Tischler/Tischlerin für Restaurierungsarbeiten
Auch bekannt als: Antikschreiner/in
Über den Beruf
Tischler/innen für Restaurierungsarbeiten untersuchen historische Möbel, Fenster oder Wandvertäfelungen, dokumentieren Schäden und entwickeln ein passgenaues Sanierungskonzept. Sie entfernen Schmutz, Lacke und Farbschichten, legen originale Oberflächen frei und erhalten, wenn möglich, die alte Substanz. Beschädigte Verbindungen lösen sie, passen Zapfen oder Dübel an und verleimen die Teile neu. Fehlende Ornamente, Intarsien oder Beschläge fertigen sie nach historischen Vorlagen, oft mit CNC-Fräsen oder 3-D-Druck, und setzen sie exakt ein. Kratzer retuschieren sie, Holzschäden füllen sie auf und schützen das Werkstück mit Öl, Wachs oder Lack. Digitale Verfahren wie 3-D-Laserscanning, CAM oder Augmented Reality erleichtern Aufmaß, Fertigung und Kundenberatung. Sämtliche Arbeitsschritte halten sie fotografisch und schriftlich fest und sichern so die Nachvollziehbarkeit jeder Restaurierung.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- I.d.R. Gesellenprüfung im Tischler-Handwerk oder Abschlussprüfung als Holzmechaniker/in
- Einschlägige Berufspraxis von mind. 2 Jahren
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Tischler/in für Restaurierungsarbeiten?
Als Tischler/in für Restaurierungsarbeiten liegt das Gehalt typischerweise bei 3.883 € brutto im Monat. Mit Berufserfahrung kannst du zwischen 3.089 € und 4.810 € verdienen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zur Tischler/in für Restaurierungsarbeiten?
Die Dauer variiert je nach Bildungsanbieter und Unterrichtsform. In Vollzeit bist du deutlich schneller fertig als in berufsbegleitender Teilzeit, genaue Angaben erhältst du bei der jeweiligen Akademie oder Handwerkskammer.
Ist der Beruf als Tischler/in für Restaurierungsarbeiten körperlich anstrengend?
Ja, der Beruf fordert den ganzen Körper. Du hebst schwere Holzbauteile, arbeitest häufig in gebückter oder kniender Haltung und brauchst kräftige Arme sowie ein gutes Farbsehvermögen für detailgenaue Retuschen.
Wie sind die Berufsaussichten als Tischler/in für Restaurierungsarbeiten?
Die Berufsaussichten als Tischler/in für Restaurierungsarbeiten sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, ein Pluspunkt für Bewerber/innen. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, was den Markt etwas eintrübt.
Welche digitalen Skills braucht man als Tischler/in für Restaurierungsarbeiten?
Digitale Kompetenz wird immer wichtiger. Du solltest Aufmaß- und Planungsapps sicher nutzen, Farbtöne mit einem Color Reader bestimmen können und digitale Dokumentenmanagement-Systeme für die lückenlose Projektdokumentation beherrschen. Wearables wie Datenbrillen helfen dir zudem, historische Zustände direkt am Objekt einzublenden.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Tischler/in für Restaurierungsarbeiten?
Die Arbeit wechselt zwischen Werkstatt, Baustelle und historischen Gebäuden. Du trägst Schutzkleidung, arbeitest viel im Stehen oder unter Zeitdruck und musst zugleich äußerst präzise sein, weil es um wertvolle Einzelstücke geht.
Kann man sich als Tischler/in für Restaurierungsarbeiten selbständig machen?
Ja, mit dem Weiterbildungsabschluss kannst du dich in die Handwerksrolle eintragen lassen und einen eigenen Tischlerbetrieb gründen. Beratung zur Existenzgründung bieten zum Beispiel Berufsverbände wie Tischler Schreiner Deutschland.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Tischler/in für Restaurierungsarbeiten?
Du kannst dich in Kursen zu historischer Materialkunde, Denkmalschutz, Polsterei oder Fenster-, Türen- und Treppenbau spezialisieren. Auch Seminare zu Holzschutz, Holzkunde oder modernem Möbelbau erweitern dein Fachwissen und eröffnen neue Einsatzfelder.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Tischler/in für Restaurierungsarbeiten?
Ein nächster Karriereschritt ist die Meisterprüfung im Tischlerhandwerk, mit der du Auszubildende betreuen oder Werkstätten leiten kannst. Alternativ bringt dich eine Weiterbildung zur/zum Techniker/in der Fachrichtung Holztechnik in Projektleitung oder Konstruktion. Mit einem Bachelor- oder Masterstudium in Restaurierung, Holztechnik oder Innenarchitektur kannst du zudem in Planung, Denkmalpflege oder dein eigenes Planungsbüro aufsteigen.
