Technischer Produktdesigner/Technische Produktdesignerin Fachrichtung Produktgestaltung und -konstruktion
Auch bekannt als: Konstrukteur/in · Mikrozeichner/in · Technical product designer (m/f) - specialising in product design and construction
Über den Beruf
Technische Produktdesigner/innen der Fachrichtung Produktgestaltung und -konstruktion formen aus Ideen digitale Prototypen. Sie setzen Designvorgaben in 3-D-CAD-Modellen um, berechnen Längen, Flächen und Volumina und ergänzen das Modell um Bemaßungen sowie Toleranzen. Dazu wählen sie geeignete Werkstoffe, Normteile und Fertigungsverfahren aus und berücksichtigen Kosten, Montagefreundlichkeit und Qualität. Mit Simulationen prüfen sie, ob Bauteile Belastungen standhalten, passen Geometrien an und erstellen 3-D-Druck-Muster. Die erarbeiteten Datenmodelle werden in Stücklisten, Montageplänen und technischen Dokumentationen aufbereitet und in Dokumentenmanagementsystemen hinterlegt. Während der Produktentstehung stimmen sie sich eng mit Entwicklung und Produktion ab und präsentieren Zwischenergebnisse. Bis zur Serienfreigabe begleiten sie jeden Schritt, damit Bauteile und Baugruppen passgenau gefertigt werden können.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Technische/r Produktdesigner/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.869 € brutto im Monat. Mit wachsender Berufserfahrung und je nach Region kannst du zwischen 3.157 € und 4.765 € verdienen.
Wie lange dauert die Ausbildung als Technische/r Produktdesigner/in?
Die duale Ausbildung dauert 3,5 Jahre. Mit sehr guten Leistungen kannst du sie in Absprache mit Betrieb und Berufsschule oft um mehrere Monate verkürzen.
Welche Schulfächer sind für Technische Produktdesigner/innen wichtig?
Wichtig sind vor allem Mathematik, Werken/Technik und Physik. Mathe hilft dir bei Flächen-, Volumen- und Massestudien, Technik- und Physikkenntnisse brauchst du, um Werkstoffe korrekt auszuwählen und Belastungen einzuschätzen.
Wie sind die Berufsaussichten als Technische/r Produktdesigner/in?
Die Berufsaussichten als Technische/r Produktdesigner/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spielt dir in die Karten. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, Arbeitgeber suchen länger. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Technische/r Produktdesigner/in?
Gefragt sind Kenntnisse in 3-D-Druck und 3-D-Laserscanning, um Modelle schnell zu fertigen oder einzuscannen. Zusatzpunkte sammelst du mit Erfahrung im Umgang mit Cobots, Aktorik sowie Dokumenten- und Digital-Asset-Management-Systemen. Auch Themen wie Digitaler Produktpass oder das Präsentieren von Modellen als Hologramm gewinnen an Bedeutung.
Womit arbeitet man als Technische/r Produktdesigner/in?
Zum Arbeitsalltag gehören computergesteuerte Zeichenanlagen und Rapid-Prototyping-Maschinen ebenso wie klassische Zeichenwerkzeuge wie Zirkel und Papier. Hinzu kommen spezialisierte CAD-Programme, Norm- und Tabellenbücher sowie digitale Datenbanken, in denen Stück- und Normlisten verwaltet werden.
Kann man sich als Technische/r Produktdesigner/in selbständig machen?
Ja, viele Technische Produktdesigner/innen gründen ein eigenes Konstruktions- oder Designbüro. Als Selbständige/r kannst du Konstruktionsaufträge für verschiedene Unternehmen übernehmen oder dich auf Rapid-Prototyping-Dienstleistungen spezialisieren.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Technische/r Produktdesigner/in?
Du kannst dich durch Kurse in Technischem Zeichnen, CAD, Konstruktion oder Technischer Redaktion spezialisieren. Solche Lehrgänge vertiefen dein Know-how und erhöhen deine Chancen auf verantwortungsvollere Aufgaben oder Führungsfunktionen im Konstruktionsbüro.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Technische/r Produktdesigner/in?
Ein nächster Karriereschritt kann der Abschluss als Staatlich geprüfte/r Techniker/in Maschinentechnik oder als Technische/r Fachwirt/in sein. Auch eine Weiterbildung zum/zur Gestalter/in für Produktdesign (Bachelor Professional) eröffnet dir neue Aufgabenfelder. Mit einem anschließenden Bachelor- oder Masterstudium in Konstruktionstechnik, Produkt- oder Industriedesign kannst du schließlich in Entwicklungsteams oder leitende Positionen aufsteigen.
