Geprüfter Konstrukteur/Geprüfte Konstrukteurin – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Geprüfter Konstrukteur/Geprüfte Konstrukteurin

BerufsfeldIT & Digitales
Arbeitsortein Büroräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer6 Monate bis 2,5 Jahre
Offene Stellen2.242

Über den Beruf

Geprüfte Konstrukteure und Konstrukteurinnen entwickeln Bauteile, Geräte oder ganze Maschinen vom ersten Konzept bis zur fertigungsgerechten Zeichnung. Sie skizzieren Neu- und Variantenkonstruktionen, wählen Werkstoffe und dimensionieren Komponenten mithilfe von 2- und 3-D-CAD-Systemen sowie generativen Designwerkzeugen. Auslegungsberechnungen zu Festigkeit, Thermik oder Strömung fließen direkt in die virtuellen Modelle ein. Anschließend fertigen sie Einzelteil- und Baugruppenzeichnungen, legen Toleranzen, Passungen und Oberflächenqualitäten fest und ergänzen Stücklisten, Normteile und Materialdaten. Sie prüfen Werkstattzeichnungen auf korrekte Bemaßung, pflegen Dokumentationen im DMS und erstellen Fertigungs-, Montage- sowie Liefervorschriften bis hin zur Bedienungsanleitung. 3-D-Drucke oder Simulationen dienen dabei als Prototypencheck. Am Ende steht ein vollständiger Datensatz, mit dem Produktion und Montage ohne Rückfragen starten können.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf
AusbildungsartWeiterbildungsprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung.
Dauer6 Monate bis 2,5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen4
  • I.d.R. Abschlussprüfung als Technische/r Zeichner/in oder in einem anerkannten Ausbildungsberuf im Metall-, Elektro- oder Holzbereich
  • Zusätzlich mind. 3 Jahre einschlägige Berufspraxis
  • Alternativ mind. 7 Jahre einschlägige Berufspraxis im Konstruktionsbereich oder in einem Metall-, Elektro- oder Holzberuf
  • Zusätzlich mind. 1 Jahr Tätigkeit mit Arbeit nach technischen Unterlagen

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Konstrukteur/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.371 € brutto im Monat. Mit Erfahrung und je nach Branche oder Region kannst du zwischen 4.389 € und 6.585 € verdienen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Konstrukteur/in?

Die Weiterbildung dauert je nach Bildungsanbieter und Lernform zwischen 6 Monaten und rund 2,5 Jahren. In Vollzeit erreichst du den Abschluss schneller, während berufsbegleitende Teilzeitmodelle mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Ist der Beruf als Konstrukteur/in körperlich anstrengend?

Schwere Hebearbeit fällt kaum an, dennoch brauchst du gute Feinmotorik sowie sicheres Farb- und räumliches Sehvermögen. Funktionstüchtige Arme und Hände sind wichtig, um Zeichnungen exakt zu erstellen und Bauteile am Bildschirm korrekt zu beurteilen.

Wie sind die Berufsaussichten als Konstrukteur/in?

Die Berufsaussichten als Konstrukteur/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spielt Bewerbern in die Karten. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, und viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Konstrukteur/in?

Fortgeschrittene Kenntnisse in 2-D- und 3-D-CAD sind Pflicht. Zudem solltest du mit 3-D-Druck, Laserscanning und Simulationen umgehen können, technische Dokumentationen in DMS-Systemen pflegen und Bauteile für Industrieroboter oder Cobots auslegen. Know-how in Aktorik oder das Erstellen von Holografien für Präsentationen verschafft dir weitere Pluspunkte.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Konstrukteur/in?

Du verbringst den Großteil deiner Arbeitszeit am Bildschirm in Büro- oder Homeoffice-Umgebungen. Entwürfe, Detail- und Baugruppenzeichnungen entstehen an modernen CAD-Systemen, was intensives Arbeiten vor dem Rechner erfordert.

Kann man sich als Konstrukteur/in selbständig machen?

Ja, viele Konstrukteur/innen gründen ein eigenes Konstruktionsbüro oder übernehmen freiberuflich Entwicklungs- und Zeichenaufträge. Fachverbände wie der VDI unterstützen mit Beratung zu Businessplan, Recht und Finanzierung.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Konstrukteur/in?

Fachspezifische Kurse zu Konstruktion, CAD, technischem Zeichnen oder Normung halten dein Wissen aktuell. Solche Seminare bieten beispielsweise Industrie- und Handwerkskammern, Softwarehersteller oder Berufsverbände an.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Konstrukteur/in?

Mit Berufserfahrung kannst du die Ausbildereignungsprüfung ablegen und Nachwuchskräfte anleiten. Ein Bachelor- oder Masterstudium in Konstruktionstechnik, Maschinenbau oder Elektrotechnik eröffnet dir darüber hinaus den Weg zu Projekt- und Führungsaufgaben.

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