Tierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung Tierheim und Tierpension
Auch bekannt als: Heim- und Pensionstierpfleger/in · Tierpfleger/in - Heimtiere ·
Über den Beruf
Tierpfleger/innen der Fachrichtung Tierheim und Tierpension versorgen Hunde, Katzen, Kleintiere oder Reptilien, die zeitweise abgegeben oder herrenlos aufgegriffen wurden. Sie richten Gehege, Käfige und Ausläufe artgerecht ein, reinigen und desinfizieren sie regelmäßig und lagern Futter sachgerecht. Mit geschultem Blick beobachten sie Verhalten und Gesundheit, erkennen früh Krankheiten oder Stress und leiten Quarantäne- oder Behandlungsmaßnahmen ein. Bei tierärztlichen Eingriffen halten sie Tiere, verabreichen Medikamente und dokumentieren Befunde. Besonders bei verstörten Tieren trainieren sie Geduld, Sozialkontakte und, bei Hunden, Grundgehorsam. Gleichzeitig beraten sie Tierhalter, schließen Pensions- sowie Vermittlungsverträge und prüfen, ob neue Interessenten zu einem Tier passen. Auch Kostenplanung, Futtermittelbestellung und einfache Reparaturen gehören zum Alltag. So schaffen sie sichere Übergangsplätze und bereiten die Tiere auf ein dauerhaftes Zuhause vor.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Tierpfleger/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 2.886 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.367 € und 3.702 €. Zuschläge für Wochenend- oder Nachtschichten können das Einkommen zusätzlich erhöhen.
Wie lange dauert die Ausbildung zur Tierpfleger/in?
Die duale Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. In dieser Zeit wechseln sich Praxisphasen im Tierheim oder in der Tierpension mit Unterricht an der Berufsschule ab.
Welche Schulfächer sind wichtig für Tierpfleger/innen?
Biologie und Mathematik sind besonders hilfreich. Biologisches Wissen unterstützt dich beim artgerechten Umgang mit unterschiedlichen Tierarten, und Mathematik brauchst du zum Beispiel, um Futterrationen exakt zu berechnen.
Ist der Beruf als Tierpfleger/in körperlich anstrengend?
Ja, der Beruf erfordert Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Du trägst Futtersäcke, reinigst Gehege, hältst Tiere bei Untersuchungen fest und arbeitest oft im Freien – eine belastbare Wirbelsäule sowie funktionsfähige Arme und Hände sind daher wichtig.
Wie sind die Berufsaussichten als Tierpfleger/in?
Die Berufsaussichten als Tierpfleger/in sind ausgeglichen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040 und der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen sind meist schnell besetzt.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Tierpfleger/in?
Du arbeitest handwerklich in Ställen, Freigehegen oder Lagerräumen und trägst dabei Schutzkleidung wie Kittel, Handschuhe und Gummistiefel. Hitze, Kälte, Nässe, intensive Gerüche, der Umgang mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln sowie enger Kontakt zu gesunden und kranken Tieren gehören zum Alltag.
Womit arbeitet man als Tierpfleger/in?
Zum Equipment gehören Käfige, Ställe, Aquarien, Dampfstrahler, Thermometer, Bürsten, Krallenzangen und verschiedene Futtermittel. Auch Büroausstattung wie PC, Telefon und Vertragsformulare nutzt du, wenn du Tiere aufnimmst, vermittelst oder Kundendaten verwaltest.
Kann man sich als Tierpfleger/in selbständig machen?
Ja, eine Selbstständigkeit ist möglich, etwa mit einer eigenen Tierpension. Alternativ kannst du als Franchisenehmer/in einen Fachhandel für Tiernahrung und ‑bedarf eröffnen; Verbände wie der Deutsche Tierschutzbund bieten Informationen zur Existenzgründung.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Tierpfleger/in?
Eine Aufstiegsweiterbildung zur Tierpflegemeister/in qualifiziert dich für Leitungsfunktionen in Tierheim oder Pension. Zusätzlich eröffnen dir ein Bachelor- oder Masterstudium in Biologie oder Tiermedizin weitergehende Karriereperspektiven, zum Beispiel in Forschung, Beratung oder im Veterinärbereich.
