Tierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung Forschung und Klinik
Auch bekannt als: Versuchstierpfleger/in · Tierpfleger/in - Versuchstiere ·
Über den Beruf
Tierpfleger/innen der Fachrichtung Forschung und Klinik versorgen Versuchstiere ebenso wie kranke Haustiere. Sie stellen artgerechte Futtermischungen zusammen, reinigen Käfige und Ställe gründlich und richten die Unterkünfte so ein, dass die Tiere stressarm leben können. Ständig beobachten sie Verhalten und Gesundheitszustand, dokumentieren jede Auffälligkeit und melden sie an Tierärzt/innen oder die Versuchsleitung. In Tierkliniken assistieren sie bei Operationen, halten Tiere ruhig, verabreichen nach Anweisung Medikamente und betreuen die Genesung. In Forschungseinrichtungen bereiten sie Tiere auf Versuche vor, entnehmen Proben, pflegen Zell- und Gewebekulturen und führen Laborarbeiten durch. Dabei halten sie strenge Hygiene- und Tierschutzvorschriften ein, bedienen Desinfektions- und Sterilisationsgeräte und sorgen für sichere Lagerung von Futter und Medikamenten. Präzise Dokumentation in Stallbüchern, Protokollen und digitalen Laborsystemen rundet ihre Arbeit ab.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Tierpfleger/in in Forschung und Klinik?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.640 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.139 € und 4.139 €.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Tierpfleger/in?
Während deiner Ausbildung verdienst du im ersten Jahr rund 1.216 €, im zweiten 1.270 € und im dritten 1.331 € brutto pro Monat; der Durchschnitt liegt bei etwa 1.275 €.
Wie lange dauert die Ausbildung als Tierpfleger/in?
Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du sie durch gute Leistungen oder einschlägige Vorkenntnisse verkürzen.
Welche Schulfächer sind wichtig für Tierpfleger/innen?
Biologie, Mathematik. Biologie hilft dir, Verhalten und Gesundheitsparameter der Tiere zu verstehen, während Mathematik beim Berechnen von Futtermengen und Medikamentendosierungen nützlich ist.
Ist der Beruf als Tierpfleger/in körperlich anstrengend?
Ja, der Job stellt klare körperliche Anforderungen: Du hebst Futtersäcke, reinigst Tierunterkünfte und stehst oft lange. Beweglichkeit und eine belastbare Wirbelsäule sind wichtig, weil du Tiere greifen, halten und manchmal in beengten Käfigsystemen arbeiten musst.
Wie sind die Berufsaussichten als Tierpfleger/in?
Die Berufsaussichten als Tierpfleger/in in Forschung und Klinik sind ausgeglichen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040. Der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen werden meist schnell besetzt.
Welche digitalen Skills braucht man als Tierpfleger/in?
Im Alltag nutzt du Dokumentenmanagementsysteme, um Versuchs- und Pflegedaten sauber zu archivieren. Außerdem solltest du mit Laborinformationssystemen umgehen können, um Zell- und Gewebeproben elektronisch zu erfassen und auszuwerten.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Tierpfleger/in?
Du arbeitest in Ställen, Labors oder OP-Räumen, trägst Schutzkleidung und kommst regelmäßig mit Reinigungschemikalien in Kontakt. Gerüche, Schmutzarbeit, Schichtdienst und der direkte Umgang mit Tieren – auch in Stress- oder Krankheitssituationen – gehören zum Berufsalltag.
Kann man sich als Tierpfleger/in selbständig machen?
Ja, möglich ist zum Beispiel eine eigene Tierpension oder ein Tierzuchtbetrieb. Alternativ kannst du als Franchisenehmer/in einen Fachhandel für Tiernahrung und -bedarf eröffnen; Hilfestellung zur Existenzgründung bietet etwa der Deutsche Tierschutzbund.
