Treuhänder/Treuhänderin
Über den Beruf
Treuhänder und Treuhänderinnen vertreten die Vermögens- und Rechtsinteressen ihrer Auftraggeber. Sie führen laufende Buchhaltung, erstellen Lohn- und Sozialversicherungsabrechnungen und fertigen Steuererklärungen an. Aus den Geschäftszahlen entwickeln sie den Jahresabschluss, beurteilen Bilanzierungsspielräume und prüfen Bonität sowie Zahlungsfähigkeit. In Revisionen kontrollieren sie interne Prozesse und decken Fehler auf. Für Unternehmen und Privatpersonen verwalten sie Immobilien, Nachlässe oder andere Vermögenswerte und beraten zu wirtschaftlichen und steuerlichen Fragen. Ordnet ein Gericht ein Insolvenzverfahren an, übernehmen sie als gesetzliche Verwalter die vollständige Verfügung über das Schuldnervermögen, veräußern Aktiva und verteilen Erlöse an Gläubiger. Sie müssen steuerliche, handelsrechtliche und sozialversicherungsrechtliche Vorgaben konsequent einhalten und ihre Mandanten gegenüber Behörden oder Prüfern vertreten.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Oft wird ein Studium, z.B. in Wirtschaftswissenschaften, Recht oder Betriebswirtschaft, vorausgesetzt, ergänzt durch eine anschließende Weiterbildung in der Wirtschaftsprüfung.
Zugangswege
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Treuhänder/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 7.109 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Unternehmensgröße und Region kannst du zu Beginn mit rund 5.115 € rechnen und dein Einkommen durch Spezialisierung deutlich steigern.
Wie sind die Berufsaussichten als Treuhänder/in?
Die Berufsaussichten als Treuhänder/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen lassen sich schwer besetzen, was deine Chancen auf eine Anstellung verbessert. Zusätzlich werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Positionen frei werden. Wer flexibel bei Region und Spezialisierung ist, findet daher meist schnell ein passendes Angebot.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Treuhänder/in?
Treuhänder/innen arbeiten überwiegend in Büroräumen und verbringen viel Zeit am Bildschirm. Kundentermine oder Vor-Ort-Prüfungen bei Mandanten sorgen jedoch für Abwechslung. Die Tätigkeit erfordert ein hohes Maß an Sorgfalt, da du für Vermögenswerte und die Einhaltung komplexer Vorschriften verantwortlich bist.
Womit arbeitet man als Treuhänder/in?
Zum Alltag gehören Unterlagen wie Steuererklärungen, Lohn- und Gehaltsabrechnungen sowie Jahresabschlüsse. Dazu nutzt du Büroausstattung wie PC, Internetzugang und Telefon, um Finanzdaten auszuwerten, Berichte zu erstellen und mit Mandanten zu kommunizieren.
Kann man sich als Treuhänder/in selbständig machen?
Ja, das ist möglich. Viele Treuhänder/innen gründen eine eigene Unternehmensberatung oder Immobilienverwaltung, andere arbeiten selbständig in Kooperation mit Rechtsanwaltskanzleien, Buch- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften oder Notariaten.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Treuhänder/in?
Fortbildungen reichen von Buchführung und Bilanz, Steuern und Wirtschaftsprüfung über Immobilienwirtschaft und Facility Management bis hin zur Wirtschafts- und Unternehmensberatung. Auch spezielle Lehrgänge für Juristinnen und Juristen oder für Rechtsanwalts- und Notariatsfachangestellte können dein Profil schärfen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Treuhänder/in?
Aufstiegsmöglichkeiten eröffnen sich durch ein Masterstudium etwa in Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsrecht oder Wirtschaftswissenschaften. Eine anschließende Promotion kann dir den Weg in Führungspositionen der Privatwirtschaft oder in Forschung und öffentliche Verwaltung ebnen. Wer eine Professur anstrebt, benötigt nach der Promotion noch eine Habilitation.
