Tierpsychologe/Tierpsychologin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Tierpsychologe/Tierpsychologin

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Behandlungsräumen · bei Kunden/Kundinnen, ggf. im Freien · in Tierställen · in Büroräumen

Über den Beruf

Tierpsychologinnen und Tierpsychologen analysieren Verhaltensauffälligkeiten bei Hunden, Katzen oder Pferden. Sie befragen Halter zu Haltung, Alltag und Stresssituationen, beobachten das Tier und leiten aus den Erkenntnissen eine Diagnose ab. Liegt eine Krankheit zugrunde, veranlassen sie tierärztliche Untersuchungen; andernfalls erstellen sie einen individuellen Trainings- und Therapieplan. Im praktischen Training formen sie Schritt für Schritt gewünschte Verhaltensmuster und schulen dabei auch die Halter, damit die Übungen konsequent fortgeführt werden. Den Verlauf dokumentieren sie, passen Maßnahmen an und erstellen Gutachten, etwa über Aggressionspotenzial. Auch organisatorische Aufgaben wie Termin- und Rechnungsmanagement gehören dazu. Wenn das Tier später gelassen Besuch empfängt oder ohne Angst verladen wird, zeigt sich der Erfolg ihrer Arbeit.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Zugang wird oft eine passende Aus- oder Weiterbildung oder ein Studium im Bereich Tiermedizin vorausgesetzt.

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Tierpsychologe/in?

Offizielle Gehaltsstatistiken für Tierpsychologinnen und Tierpsychologen liegen derzeit nicht vor. Wie viel du verdienst, hängt vor allem von deiner Qualifikation, der Art der Anstellung (angestellt oder freiberuflich), der Region sowie von Größe und Zahlungsbereitschaft deines Kundenstamms ab. In einer eigenen Praxis bestimmst du Honorarhöhe und Auslastung selbst, trägst aber auch das volle wirtschaftliche Risiko.

Wie sind die Berufsaussichten als Tierpsychologe/in?

Die Berufsaussichten als Tierpsychologe/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das ist vorteilhaft für Bewerber/innen. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger nach geeignetem Personal suchen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Stellen frei werden.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Tierpsychologe/in?

Die Arbeit ist abwechslungsreich, aber auch fordernd. Du wechselst zwischen Behandlungsräumen, Tierställen, Tierparks und den Wohnungen deiner Kunden und stehst dabei in engem Kontakt zu oft verunsicherten oder aggressiven Tieren. Intensiver Kundenkontakt gehört fest dazu, weil Halter/innen in die Therapie eingebunden werden.

Womit arbeitet man als Tierpsychologe/in?

Zum Arbeitsalltag gehören zuerst die Tiere selbst – meist Hunde, Katzen oder Pferde –, mit denen du direkt trainierst. Für Analyse und Dokumentation nutzt du Fragebögen, Gutachtenvorlagen, Abrechnungsformulare und rechtliche Leitfäden wie das Tierschutzgesetz. Am Schreibtisch arbeitest du mit PC, Internetzugang und Telefon, um Termine zu koordinieren und Berichte zu verfassen.

Kann man sich als Tierpsychologe/in selbständig machen?

Ja, eine Selbständigkeit ist in diesem Beruf sehr verbreitet. Viele Tierpsychologen/innen eröffnen eine eigene Praxis oder bieten mobile Verhaltenstherapie an und rechnen Leistungen direkt mit den Haltern ab. Dafür brauchst du betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse und ein gutes Netzwerk zu Tierärztinnen, Hundeschulen und Trainer/innen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Tierpsychologe/in?

Du kannst dich in Themen wie Tierpsychologie, Tierpflege oder Tierzucht und -haltung gezielt fortbilden. Solche Kurse vertiefen dein Wissen über bestimmte Tierarten oder Trainingsmethoden und erhöhen deine Chancen auf anspruchsvollere Fälle oder höhere Honorare. Einige Seminare sind sogar Voraussetzung, um von Tierärztinnen oder Behörden als Verhaltenstherapeut/in empfohlen zu werden.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Tierpsychologe/in?

Aufstiegschancen entstehen vor allem durch akademische Qualifizierung. Ein Masterstudium oder eine Promotion in Tiermedizin kann dir den Weg in Forschung, Hochschullehre oder leitende Positionen in Kliniken eröffnen. Ebenso kannst du eine größere Praxis aufbauen und ein eigenes Team leiten.