gutachten und Schriftsätze erstellt werden.

Kann man sich als Jurist/in selbständig machen?

Ja. Du kannst beispielsweise als selbstständige/r Berater/in arbeiten; für die Gründung oder Übernahme einer Anwaltskanzlei benötigst du jedoch zusätzlich die Zweite juristische Staatsprüfung.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Jurist/innen?

Fachspezifische Lehrgänge in Steuerrecht, Umweltrecht, Verwaltungsrecht, Wirtschaftsrecht oder Arbeitsrecht halten dich juristisch auf dem neuesten Stand und schärfen dein Profil.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Jurist/innen?

Aufstiegschancen eröffnen vor allem akademische Schritte nach dem Studium. Eine Promotion in Rechtswissenschaft oder Wirtschaftsrecht ebnet den Weg zu Leitungsfunktionen in Verwaltung, Wirtschaft oder Forschung. Mit einer anschließenden Habilitation qualifizierst du dich zusätzlich für Professuren an Hochschulen.

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