Tierwirt/Tierwirtin Fachrichtung Schweinehaltung – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Tierwirt/Tierwirtin Fachrichtung Schweinehaltung

Auch bekannt als: Landwirt/in · Landwirtschaftliche/r Facharbeiter/in · Animal caretaker (m/f) - specialising in pig farming

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Ställen · in Lagerräumen für Futter · in Werkstätten (Wartungsarbeiten an Maschinen und Geräten) · im Freien (z.B. Wirtschaftsdünger lagern, Futtermittel anbauen oder Versorgung der Tiere bei Haltung mit Weideauslauf) · in Büroräumen
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze26

Über den Beruf

Tierwirte und Tierwirtinnen der Fachrichtung Schweinehaltung züchten Ferkel, mästen Jungtiere bis zur Schlachtreife und wählen geeignete Sauen und Eber für die Zucht aus. Sie steuern automatische Fütterungs- und Lüftungsanlagen, mischen Futtermittel bedarfsgerecht und entnehmen Proben zur Kontrolle. Während der Trächtigkeit überwachen sie Sauen, führen künstliche Besamungen durch und begleiten die Geburt. Neugeborene kennzeichnen sie, prüfen Gewicht und Gesundheitszustand und halten alle Daten digital fest. In der Mast ordnen sie Schweine nach Gewicht, passen Futterrationen an und überprüfen, ob die Mastziele erreicht werden. Sensoren für Klima und Tierverhalten unterstützen ihre tägliche Bestandskontrolle. Bei Krankheiten assistieren sie Tierärztinnen und Tierärzten, verabreichen Medikamente und setzen Hygienemaßnahmen um. Gründliches Reinigen und Desinfizieren der Ställe sichert Tierwohl und Fleischqualität, bevor die Tiere an Handel oder Schlachthof gehen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Landwirtschaft (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Tierwirt/in?

Das Gehalt liegt typischerweise 2.569 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Betriebsgröße und Region bewegen sich die Einkommen meist zwischen 2.324 € und 2.904 €. In tarifgebundenen Betrieben können Zuschläge für Wochenend- oder Bereitschaftsdienste hinzukommen.

Wie lange dauert die Ausbildung als Tierwirt/in?

Die duale Ausbildung in der Fachrichtung Schweinehaltung dauert 3 Jahre. Bei sehr guten Leistungen oder einschlägiger Vorbildung kannst du unter bestimmten Voraussetzungen verkürzen.

Welche Schulfächer sind wichtig für Tierwirte/innen?

Vor allem Biologie und Mathematik helfen dir in dieser Ausbildung. Mit Biologie verstehst du Verhalten und Gesundheit der Schweine, während Mathematik nötig ist, um Futterrationen oder Wirtschaftlichkeitsrechnungen aufzustellen.

Ist der Beruf als Tierwirt/in körperlich anstrengend?

Der Berufsalltag ist körperlich fordernd. Du hebst Futtersäcke, arbeitest in gebückter Haltung beim Säubern der Ställe und bist oft über viele Stunden auf den Beinen. Kälte, Hitze, Staub und Gerüche gehören ebenso dazu wie der direkte Kontakt zu den Tieren.

Wie sind die Berufsaussichten als Tierwirt/in?

Die Berufsaussichten als Tierwirt/in in der Schweinehaltung sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen lassen sich schwer besetzen, das spricht für Bewerber/innen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Jobs frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, sodass das Gesamtangebot an Arbeitsplätzen langfristig abnehmen kann.

Welche digitalen Skills braucht man als Tierwirt/in?

Du solltest sicher mit Sensor- und Automatisierungstechnik umgehen können. Vollautomatische Fütterungssysteme, vernetzte Geburtsüberwachung und Stallklima-Sensoren werden per Software gesteuert und liefern Daten, die du auswertest. Grundkenntnisse in LP-WAN-Netzwerken und Datenanalyse erleichtern dir dabei den Einstieg.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Tierwirt/in?

Die Arbeit wechselt zwischen Stall, Werkstatt, Büro und Feld – feste Bürozeiten gibt es selten. Du kommst mit Staub, Dämpfen und starken Gerüchen in Kontakt und arbeitest bei jeder Witterung, oft früh morgens oder am Wochenende. Gleichzeitig unterstützen Maschinen wie Fütterungsautomaten und Lüftungsanlagen viele Abläufe.

Womit arbeitet man als Tierwirt/in?

Zum Arbeitsalltag gehören Ferkel, Mast- und Zuchtschweine genauso wie Fütterungsautomaten, Lüftungs- und Heizungsanlagen oder Traktoren. Häufig nutzt du Ultraschallgeräte, Besamungsinstrumente, Hochdruckreiniger und Handwerkzeuge wie Schaufeln und Forken. Stallbücher, Mastkontrollkarten und digitale Nachweise dokumentieren dabei sämtliche Schritte.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Tierwirt/in?

Nach einigen Jahren Praxis kannst du die Prüfung zur/zum Tierwirtschaftsmeister/in – Fachrichtung Schweinehaltung oder Landwirtschaftsmeister/in ablegen und so eine leitende Funktion übernehmen. Ebenso sind Weiterbildungen zum/zur Fachagrarwirt/in für Besamungswesen oder Klauenpflege, zum/zur Techniker/in für Agrartechnik oder Betriebswirt/in bzw. Wirtschafter/in für Agrarbetrieb möglich.

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